Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2015/03/0058

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 19248 A/2015

Rechtssatznummer

10

Geschäftszahl

Ra 2015/03/0058

Entscheidungsdatum

17.11.2015

Index

E3L E15101000
E6J
14/01 Verwaltungsorganisation
40/01 Verwaltungsverfahren
83 Naturschutz Umweltschutz
93 Eisenbahn

Norm

32011L0092 UVP-RL;
62009CJ0115 Bund Umwelt / Naturschutz Deutschland VORAB;
62014CJ0137 Kommission / Deutschland;
EisenbahnG 1957 §31f;
UVPG 2000 §19;

Rechtssatz

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom 12. Mai 2011, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Nordrhein-Westfalen, Rs C-115/09, EU:C:2011:289, Rz 46, muss es einer eingetragenen Umweltorganisation in einem Verfahren, das dem Anwendungsbereich der RL 2011/92/EU unterliegt, möglich sein, dieselben Rechte geltend zu machen wie ein Einzelner vergleiche dazu auch jüngst EuGH vom 15. Oktober 2015, Europäische Kommission gegen Bundesrepublik Deutschland, Rs C-137/14, EU:C:2015:683, Rz 90 ff). Daher kommt es der revisionswerbenden Umweltorganisation auch zu, die Einhaltung solcher Umweltschutzvorschriften - wie etwa des Paragraph 31 f, EisenbahnG 1957 - geltend zu machen, die nicht nur Interessen der Allgemeinheit, sondern auch Rechtsgüter des Einzelnen schützen, und deren Schutz vor Beeinträchtigung etwa auch durch den einzelnen Nachbarn als subjektiv-öffentliches Recht im Verfahren geltend gemacht werden können.

Gerichtsentscheidung

EuGH 62009CJ0115 Bund Umwelt / Naturschutz Deutschland VORAB

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2015030058.L10

Im RIS seit

10.12.2015

Zuletzt aktualisiert am

29.10.2018

Dokumentnummer

JWR_2015030058_20151117L10