Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2012/07/0213

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18658 A/2013

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

2012/07/0213

Entscheidungsdatum

27.06.2013

Index

L66208 Landw Bringungsrecht Güter- und Seilwege Vorarlberg
10/07 Verwaltungsgerichtshof
80/06 Bodenreform

Norm

GSGG §1;
GSGG §13 Abs2;
GSGG §9 Abs2;
GSLG Vlbg 1963 §1;
GSLG Vlbg 1963 §10 Abs1;
GSLG Vlbg 1963 §10;
GSLG Vlbg 1963 §13 Abs8 litb;
VwGG §42 Abs2 Z1;
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

In ähnlicher Weise wie Paragraph 13, Absatz 8, Litera b, Vlbg GSLG 1963 regelt auch Paragraph 10, Absatz eins, Vlbg GSLG 1963 ein Antragsrecht unter anderem des Verpflichteten auf Abänderung oder Aufhebung eines Bringungsrechts, wenn sich die für die Einräumung des Bringungsrechts maßgebend gewesenen Verhältnisse dauernd geändert haben. Der wesentliche Unterschied zwischen diesen beiden Bestimmungen ist jener, dass Paragraph 13, Absatz 8, Litera b, Vlbg GSLG 1963 das Bestehen einer Güterweggenossenschaft voraussetzt, aus welcher das betreffende Grundstück ausgeschlossen werden soll; Paragraph 10, legcit hat den Fall im Auge, wo einem einzigen Berechtigten ein Bringungsrecht eingeräumt wurde und der Verpflichtete dessen Aufhebung oder Abänderung begehrt. Im Zusammenhang mit Paragraph 10, Absatz eins, Vlbg GSLG 1963 wird aber erkennbar, dass auch die Bestimmung des Paragraph 13, Absatz 8, Litera b, legcit so zu verstehen ist, dass eine dauernde Änderung der für die Einräumung des Bringungsrechts - bzw für die Einbeziehung des jeweiligen Grundstücks in die Güterweggenossenschaft - maßgebend gewesenen Verhältnisse gegeben sein muss. Eine unterschiedliche Behandlung von Grundstücken innerhalb eines Genossenschaftsverbands dahingehend, dass diese jederzeit wieder ausgeschlossen werden könnten, wenn die Voraussetzungen des Paragraph eins, Vlbg GSLG 1963 - somit ohne Prüfung der Änderung der maßgebend gewesenen Verhältnisse - nicht vorliegen, und solchen Grundstücken, die nicht in einem genossenschaftlichen Verband organisiert sind, ist nicht nachvollziehbar und wäre auch nicht sachgerecht. Vielmehr legt auch der Vergleich mit der Regelung des Paragraph 10, legcit nahe, dass Paragraph 13, Absatz 8, Litera b, Vlbg GSLG 1963 bei der Beurteilung der Voraussetzungen des Paragraph eins, Vlbg GSLG 1963 eine Änderung der bei der Rechtseinräumung gegebenen, maßgebenden Verhältnisse voraussetzt (nähere Begründung im Erkenntnis).

Schlagworte

Besondere Rechtsgebiete

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2012070213.X05

Im RIS seit

21.08.2013

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2012070213_20130627X05