Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2017/19/0422

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2017/19/0422

Entscheidungsdatum

18.10.2017

Index

E1P
40/01 Verwaltungsverfahren
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

BFA-VG 2014 §21 Abs7
VwGVG 2014 §24
12010P/TXT Grundrechte Charta Art47 Abs2

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2017/19/0423
Ra 2017/19/0423
Ra 2017/19/0424
Ra 2017/19/0424
Ra 2017/19/0424

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2016/21/0316 B 17. November 2016 RS 1

Stammrechtssatz

Paragraph 21, Absatz 7, BFA-VG 2014 erlaubt das Unterbleiben einer Verhandlung, und zwar selbst dann, wenn deren Durchführung in der Beschwerde ausdrücklich beantragt wurde, wenn der Sachverhalt aus der Aktenlage in Verbindung mit der Beschwerde geklärt erscheint (Hinweis E 22. Jänner 2015, Ra 2014/21/0052; E 28. Mai 2014, Ra 2014/20/0017, 0018; E 16. Oktober 2014, Ra 2014/21/0039). Diese Regelung steht im Einklang mit Artikel 47, Absatz 2, GRC (Hinweis B 25. Februar 2016, Ra 2016/21/0022).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2017:RA2017190422.L01

Im RIS seit

30.11.2017

Zuletzt aktualisiert am

11.06.2026

Dokumentnummer

JWR_2017190422_20171018L01

Rechtssatz für Ra 2017/19/0422

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2017/19/0422

Entscheidungsdatum

18.10.2017

Index

19/05 Menschenrechte
40/01 Verwaltungsverfahren
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

BFA-VG 2014 §21 Abs7
BFA-VG 2014 §9
FPG 2005 §52
FPG 2005 §53
FPG 2005 §66
FPG 2005 §67
MRK Art8
VwGVG 2014 §24

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2017/19/0423
Ra 2017/19/0423
Ra 2017/19/0424
Ra 2017/19/0424
Ra 2017/19/0424

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2016/21/0316 B 17. November 2016 RS 3

Stammrechtssatz

Bei der Erlassung von aufenthaltsbeendenden Maßnahmen kommt der Verschaffung eines persönlichen Eindrucks im Rahmen einer mündlichen Verhandlung besondere Bedeutung zu, und zwar sowohl in Bezug auf die (allenfalls erforderliche) Gefährdungsprognose als auch in Bezug auf die für die Abwägung nach Artikel 8, MRK (sonst) relevanten Umstände. Daraus ist aber noch keine "absolute" (generelle) Pflicht zur Durchführung einer mündlichen Verhandlung in Verfahren über aufenthaltsbeendende Maßnahmen abzuleiten. In eindeutigen Fällen, in denen bei Berücksichtigung aller zugunsten des Fremden sprechenden Fakten auch dann für ihn kein günstigeres Ergebnis zu erwarten ist, wenn sich das VwG von ihm einen (positiven) persönlichen Eindruck verschafft, kann auch eine beantragte Verhandlung unterbleiben (Hinweis E 20. Oktober 2016, Ra 2016/21/0289).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2017:RA2017190422.L02

Im RIS seit

30.11.2017

Zuletzt aktualisiert am

11.06.2026

Dokumentnummer

JWR_2017190422_20171018L02

Rechtssatz für Ra 2017/19/0422

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ra 2017/19/0422

Entscheidungsdatum

18.10.2017

Index

19/05 Menschenrechte
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

FPG 2005 §52 Abs2 Z2
MRK Art8

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2017/19/0423
Ra 2017/19/0423
Ra 2017/19/0424
Ra 2017/19/0424
Ra 2017/19/0424

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2015/22/0026 E 23. Juni 2015 RS 4 (hier: nur der zweite Satz)

Stammrechtssatz

Es ist zwar richtig, dass in der Rechtsprechung für Kinder im Alter von sieben und elf Jahren eine grundsätzliche Anpassungsfähigkeit angenommen wurde (Hinweis E 19. September 2012, 2012/22/0143 bis 0146). Hat die Fremde erst im Alter von zirka zehn Jahren ihr Heimatland verlassen und demnach die grundsätzliche Sozialisierung bereits im Heimatland erfahren, so ermöglicht dies eine Wiedereingliederung.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2017:RA2017190422.L03

Im RIS seit

30.11.2017

Zuletzt aktualisiert am

11.06.2026

Dokumentnummer

JWR_2017190422_20171018L03