Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2018/19/0082

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2018/19/0082

Entscheidungsdatum

05.04.2018

Index

41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

BFA-VG 2014 §21 Abs6a
BFA-VG 2014 §21 Abs7

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2018/19/0083
Ra 2018/19/0083
Ra 2018/19/0083
Ra 2018/19/0084
Ra 2018/19/0084
Ra 2018/19/0084
Ra 2018/19/0085
Ra 2018/19/0085
Ra 2018/19/0085
Ra 2018/19/0086
Ra 2018/19/0086
Ra 2018/19/0086

Rechtssatz

Auf Grund der in Paragraph 21, Absatz 6 a, BFA-VG 2014 enthaltenen Wendung "Unbeschadet des Absatz 7, hat eine Verhandlung jedenfalls immer dann zu unterbleiben, wenn die Voraussetzungen des Paragraph 21, Absatz 7, BFA-VG 2014 vorliegen. In einem solchen Fall stellt sich die Frage, ob nach Paragraph 21, Absatz 6 a, BFA-VG 2014 im Rahmen der Ermessensübung von der Durchführung der Verhandlung Abstand genommen werden kann, nicht mehr vergleiche VwGH 30.6.2016, Ra 2016/19/0072).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2018:RA2018190082.L01

Im RIS seit

18.05.2018

Zuletzt aktualisiert am

09.06.2026

Dokumentnummer

JWR_2018190082_20180405L01

Rechtssatz für Ra 2018/19/0082

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2018/19/0082

Entscheidungsdatum

05.04.2018

Index

19/05 Menschenrechte
40/01 Verwaltungsverfahren
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

BFA-VG 2014 §21 Abs7
BFA-VG 2014 §9
FPG 2005 §52
FPG 2005 §53
FPG 2005 §66
FPG 2005 §67
MRK Art8
VwGVG 2014 §24

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2018/19/0083
Ra 2018/19/0083
Ra 2018/19/0083
Ra 2018/19/0084
Ra 2018/19/0084
Ra 2018/19/0084
Ra 2018/19/0085
Ra 2018/19/0085
Ra 2018/19/0085
Ra 2018/19/0086
Ra 2018/19/0086
Ra 2018/19/0086

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2016/21/0316 B 17. November 2016 RS 3

Stammrechtssatz

Bei der Erlassung von aufenthaltsbeendenden Maßnahmen kommt der Verschaffung eines persönlichen Eindrucks im Rahmen einer mündlichen Verhandlung besondere Bedeutung zu, und zwar sowohl in Bezug auf die (allenfalls erforderliche) Gefährdungsprognose als auch in Bezug auf die für die Abwägung nach Artikel 8, MRK (sonst) relevanten Umstände. Daraus ist aber noch keine "absolute" (generelle) Pflicht zur Durchführung einer mündlichen Verhandlung in Verfahren über aufenthaltsbeendende Maßnahmen abzuleiten. In eindeutigen Fällen, in denen bei Berücksichtigung aller zugunsten des Fremden sprechenden Fakten auch dann für ihn kein günstigeres Ergebnis zu erwarten ist, wenn sich das VwG von ihm einen (positiven) persönlichen Eindruck verschafft, kann auch eine beantragte Verhandlung unterbleiben (Hinweis E 20. Oktober 2016, Ra 2016/21/0289).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2018:RA2018190082.L02

Im RIS seit

18.05.2018

Zuletzt aktualisiert am

09.06.2026

Dokumentnummer

JWR_2018190082_20180405L02