Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2013/16/0085

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2013/16/0085

Entscheidungsdatum

20.11.2014

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht
32/07 Stempelgebühren Rechtsgebühren Stempelmarken

Beachte

Besprechung in: Taxlex 9/2015, S 296-300;

Rechtssatz

Bemessungsgrundlage gemäß Paragraph 33, TP 17 Absatz eins, GebG ist der Wetteinsatz der im Inland abgeschlossenen Wetten. Ob eine Wette im Inland abgeschlossen wurde oder ob dem gleichkommend (Paragraph 33, TP 17 Absatz 2, leg.cit.) an einer Wette vom Inland aus teilgenommen wurde, ist ein als Ergebnis der Beweiswürdigung festzustellender Sachverhalt, der den zur Gebührenpflicht führenden Tatbestand verwirklicht, demnach eine die Bemessungsgrundlage bedingende Tatsache, die einer Schätzung grundsätzlich nicht zugänglich ist vergleiche auch Fellner, Stempel- und Rechtsgebühren I10, Paragraph 33, TP 17 GebG Rz 7). Es ist als Ergebnis der Beweiswürdigung festzustellen, welche Wetten im Inland abgeschlossen wurden oder bei welchen Wetten vom Inland aus teilgenommen wurde. Bei dieser Sachverhaltsfeststellung sind sowohl die Registrierung des "Users" mit einer inländischen Wohnanschrift als auch die Zuordnung der Wette zu einer "inländischen IP-Adresse" ein Indiz dafür, dass sich der Wettteilnehmer dabei im Inland befunden hat. Dass der Indizienbeweis vollen Beweis verschaffen kann, ist durch die hg. Rechtsprechung klargestellt vergleiche das Erkenntnis vom 21. Februar 2013, 2009/13/0258). Einem solchen Indiz kann zwar für konkrete Wettfälle durchaus entgegengetreten werden, doch müssen dazu konkrete diesem Beweisergebnis entgegenstehende Indizien angeführt werden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2013160085.X04

Im RIS seit

11.02.2015

Zuletzt aktualisiert am

25.01.2016

Dokumentnummer

JWR_2013160085_20141120X04