Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 90/07/0098

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

90/07/0098

Entscheidungsdatum

14.09.1993

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §41 Abs2;
  1. AVG § 41 heute
  2. AVG § 41 gültig ab 01.01.9000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2025
  3. AVG § 41 gültig von 21.07.2023 bis 01.01.9000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  4. AVG § 41 gültig von 15.08.2018 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  5. AVG § 41 gültig von 01.03.2013 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. AVG § 41 gültig von 01.01.2012 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2011
  7. AVG § 41 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  8. AVG § 41 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998

Rechtssatz

Die in ständiger Rechtsprechung vom Verwaltungsgerichtshof vertretene Rechtsansicht, ein Verfahrensmangel nach Paragraph 41, Absatz 2, AVG könne nur bei Stellung eines Vertagungsantrages durch die betroffene Partei und dessen Ablehnung mit Erfolg geltend gemacht werden (Hinweis E 10.9.1981, 2205/79; E 20.9.1990, 90/07/0048), schadet bei einer kurzen Überlegungsfrist von nur einem Tag einer betroffenen rechtsunkundigen Partei, der aufgrund der räumlichen Distanz ein persönliches Erscheinen zur Verhandlung unmöglich ist und der nicht zugemutet werden kann, innerhalb des kurzen Zeitraumes zielführende Erklärungen abzugeben, nicht. Auch die Kontaktaufnahme mit einem Rechtsfreund ist ihr auf Grund der zur Verfügung stehenden Zeit unzumutbar. Außerdem geht aus der Kundmachung nicht hervor, inwieweit die Partei von dem Projekt betroffen ist. Eine Einsichtnahme in die in dieser Kundmachung erwähnten Projektunterlagen ist ihr in der kurzen Zeit ebenfalls nicht möglich.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1993:1990070098.X03

Im RIS seit

12.11.2001

Zuletzt aktualisiert am

27.01.2012

Dokumentnummer

JWR_1990070098_19930914X03