Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 82/06/0199

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

82/06/0199

Entscheidungsdatum

03.02.1983

Index

L85006 Straßen Steiermark

Norm

LStVwG Stmk 1964 §47 idF 1974/133;

Rechtssatz

Die nach Paragraph 47, Stmk LStrVwG erforderliche Bewilligung hängt nicht von der Zustimmung der Betroffenen ab, diese können lediglich Einwendungen gegen das (Straßen)Projekt erheben. Die von einem betroffenen Grundeigentümer, der unter Hinweis auf die Präklusionsfolgen des Paragraph 42, AVG zur Verhandlung geladen wurde, in der Verhandlung abgegebene Erklärung, dass grundsätzlich gegen den geplanten Weg keine Einwände bestünden, sofern eine entsprechende Grundablöse für den hiefür benötigten Grund bezahlt werde, kann nicht als eine dem Gesetz entsprechende Einwendung gegen das Straßenvorhaben angesehen werden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1983:1982060199.X01

Im RIS seit

12.08.2004

Dokumentnummer

JWR_1982060199_19830203X01

Rechtssatz für 82/06/0199

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

82/06/0199

Entscheidungsdatum

03.02.1983

Index

L37156 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Steiermark
L82000 Bauordnung
L82006 Bauordnung Steiermark
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §63 Abs1;
AVG §66 Abs4;
BauO Stmk 1968 §3;
BauO Stmk 1968 §62 Abs2;
BauRallg impl;
  1. AVG § 63 heute
  2. AVG § 63 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AVG § 63 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  4. AVG § 63 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  5. AVG § 63 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 686/1994
  6. AVG § 63 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 3112/79 E VS 3. Dezember 1980 VwSlg 10317 A/1980 RS 1

Stammrechtssatz

Die Berufung eines präkludierten Nachbarn ist nicht zurückzuweisen, sondern abzuweisen (Abgehen von E VS 26.9.1961, 33/60 VwSlg 5621 A/1961). Die Berufungsbehörde darf jedoch eine Prüfungsbefugnis nur in jenem Bereiche ausüben, in dem keine Präklusion eintreten konnte, etwa bei der Frage der Zuständigkeit der Unterinstanz (Hinweis E 25.3.1968, 1026/67, VwSlg 7319 A/1968).

Schlagworte

Bauverfahren (siehe auch Behörden Vorstellung Nachbarrecht Diverses) Berufungsverfahren BauRallg11/2 Beschränkungen der Abänderungsbefugnis Beschränkung durch die Sache Besondere Rechtsprobleme Verfahrensrechtliche Entscheidung der Vorinstanz (siehe auch Inhalt der Berufungsentscheidung Anspruch auf meritorische Erledigung) Inhalt der Berufungsentscheidung Voraussetzungen der meritorischen Erledigung Zurückweisung (siehe auch §63 Abs1, 3 und 5 AVG) Voraussetzungen des Berufungsrechtes Berufungsrecht und Präklusion (AVG §42 Abs1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1983:1982060199.X02

Im RIS seit

12.08.2004

Dokumentnummer

JWR_1982060199_19830203X02