Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2018/01/0227

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ra 2018/01/0227

Entscheidungsdatum

30.09.2019

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
19/05 Menschenrechte
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht
41/02 Staatsbürgerschaft

Norm

FPG 2005 §53 Abs2
MRK Art8 Abs2
StbG 1985 §10 Abs2 Z1
VwRallg

Rechtssatz

Für eine am Maßstab des Artikel 8, Absatz 2, MRK vorzunehmende Interessenabwägung durch die Staatsbürgerschaftsbehörde verbleibt im Anwendungsbereich des Paragraph 10, Absatz 2, Ziffer eins, StbG kein Raum; der Staatsbürgerschaftsbehörde ist bei der Prüfung des Vorliegens des dort normierten Verleihungshindernisses insoweit auch kein Ermessen eingeräumt. Die entsprechende Interessensabwägung bzw. "Prognoseentscheidung" ist nach Maßgabe des Paragraph 53, Absatz 2, FPG vielmehr lediglich bei der vom Bundesamt (für Fremdenwesen und Asyl) vorzunehmenden Bemessung der Dauer eines Einreiseverbots von Bedeutung.

Schlagworte

Ermessen VwRallg8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2019:RA2018010227.L03

Im RIS seit

19.11.2019

Zuletzt aktualisiert am

09.06.2026

Dokumentnummer

JWR_2018010227_20190930L03