Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

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Entscheidungstext 1552/68

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

1552/68

Entscheidungsdatum

06.12.1968

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
10/07 Verwaltungsgerichtshof;

Norm

B-VG Art131 Abs1 Z1;
VwGG §26 Abs1;
VwGG §46 Abs2;
  1. B-VG Art. 131 heute
  2. B-VG Art. 131 gültig ab 27.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2024
  3. B-VG Art. 131 gültig von 01.02.2019 bis 26.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  4. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. B-VG Art. 131 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2002
  9. B-VG Art. 131 gültig von 04.09.1999 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 194/1999
  10. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1998 bis 03.09.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 131 gültig von 28.04.1975 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 316/1975
  13. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1975 bis 27.04.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  14. B-VG Art. 131 gültig von 18.07.1962 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  15. B-VG Art. 131 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  16. B-VG Art. 131 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  17. B-VG Art. 131 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 26 heute
  2. VwGG § 26 gültig ab 06.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 26 gültig von 01.01.2017 bis 05.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 26 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 26 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 26 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 46 heute
  2. VwGG § 46 gültig von 01.07.2021 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 46 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2021
  4. VwGG § 46 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 46 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VwGG § 46 gültig von 01.02.1986 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 564/1985
  7. VwGG § 46 gültig von 01.02.1986 bis 31.01.1986 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 197/1985
  8. VwGG § 46 gültig von 05.01.1985 bis 31.01.1986

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Strau und die Hofräte Dr. Krzizek, Penzinger, Dr. Knoll, und Dr. Leibrecht als Richter, im Beisein des Schriftführers prov. Landesregierungskommissär Dr. Traxler, den Beschluss gefasst:

Spruch

Gemäß Paragraph 46, VwGG 1965 wird dem Antrag der Firma S & Co Kommanditgesellschaft in Wien, vertreten durch Dr. Frank Neubauer, Rechtsanwalt in Wien römisch eins, An der Hülben 4, auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Frist zur Einbringung der Verwaltungsgerichtshofbeschwerde gegen den Bescheid der Grundverkehrs-Landeskommission beim Amt der Niederösterreichischen Landesregierung vom 9. Mai 1956, Zl. LA. VI/4-Gvb-23/56, nicht stattgegeben. Gleichzeitig wird die Beschwerde gegen diesen Bescheid wegen Versäumung der Einbringungsfrist gemäß Paragraph 34, Absatz eins, VwGG 1965 zurückgewiesen.

Begründung

Die Antragstellerin begehrt mit dem vorliegenden, am 22. Oktober 1968 eingelangten Antrag die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gemäß Paragraph 46, Absatz 2 und 3 VwGG 1965 gegen die Versäumung der Frist zur Einbringung der Verwaltungsgerichtshofbeschwerde gegen den Bescheid der Grundverkehrslandeskommission beim Amte der Niederösterreichischen Landesregierung vom 9. Mai 1956 mit der Begründung, sie habe auf Grund der damaligen Rechtslage fristgerecht gegen den angeführten Bescheid Berufung erhoben, welche mit dem ihr am 9. Oktober 1968 zugestellten Bescheid der Niederösterreichischen Landesregierung vom 3. Oktober 1968 mit der Begründung als unzulässig zurückgewiesen worden sei, daß der Instanzenzug mit der Entscheidung der Grundverkehrslandeskommission erschöpft und ein solcher an die Niederösterreichische Landesregierung nicht mehr eröffnet sei (Paragraph 7, Absatz 8, GVG 1965 und Artikel römisch zwei, Absatz 2, des Gesetzes, Landesgesetzblatt für Niederösterreich Nr. 9 aus 1965,). Die durch die nachträgliche Änderung der über den Instanzenzug bestehenden gesetzlichen Vorschriften und durch die diesbezüglichen Übergangsvorschriften der Grundverkehrs-Novelle LGBl. für Niederösterreich Nr. 9 aus 1965, geschaffene Rechtslage habe nach der Rechtsprechung der Höchstgerichte zur Folge, daß sich die ursprünglich dem angefochtenen Bescheid beigegebene Rechtsmittelbelehrung - die im gegenständlichen Falle übrigens gar nicht beigesetzt gewesen sei - als unrichtig erwiesen habe. Für derartige Fälle wäre nach Paragraph 46, Absatz 2 und 3 VwGG 1965 die Wiedereinsetzung zu bewilligen.

Die von der Beschwerdeführerin dargelegte Rechtsansicht wurde tatsächlich in mehreren Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofes (so u.a. in dem Beschluß vom 25. Juni 1965, Zl. 1048/64, und im Erkenntnis vom 6. Mai 1965, Zl. 1238/64) vertreten. Der Verwaltungsgerichtshof ist aber in dem Erkenntnis eines verstärkten Senates vom 18. Juni 1968, Zl. 0201/66, von dieser Rechtsansicht insofern abgegangen, als er in solchen Fällen den Beginn des Laufes der Beschwerdefrist mit dem Zeitpunkte angenommen hat, mit welchem dem Bescheid von der Rechtsordnung der Charakter eines letztinstanzlichen Bescheides zuerkannt wurde, somit mit dem Zeitpunkte der Änderung der Rechtslage. Danach kommt in solchen Fällen dem Ablauf der Beschwerdefrist vom Zeitpunkte der Zustellung des angefochtenen Bescheides an und den Umständen, ob der anzufechtende Bescheid fälschlich ein Rechtsmittel eingeräumt oder überhaupt keine Rechtsmittelbelehrung enthalten hat, keine Bedeutung zu.

Die Beschwerdeführerin hätte innerhalb der sechswöchigen Frist nach Inkrafttreten der Grundverkehrs-Novelle, Landesgesetzblatt Nr. 9 aus 1964,, mit 2. März 1964 (Artikel römisch eins, Ziffer 19, dieser Novelle) die Beschwerde erheben müssen.

Da die Voraussetzungen der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach Paragraph 46, Absatz 2, VwGG 1965 demnach nicht vorliegen, konnte dem Antrag nicht stattgegeben werden. Daraus folgt schließlich die Zurückweisung der nach Ablauf der Beschwerdefrist mit 13. April 1964 erst am 22. Oktober 1968 eingebrachten Beschwerde gemäß Paragraph 34, Absatz eins, VwGG 1965 wegen Verspätung.

Wien, am 6. Dezember 1968

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1968:1968001552.X00

Im RIS seit

29.01.2002

Zuletzt aktualisiert am

30.05.2012

Dokumentnummer

JWT_1968001552_19681206X00

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