Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2012/03/0165

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2012/03/0165

Entscheidungsdatum

24.09.2014

Index

E3L E15101000
E6J

Norm

31985L0337 UVP-RL AnhII Z13;
31985L0337 UVP-RL Art1 Abs2;
31985L0337 UVP-RL Art4 Abs2;
62011CJ0121 Pro-Braine VORAB;

Rechtssatz

Der Begriff der "Genehmigung" im Sinne der RL 85/337/EWG (UVP-RL) ist - wie aus Artikel eins, Absatz 2, dieser Richtlinie ersichtlich - als "Entscheidung der zuständigen Behörde oder der zuständigen Behörden, aufgrund deren der Projektträger das Recht zur Durchführung des Projekts erhält", definiert vergleiche auch EuGH vom 19. April 2012, Pro-Braine ASBL u.a.; Rs C-121/11, Rz 27). Zu dem im vorliegenden Fall maßgeblichen Zeitpunkt der Erlassung des angefochtenen Bescheides war dem Projektwerber jedoch noch keine Bewilligung zur Errichtung des Vorhabens erteilt worden, weshalb gegenständlich - mangels eines dem Projektwerber verliehenen Rechts zur Durchführung des Vorhabens - schon aus diesem Grund eine etwaige UVP-Pflicht infolge einer unmittelbaren Anwendbarkeit der Artikel 4, Absatz 2, in Verbindung mit Ziffer 13, des Anhangs römisch zwei der UVP-RL nicht in Betracht kommen kann.

Gerichtsentscheidung

EuGH 62011CJ0121 Pro-Braine VORAB

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2012030165.X04

Im RIS seit

13.11.2014

Zuletzt aktualisiert am

05.11.2015

Dokumentnummer

JWR_2012030165_20140924X04