Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2015/04/0004

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 19330 A/2016

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2015/04/0004

Entscheidungsdatum

16.03.2016

Index

E000 EU- Recht allgemein
E1M
59/04 EU - EWR

Norm

12010M004 EUV Art4 Abs3;
EURallg;

Beachte

Vorabentscheidungsverfahren: * Vorabentscheidungsantrag: 2011/04/0121 B 25. März 2014 * EuGH-Entscheidung: EuGH 62014CJ0166 B 26. November 2015

Rechtssatz

Nationales Recht, das im Widerspruch zu unmittelbar anwendbarem Unionsrecht steht, ist verdrängt. Die Verdrängungswirkung des Unionsrechts hat zur Folge, dass die nationale Regelung in jener Gestalt anwendbar bleibt, in der sie nicht mehr im Widerspruch zum Unionsrecht steht. Nationales Recht bleibt insoweit unangewendet, als ein Verstoß gegen unmittelbar anwendbares Unionsrecht gegeben ist. Die Verdrängung darf also bloß jenes Ausmaß umfassen, das gerade noch hinreicht, um einen unionsrechtskonformen Zustand herbeizuführen. Dabei sind die unionsrechtlichen Erfordernisse in das nationale Gesetz "hineinzulesen" (siehe das hg. Erkenntnis vom 17. April 2008, 2008/15/0064, mwH).

Schlagworte

Gemeinschaftsrecht Anwendungsvorrang, partielle Nichtanwendung von innerstaatlichem Recht EURallg1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:2015040004.X02

Im RIS seit

05.05.2016

Zuletzt aktualisiert am

23.03.2018

Dokumentnummer

JWR_2015040004_20160316X02

Rechtssatz für Ra 2019/11/0033

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2019/11/0033

Entscheidungsdatum

15.10.2019

Index

E000 EU- Recht allgemein
E1M
59/04 EU - EWR

Norm

EURallg
12010M004 EUV Art4 Abs3

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2019/11/0034
Besprechung in:
DRdA 3/2020, 195-204;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2015/04/0004 E 16. März 2016 VwSlg 19330 A/2016 RS 2

Stammrechtssatz

Nationales Recht, das im Widerspruch zu unmittelbar anwendbarem Unionsrecht steht, ist verdrängt. Die Verdrängungswirkung des Unionsrechts hat zur Folge, dass die nationale Regelung in jener Gestalt anwendbar bleibt, in der sie nicht mehr im Widerspruch zum Unionsrecht steht. Nationales Recht bleibt insoweit unangewendet, als ein Verstoß gegen unmittelbar anwendbares Unionsrecht gegeben ist. Die Verdrängung darf also bloß jenes Ausmaß umfassen, das gerade noch hinreicht, um einen unionsrechtskonformen Zustand herbeizuführen. Dabei sind die unionsrechtlichen Erfordernisse in das nationale Gesetz "hineinzulesen" (siehe das hg. Erkenntnis vom 17. April 2008, 2008/15/0064, mwH).

Schlagworte

Gemeinschaftsrecht Anwendungsvorrang, partielle Nichtanwendung von innerstaatlichem Recht EURallg1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2019:RA2019110033.L03

Im RIS seit

21.07.2020

Zuletzt aktualisiert am

04.08.2020

Dokumentnummer

JWR_2019110033_20191015L02