Begleitende Dokumente
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Hauptdokument
Entscheidungsart
Erkenntnis
Dokumenttyp
Rechtssatz
Sammlungsnummer
VwSlg 18726 A/2013
Rechtssatznummer
5
Geschäftszahl
2012/03/0102
Entscheidungsdatum
23.10.2013
Index
E000 EU- Recht allgemein
E6J
Norm
62006CJ0409 Winner Wetten VORAB;
62010CJ0606 ANAFE VORAB;
EURallg;
Beachte
Serie (erledigt im gleichen Sinn):
2012/03/0103 E 23. Oktober 2013
Rechtssatz
Nach der gefestigten Rechtsprechung des EuGH haben nach dem Grundsatz des Vorrangs des Unionsrechts die Vertragsbestimmungen und die unmittelbar geltenden Rechtsakte der Organe der Europäischen Union in ihrem Verhältnis zum innerstaatlichen Recht der Mitgliedstaaten zur Folge, dass allein durch ihr Inkrafttreten jede entgegenstehende Bestimmung des nationalen Rechts ohne weiteres unanwendbar wird (Hinweis etwa Urteil des EuGH (Große Kammer) vom 8. September 2010, Winner Wetten, Rs C-409/06, Slg 2010, I-8041, Rz 53; Urteil des EuGH vom 14. Juni 2012, ANAFE, Rs C-606/10, Rz 73). Die unmittelbar geltenden Bestimmungen des Unionsrechts, die für alle von ihnen Betroffenen eine unmittelbare Quelle von Rechten und Pflichten sind, müssen nämlich ihre volle Wirksamkeit einheitlich in sämtlichen Mitgliedstaaten vom Zeitpunkt ihres Inkrafttretens an und während der gesamten Dauer ihrer Gültigkeit entfalten (Hinweis Urteil des EuGH vom 8. September 2010, Rs C-409/06 Winner Wetten, Rz 54).
Gerichtsentscheidung
EuGH 62006CJ0409 Winner Wetten VORAB
EuGH 62010CJ0606 ANAFE VORAB
Schlagworte
Gemeinschaftsrecht Anwendungsvorrang, partielle Nichtanwendung von
innerstaatlichem Recht EURallg1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:VWGH:2013:2012030102.X05
Im RIS seit
03.12.2013
Zuletzt aktualisiert am
05.10.2017
Dokumentnummer
JWR_2012030102_20131023X05