Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2020/21/0492

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

Ra 2020/21/0492

Entscheidungsdatum

24.02.2022

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

BFA-VG 2014 §22a Abs4
BFA-VG 2014 §52
BFA-VG 2014 §52 idF 2019/I/053
VwGVG 2014 §8a idF 2017/I/024
VwRallg

Beachte


Serie (erledigt im gleichen Sinn):
Ra 2021/21/0137 E 02.03.2023
Ra 2021/21/0204 E 02.03.2023

Rechtssatz

In jenen Ausnahmefällen, in denen nach Paragraph 52, BFA-VG 2014 kein Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung besteht, kann unter den Voraussetzungen des Paragraph 8 a, VwGVG 2014 Verfahrenshilfe beantragt werden. In diesem Sinn sind auch die Erläuterungen (ErläutRV 594 BlgNR 26. Gesetzgebungsperiode 24 f) zu verstehen. Wäre Paragraph 52, BFA-VG 2014 dahin auszulegen, dass die Beigebung des Rechtsberaters nur für ein Schubhaftbeschwerdeverfahren, nicht jedoch auch für das Verfahren zur periodischen Überprüfung der Zulässigkeit der weiteren Anhaltung in Schubhaft nach Paragraph 22 a, Absatz 4, BFA-VG 2014 erfolgt, bestünde für den Schubhäftling jedenfalls die Möglichkeit, für dieses Verfahren einen Antrag nach Paragraph 8 a, VwGVG 2014 auf Beigebung eines Rechtsanwaltes im Rahmen der Verfahrenshilfe zu stellen.

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2022:RA2020210492.L04

Im RIS seit

12.04.2022

Zuletzt aktualisiert am

03.06.2026

Dokumentnummer

JWR_2020210492_20220224L04