Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2020/17/0110

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2020/17/0110

Entscheidungsdatum

16.07.2021

Index

E6J
34 Monopole

Norm

GSpG 1989 §52 Abs2
62018CJ0064 Maksimovic VORAB

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2020/17/0111

Rechtssatz

Wie der Verwaltungsgerichtshof in seinem Erkenntnis vom 14. September 2020, Ro 2020/17/0015, unter Hinweis auf die Entscheidung des EuGH vom 12. September 2019 in der Rechtssache Maksimovic u.a., C-64/18. ausgesprochen hat, steht in Bezug auf Paragraph 52, Absatz 2, zweiter Strafsatz GSpG das Unionsrecht der uneingeschränkten Anwendung des GSpG nicht entgegen, u.a. deshalb, weil auch dieser Strafsatz sowohl eine klar definierte Höchstgrenze für die einzelne Übertretung als auch eine Obergrenze für die Summe der Strafen (in Summe EUR 90.000,--) beinhaltet.

Gerichtsentscheidung

EuGH 62018CJ0064 Maksimovic VORAB

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2021:RA2020170110.L01

Im RIS seit

02.09.2021

Zuletzt aktualisiert am

14.09.2021

Dokumentnummer

JWR_2020170110_20210716L01

Rechtssatz für Ra 2020/17/0110

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2020/17/0110

Entscheidungsdatum

16.07.2021

Index

34 Monopole

Norm

GSpG 1989 §51 Abs1 Z1
GSpG 1989 §52 Abs2

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2020/17/0111

Rechtssatz

Es ist nicht ersichtlich, dass die Strafdrohung des zweiten Strafsatzes des Paragraph 52, Absatz 2, GSpG angesichts des in den Tatbildern des Paragraph 52, Absatz eins, Ziffer eins, GSpG typisierten - und vor allem wie vorliegend im Wiederholungsfall nochmals erhöhten - Unrechts, des öffentlichen Interesses an der wirksamen Vollziehung des GSpG und des üblicherweise in beträchtlicher Höhe erzielten finanziellen Vorteils aus einer Verletzung dieser Vorschriften unter dem Blickwinkel des unionsrechtlichen Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes und des Sachlichkeitsgebotes als unverhältnismäßig zu beurteilen wäre vergleiche VwGH 17.3.2021, Ra 2020/17/0084).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2021:RA2020170110.L02

Im RIS seit

02.09.2021

Zuletzt aktualisiert am

14.09.2021

Dokumentnummer

JWR_2020170110_20210716L02