Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 1687/77

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

1687/77

Entscheidungsdatum

25.01.1979

Index

L40010 Anstandsverletzung Lärmerregung
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

EGVG Art8 Abs1 lita Fall1 Ordnungsstörung;
  1. EGVG Art. 8 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.2008 wiederverlautbart durch BGBl. I Nr. 87/2008

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1996/63 E 18. November 1964 RS 2

Stammrechtssatz

Auch sachliche, aber heftig vorgebrachte wörtliche Auseinandersetzungen können, im Falle ihrer Eignung Ärgernis zu erregen die Ordnung an öffentlichen Orten stören (Hinweis E 8.10.1951, 2962/50 VwSlg 2263 A/1951).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1979:1977001687.X01

Im RIS seit

25.01.1979

Dokumentnummer

JWR_1977001687_19790125X01

Rechtssatz für 1687/77

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

1687/77

Entscheidungsdatum

25.01.1979

Index

L40010 Anstandsverletzung Lärmerregung
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

EGVG Art8 Abs1 lita Fall1 Ordnungsstörung;
  1. EGVG Art. 8 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.2008 wiederverlautbart durch BGBl. I Nr. 87/2008

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2962/50 E 8. Oktober 1951 VwSlg 2263 A/1951 RS 1

Stammrechtssatz

Eine Übertretung nach Artikel römisch acht, Absatz eins, Litera a, EGVG ist ein Erfolgsdelikt; die Eignung des Verhaltens, Ärgernis zu erregen, ist vom Willen des Täters unabhängig.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1979:1977001687.X02

Im RIS seit

25.01.1979

Dokumentnummer

JWR_1977001687_19790125X02

Rechtssatz für 1687/77

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

1687/77

Entscheidungsdatum

25.01.1979

Index

L40010 Anstandsverletzung Lärmerregung
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

EGVG Art8 Abs1 lita Fall1 Ordnungsstörung;
  1. EGVG Art. 8 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.2008 wiederverlautbart durch BGBl. I Nr. 87/2008

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1759/67 E 14. Mai 1968 RS 4

Stammrechtssatz

Die Meinung, gegen Personen Beschwerden vorbringen zu müssen, rechtfertigt nicht deren Beschimpfung (Hinweis E 31.10.1929, VwSlg 15844 A/1929).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1979:1977001687.X03

Im RIS seit

25.01.1979

Dokumentnummer

JWR_1977001687_19790125X03

Rechtssatz für 1687/77

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

1687/77

Entscheidungsdatum

25.01.1979

Index

L40010 Anstandsverletzung Lärmerregung
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

EGVG Art8 Abs1 lita Fall1 Ordnungsstörung;
  1. EGVG Art. 8 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.2008 wiederverlautbart durch BGBl. I Nr. 87/2008

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1759/67 E 14. Mai 1968 RS 3

Stammrechtssatz

Durch die Beschimpfung einer Person kann der erste Tatbestand des Artikel römisch acht, Absatz eins, Litera a, EGVG verwirklicht werden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1979:1977001687.X04

Im RIS seit

25.01.1979

Dokumentnummer

JWR_1977001687_19790125X04

Rechtssatz für 1687/77

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

1687/77

Entscheidungsdatum

25.01.1979

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VStG §1 Abs2;
VwRallg;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2142/37 E 10. Jänner 1938 VwSlg 1742 A/1938; RS 1

Stammrechtssatz

Gemäß Paragraph 66, Absatz 4, AVG hat die Berufungsbehörde eingetretene Änderungen in den Rechtsvorschriften zu berücksichtigen. Dies kann sie aber nur dann tun, wenn es sich im betreffenden Falle nicht um die Beurteilung der Sachlage und Rechtslage im Zeitpunkt des erstinstanzlichen Bescheides handelt, sondern um die im Zeitpunkt der eigenen Entscheidung. Gerade dies kann aber auf Straferkentnisse nie zutreffen, die darüber absprechen, ob der Beschuldigte einer zur Zeit der Begehung geltenden Norm, an deren Stelle nicht etwa bis zur Fällung des Bescheides erster Instanz eine dem Beschuldigten günstigere Bestimmung getreten ist (Paragraph eins, Absatz 2, VStG), zuwidergehandelt hat und welche Strafe hiefür nach dieser Norm angemessen ist. Ein Straferkenntnis schafft nicht Recht, sondern stellt fest, ob geltendes Recht verletzt wurde. Dies kann aber nur nach dem zur Zeit der Tat geltenden Recht entschieden werden.

*

E 10.1.1938, 2142/37 #1 VwSlg 1742 A/1938

*

BEA: Besprechung Mannlicher, 07te Auflage, S 1026

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1979:1977001687.X05

Im RIS seit

25.01.1979

Dokumentnummer

JWR_1977001687_19790125X05

Rechtssatz für 1687/77

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

1687/77

Entscheidungsdatum

25.01.1979

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

EGVG Art8 Abs1 litb;
EGVG Art8 Abs1;
VStG §19;
  1. EGVG Art. 8 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.2008 wiederverlautbart durch BGBl. I Nr. 87/2008
  1. EGVG Art. 8 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.2008 wiederverlautbart durch BGBl. I Nr. 87/2008

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0593/72 E 24. Oktober 1972 RS 1

Stammrechtssatz

Steht der Behörde die Wahl zu, eine Geldstrafe oder eine Arreststrafe zu verhängen (hier nach Artikel römisch acht, Absatz eins, EGVG), dann bedarf es zur Verhängung einer primären Arreststrafe nicht der Heranziehung erschwerender Umstände; auch der nicht nachteilige Leumund verpflichtet die Behörde nicht, von der Verhängung einer Arreststrafe Abstand zu nehmen, da die angenommenen Milderungsumstände auch bei der Festsetzung des Ausmasses der Arreststrafe Berücksichtigung finden können (Hinweis E 10.1.1962, 846/61).

Schlagworte

Erschwerende und mildernde Umstände Allgemein Geldstrafe und Arreststrafe

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1979:1977001687.X06

Im RIS seit

25.01.1979

Dokumentnummer

JWR_1977001687_19790125X06