Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2017/18/0070

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

Ra 2017/18/0070

Entscheidungsdatum

30.08.2017

Index

19/05 Menschenrechte
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

BFA-VG 2014 §9 Abs2 Z1;
BFA-VG 2014 §9 Abs2 Z4;
BFA-VG 2014 §9 Abs2 Z5;
BFA-VG 2014 §9 Abs2;
MRK Art8 Abs2;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): Ra 2017/18/0072 Ra 2017/18/0071

Rechtssatz

Die Tatsache, dass sich Minderjährige nach dem Verlassen ihres Heimatlandes längere Zeit in einem Drittstaat aufgehalten haben, ehe sie in das Bundesgebiet gelangt sind, spielt bei der Interessenabwägung nach Artikel 8, Absatz 2, MRK nur insoweit eine Rolle, als durch diesen Zwischenaufenthalt in einem Drittstaat die Bindungen zum Heimatland abgebrochen sein können. Es ändert aber nichts daran, dass es - neben den weiteren Kriterien des Paragraph 9, Absatz 2, BFA-VG 2014 - maßgeblich auf die Bindungen zum Heimatland ankommt (Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 5, BFA-VG 2014), die Art und Dauer des Aufenthaltes in Österreich (Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer eins, BFA-VG 2014) und den Grad der Integration in Österreich (Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 4, BFA-VG 2014).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2017:RA2017180070.L05

Im RIS seit

25.09.2017

Zuletzt aktualisiert am

10.12.2018

Dokumentnummer

JWR_2017180070_20170830L05