Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2018/21/0152

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2018/21/0152

Entscheidungsdatum

25.09.2018

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
41/01 Sicherheitsrecht
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht
41/02 Staatsbürgerschaft
41/03 Personenstandsrecht
44 Zivildienst
62 Arbeitsmarktverwaltung
72/01 Hochschulorganisation
72/02 Studienrecht allgemein

Norm

BFA-VG 2014 §9 Abs4 Z1 idF 2015/I/070;
BFA-VG 2014 §9;
FrÄG 2018;
StbG 1985 §10 Abs1 idF 1998/I/124;
VwRallg;

Rechtssatz

Das absolut wirkende Rückkehrentscheidungsverbot nach Paragraph 9, Absatz 4, Ziffer eins, BFA-VG 2014 wurde mit Ablauf des 31. August 2018 durch das FrÄG 2018 aufgehoben. Gleichwohl ist eine eingehendere Beurteilung auch in der Vergangenheit liegender Zeiträume schon deshalb erforderlich, weil den seinerzeitigen Verhältnissen im Rahmen der gebotenen Interessenabwägung nach Paragraph 9, BFA-VG 2014 weiterhin Bedeutung zukommt. In diesem Sinn halten auch die ErläutRV zur Beseitigung des Paragraph 9, Absatz 4, BFA-VG 2014 fest, dass der Entfall eines vom Einzelfall losgelösten, absolut wirkenden Rückkehrentscheidungsverbots dazu führt, dass den tatsächlichen Umständen des Einzelfalles in gebührender Weise Rechnung getragen werden kann (189 BlgNR 26.Gesetzgebungsperiode 28).

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2 Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2018:RA2018210152.L02

Im RIS seit

06.11.2018

Zuletzt aktualisiert am

16.11.2018

Dokumentnummer

JWR_2018210152_20180925L02