Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2018/22/0180

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2018/22/0180

Entscheidungsdatum

29.08.2018

Index

19/05 Menschenrechte
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AsylG 2005 §55
BFA-VG 2014 §9 Abs2
MRK Art8

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ro 2016/22/0005 E 17. Oktober 2016 RS 5

Stammrechtssatz

Auch bei einem mehr als zehnjährigen Inlandsaufenthalt in Verbindung mit dem Vorliegen gewisser integrationsbegründender Aspekte ist dann nicht zwingend von einem Überwiegen des persönlichen Interesses auszugehen, wenn dem Umstände entgegenstehen, die das gegen einen Verbleib im Inland sprechende öffentliche Interesse verstärken bzw. die Länge der Aufenthaltsdauer im Inland relativieren. Es ist daher auch in Fällen eines mehr als zehnjährigen Inlandsaufenthaltes eine Gesamtabwägung unter Einbeziehung aller fallbezogen maßgeblichen Aspekte vorzunehmen, wenn auch unter besonderer Gewichtung der langen Aufenthaltsdauer.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2018:RA2018220180.L01

Im RIS seit

26.09.2018

Zuletzt aktualisiert am

09.06.2026

Dokumentnummer

JWR_2018220180_20180829L01

Rechtssatz für Ra 2018/22/0180

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2018/22/0180

Entscheidungsdatum

29.08.2018

Index

19/05 Menschenrechte
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

BFA-VG 2014 §9 Abs2
FPG 2005 §46
FPG 2005 §52 Abs3
MRK Art8

Rechtssatz

Der Umstand, dass der Fremde durch die Nichtvorlage seines Reisepasses die Effektuierung der Ausweisung behindert hat, ist geeignet, die Länge der Aufenthaltsdauer zu relativieren vergleiche VwGH 14.11.2017, Ra 2017/21/0197; VwGH 17.10.2016, Ro 2016/22/0009).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2018:RA2018220180.L02

Im RIS seit

26.09.2018

Zuletzt aktualisiert am

09.06.2026

Dokumentnummer

JWR_2018220180_20180829L02