Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2015/11/0120

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 19320 A/2016

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2015/11/0120

Entscheidungsdatum

01.03.2016

Index

90/02 Führerscheingesetz

Norm

FSG 1997 §3 Abs1 Z3;
FSG 1997 §8 Abs2;
FSG-GV 1997 §13 Abs1;
FSG-GV 1997 §17 Abs1;
FSG-GV 1997 §3 Abs1 Z1;
FSG-GV 1997 §3 Abs1 Z4;

Rechtssatz

Das Nichtvorliegen einer positiven verkehrspsychologischen Stellungnahme allein erlaubt nicht, die gesundheitliche Eignung einer Person zum Lenken von Kraftfahrzeugen zu verneinen; diese hat vielmehr nur eine Hilfsfunktion für die ärztliche Beurteilung im Rahmen des erforderlichen amtsärztlichen Gutachtens, und den verkehrspsychologischen Untersuchungsstellen kommt keine Monopolstellung in Ansehung der Beurteilung der gesundheitlichen Eignung zu (Hinweis Erkenntnisse vom 20. Februar 2001, 98/11/0312 (= Slg. Nr. 15550/A) und 2000/11/0287, vom 28. Mai 2002, 2000/11/0169, vom 17. Oktober 2006, 2003/11/0318, vom 27. September 2007, 2004/11/0057 (= Slg. Nr. 17282/A), vom 22. April 2008, 2008/11/0043, und vom 21. September 2010, 2010/11/0095). Auch eine negative verkehrspsychologische Stellungnahme muss nicht zwingend zur Verneinung der gesundheitlichen Eignung führen. Ausführungen einer verkehrspsychologischen Stellungnahme sind nicht schon deshalb, weil sie von einem Psychologen stammen, einer näheren Beurteilung durch Ärzte, insbesondere Fachärzte, entzogen (Hinweis E vom 28. April 2011, 2009/11/0116).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2015110120.L01

Im RIS seit

29.03.2016

Zuletzt aktualisiert am

10.12.2018

Dokumentnummer

JWR_2015110120_20160301L01

Rechtssatz für Ra 2018/11/0031

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

Ra 2018/11/0031

Entscheidungsdatum

26.04.2018

Index

90/02 Führerscheingesetz

Norm

FSG 1997 §3 Abs1 Z3;
FSG 1997 §8 Abs2;
FSG-GV 1997 §13 Abs1;
FSG-GV 1997 §17 Abs1;
FSG-GV 1997 §3 Abs1 Z1;
FSG-GV 1997 §3 Abs1 Z4;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2015/11/0120 E 1. März 2016 VwSlg 19320 A/2016 RS 1

Stammrechtssatz

Das Nichtvorliegen einer positiven verkehrspsychologischen Stellungnahme allein erlaubt nicht, die gesundheitliche Eignung einer Person zum Lenken von Kraftfahrzeugen zu verneinen; diese hat vielmehr nur eine Hilfsfunktion für die ärztliche Beurteilung im Rahmen des erforderlichen amtsärztlichen Gutachtens, und den verkehrspsychologischen Untersuchungsstellen kommt keine Monopolstellung in Ansehung der Beurteilung der gesundheitlichen Eignung zu (Hinweis Erkenntnisse vom 20. Februar 2001, 98/11/0312 (= Slg. Nr. 15550/A) und 2000/11/0287, vom 28. Mai 2002, 2000/11/0169, vom 17. Oktober 2006, 2003/11/0318, vom 27. September 2007, 2004/11/0057 (= Slg. Nr. 17282/A), vom 22. April 2008, 2008/11/0043, und vom 21. September 2010, 2010/11/0095). Auch eine negative verkehrspsychologische Stellungnahme muss nicht zwingend zur Verneinung der gesundheitlichen Eignung führen. Ausführungen einer verkehrspsychologischen Stellungnahme sind nicht schon deshalb, weil sie von einem Psychologen stammen, einer näheren Beurteilung durch Ärzte, insbesondere Fachärzte, entzogen (Hinweis E vom 28. April 2011, 2009/11/0116).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2018:RA2018110031.L05

Im RIS seit

31.05.2018

Zuletzt aktualisiert am

27.08.2018

Dokumentnummer

JWR_2018110031_20180426L05