Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2024/01/0364

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2024/01/0364

Entscheidungsdatum

01.04.2026

Index

E1E
E1M
E6J
10/16 Sonstiges Verfassungsrecht
59/04 EU - EWR

Norm

AdelsaufhG 1919 §1
AdelsaufhG 1919 §2
12010E021 AEUV Art21
12010M004 EUV Art4 Abs2
62009CJ0208 Ilonka Sayn-Wittgenstein VORAB
62014CJ0438 Nabiel Peter Bogendorff von Wolffersdorff VORAB
62024CJ0043 K. M. H. VORAB

Rechtssatz

Der EuGH hat sich bereits mit der österreichischen Verfassungsrechtslage des Adelsaufhebungsgesetzes unter dem Blickwinkel des Artikel 21, AEUV auseinandergesetzt und das Verbot des Erwerbs, des Besitzes oder des Gebrauchs von Adelstiteln oder von Bezeichnungen, die glauben machen könnten, dass derjenige, der den Namen führt, einen solchen innehat, nicht als unverhältnismäßig erachtet vergleiche EuGH 22.12.2010, Sayn-Wittgenstein, C-208/09, Rn. 83 und 93 unter Hinweis in Rn. 92 des Weiteren darauf, "dass die Union nach Artikel 4, Absatz 2, EUV die nationale Identität ihrer Mitgliedstaaten achtet, zu der auch die republikanische Staatsform gehört"; vergleiche zu dieser Rechtsprechung bzw. diese bestätigend auch EuGH 2.6.2016, Bogendorff von Wolffersdorff, C-438/14, Rn. 74, sowie EuGH 12.3.2026, C-43/24, Shipova, Rn. 45). Ausgehend von dieser Rechtsprechung des EuGH ist klargestellt, dass keine Bedenken bzw. Unvereinbarkeiten in Bezug auf das Unionsrecht bestehen vergleiche etwa VwGH 30.3.2022, Ra 2022/01/0007, Rn. 14, mwN bzw. Hinweis auf EuGH 22.12.2010, Sayn-Wittgenstein, C-208/09).

Gerichtsentscheidung

EuGH 62009CJ0208 Ilonka Sayn-Wittgenstein VORAB
EuGH 62014CJ0438 Nabiel Peter Bogendorff von Wolffersdorff VORAB
EuGH 62024CJ0043 K. M. H. VORAB

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2026:RA2024010364.L02

Im RIS seit

28.04.2026

Zuletzt aktualisiert am

11.05.2026

Dokumentnummer

JWR_2024010364_20260401L02

Rechtssatz für Ra 2026/01/0035

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

Ra 2026/01/0035

Entscheidungsdatum

13.05.2026

Index

E1E
E1M
E6J
10/16 Sonstiges Verfassungsrecht
59/04 EU - EWR

Norm

AdelsaufhG 1919 §1
AdelsaufhG 1919 §2
12010E021 AEUV Art21
12010M004 EUV Art4 Abs2
62009CJ0208 Ilonka Sayn-Wittgenstein VORAB
62014CJ0438 Nabiel Peter Bogendorff von Wolffersdorff VORAB
62024CJ0043 K. M. H. VORAB

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2024/01/0364 B 1. April 2026 RS 2

Stammrechtssatz

Der EuGH hat sich bereits mit der österreichischen Verfassungsrechtslage des Adelsaufhebungsgesetzes unter dem Blickwinkel des Artikel 21, AEUV auseinandergesetzt und das Verbot des Erwerbs, des Besitzes oder des Gebrauchs von Adelstiteln oder von Bezeichnungen, die glauben machen könnten, dass derjenige, der den Namen führt, einen solchen innehat, nicht als unverhältnismäßig erachtet vergleiche EuGH 22.12.2010, Sayn-Wittgenstein, C-208/09, Rn. 83 und 93 unter Hinweis in Rn. 92 des Weiteren darauf, "dass die Union nach Artikel 4, Absatz 2, EUV die nationale Identität ihrer Mitgliedstaaten achtet, zu der auch die republikanische Staatsform gehört"; vergleiche zu dieser Rechtsprechung bzw. diese bestätigend auch EuGH 2.6.2016, Bogendorff von Wolffersdorff, C-438/14, Rn. 74, sowie EuGH 12.3.2026, C-43/24, Shipova, Rn. 45). Ausgehend von dieser Rechtsprechung des EuGH ist klargestellt, dass keine Bedenken bzw. Unvereinbarkeiten in Bezug auf das Unionsrecht bestehen vergleiche etwa VwGH 30.3.2022, Ra 2022/01/0007, Rn. 14, mwN bzw. Hinweis auf EuGH 22.12.2010, Sayn-Wittgenstein, C-208/09).

Gerichtsentscheidung

EuGH 62009CJ0208 Ilonka Sayn-Wittgenstein VORAB
EuGH 62014CJ0438 Nabiel Peter Bogendorff von Wolffersdorff VORAB
EuGH 62024CJ0043 K. M. H. VORAB

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2026:RA2026010035.L04

Im RIS seit

09.06.2026

Zuletzt aktualisiert am

25.06.2026

Dokumentnummer

JWR_2026010035_20260513L04