Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2795/53

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 3549 A/1954

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2795/53

Entscheidungsdatum

03.11.1954

Index

Polizeirecht - EGVG
L40010 Anstandsverletzung Lärmerregung
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

EGVG Art8 Abs1 lita Fall1 Ordnungsstörung
EGVG Art8 Abs1 lita Fall2 Anstandsverletzung
  1. EGVG Art. 8 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.2008 wiederverlautbart durch BGBl. I Nr. 87/2008
  1. EGVG Art. 8 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.2008 wiederverlautbart durch BGBl. I Nr. 87/2008

Rechtssatz

Das Verabreichen einer Ohrfeige in einem jedermann zugänglichen Geschäftslokal, indem sich außer der Geschäftsinhaberin und dem Beschwerdeführer auch andere Personen aufgehalten haben, verletzt die Wahrung der Formen des äußeren Verhaltens, die nach Auffassung gesitteter Menschen der Würde des Menschen als sittlicher Persönlichkeit bei jedem Heraustreten aus dem engeren Privatleben in die Öffentlichkeit entsprechen. Die Behörde ist nicht verpflichtet, von der Verhängung einer Strafe im Sinne des Paragraph 21, VStG abzusehen und eine Verwarnung zu erteilen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1954:1953002795.X01

Im RIS seit

12.02.2002

Zuletzt aktualisiert am

25.09.2023

Dokumentnummer

JWR_1953002795_19541103X01

Rechtssatz für 1933/71

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

1933/71

Entscheidungsdatum

11.04.1972

Index

L40010 Anstandsverletzung Lärmerregung
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

EGVG Art8 Abs1 lita Fall1 Ordnungsstörung;
EGVG Art8 Abs1 lita Fall2 Anstandsverletzung;
  1. EGVG Art. 8 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.2008 wiederverlautbart durch BGBl. I Nr. 87/2008
  1. EGVG Art. 8 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.2008 wiederverlautbart durch BGBl. I Nr. 87/2008

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2795/53 E 3. November 1954 VwSlg 3549 A/1954 RS 1

Stammrechtssatz

Das Verabreichen einer Ohrfeige in einem jedermann zugänglichen Geschäftslokal, indem sich außer der Geschäftsinhaberin und dem Beschwerdeführer auch andere Personen aufgehalten haben, verletzt die Wahrung der Formen des äußeren Verhaltens, die nach Auffassung gesitteter Menschen der Würde des Menschen als sittlicher Persönlichkeit bei jedem Heraustreten aus dem engeren Privatleben in die Öffentlichkeit entsprechen. Die Behörde ist nicht verpflichtet, von der Verhängung einer Strafe im Sinne des Paragraph 21, VStG abzusehen und eine Verwarnung zu erteilen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1972:1971001933.X02

Im RIS seit

10.09.2002

Dokumentnummer

JWR_1971001933_19720411X02