Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2013/05/0022

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18971 A/2014

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2013/05/0022

Entscheidungsdatum

18.11.2014

Index

E6J
001 Verwaltungsrecht allgemein
14/01 Verwaltungsorganisation
40/01 Verwaltungsverfahren
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

62008CJ0075 Mellor VORAB;
UVPG 2000 §19 Abs7;
UVPG 2000 §3 Abs7a idF 2012/I/077;
VwRallg;

Rechtssatz

Mit der durch die Novelle Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 77 aus 2012, in Paragraph 3, UVPG 2000 eingefügten Bestimmung des Absatz 7 a, hat der Gesetzgeber gemäß Paragraph 19, Absatz 7, leg. cit. anerkannten Umweltorganisationen die Möglichkeit eingeräumt, negative Feststellungsentscheidungen im Sinn des zweiten Abschnittes des UVPG 2000 einer Überprüfung durch den Umweltsenat zuzuführen. Dieser Schritt diente den Gesetzesmaterialien Regierungsvorlage 1809 BlgNR 24. Gesetzgebungsperiode 5) zufolge u.a. der Abwendung einer Klage der Europäischen Kommission an den EuGH, welche unter Bezugnahme auf das Urteil des EuGH, C-75/08 (Mellor), die Rechtsauffassung vertrat, dass es eine Überprüfbarkeit von negativen Feststellungsentscheidungen für Umweltorganisationen gegeben müsse. Mit dem nunmehr (in Paragraph 3, Absatz 7 a, UVPG 2000) vorgesehenen Antragsrecht auf Überprüfung bei negativen Feststellungsbescheiden - so die Gesetzesmaterialien - wird dem (der Auffassung der Europäischen Kommission) Rechnung getragen, weil Umweltorganisationen durch eine negative Feststellungsentscheidung in ihren Rechten verletzt sein können.

Gerichtsentscheidung

EuGH 62008CJ0075 Mellor VORAB

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2013050022.X03

Im RIS seit

02.10.2017

Zuletzt aktualisiert am

02.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2013050022_20141118X03