Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2000/01/0443

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 15659 A/2001

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2000/01/0443

Entscheidungsdatum

21.08.2001

Index

19/05 Menschenrechte
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AsylG 1997 §8;
FrG 1997 §57 Abs1;
FrG 1997 §57 Abs2;
FrG 1997 §57;
FrG 1997 §75;
MRK Art13;
MRK Art3;

Beachte

Serie (erledigt im gleichen Sinn): 2000/01/0444 E 21. August 2001 2000/01/0505 E 9. Juli 2002

Rechtssatz

Bei Beantwortung der Frage, welche Umstände eine "unmenschliche Behandlung" iS des Paragraph 57, Absatz eins, FrG 1997 - im konkreten Fall im Zusammenhang mit Paragraph 8, AsylG 1997 - bewirken können, ist davon auszugehen, dass die genannte Bestimmung - soweit darin nicht von der Todesstrafe die Rede ist - der Konkretisierung des durch Artikel 3, MRK ("Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.") verfassungsgesetzlich gewährleisteten Rechtes dient (Hinweis E 26.6.1997, 95/21/0294, zur gleich lautenden Bestimmung des Paragraph 37, Absatz eins, FrG 1993). In diesem Sinn sprechen die Erläuterungen zur Regierungsvorlage zu Paragraph 75, FrG 1997 (685 BlgNR 20. Gesetzgebungsperiode 82) davon, dass mit dieser Bestimmung - der zufolge auf Antrag eines Fremden mit Bescheid festzustellen ist, ob stichhaltige Gründe für die Annahme bestehen, dass dieser Fremde in einem von ihm bezeichneten Staat gemäß Paragraph 57, Absatz eins, oder 2 leg. cit. bedroht ist - einem von der Abschiebung bedrohten Fremden eine "wirksame Beschwerde" iS des Artikel 13, MRK eingeräumt werden soll, sich gegen eine vermeintliche unmenschliche Behandlung iS des Artikel 3, MRK zur Wehr zu setzen. Auch die Erläuterungen zu Paragraph 57, FrG 1997 nehmen ausdrücklich auf Artikel 3, MRK Bezug (aaO., 79).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2001:2000010443.X02

Im RIS seit

05.11.2001

Dokumentnummer

JWR_2000010443_20010821X02

Rechtssatz für 2000/20/0208

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2000/20/0208

Entscheidungsdatum

17.12.2003

Index

19/05 Menschenrechte
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AsylG 1997 §8;
FrG 1997 §57 Abs1;
FrG 1997 §57 Abs2;
FrG 1997 §57;
FrG 1997 §75;
MRK Art13;
MRK Art3;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2000/01/0443 E 21. August 2001 RS 2 (hier: nur erster Satz.)

Stammrechtssatz

Bei Beantwortung der Frage, welche Umstände eine "unmenschliche Behandlung" iS des Paragraph 57, Absatz eins, FrG 1997 - im konkreten Fall im Zusammenhang mit Paragraph 8, AsylG 1997 - bewirken können, ist davon auszugehen, dass die genannte Bestimmung - soweit darin nicht von der Todesstrafe die Rede ist - der Konkretisierung des durch Artikel 3, MRK ("Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.") verfassungsgesetzlich gewährleisteten Rechtes dient (Hinweis E 26.6.1997, 95/21/0294, zur gleich lautenden Bestimmung des Paragraph 37, Absatz eins, FrG 1993). In diesem Sinn sprechen die Erläuterungen zur Regierungsvorlage zu Paragraph 75, FrG 1997 (685 BlgNR 20. Gesetzgebungsperiode 82) davon, dass mit dieser Bestimmung - der zufolge auf Antrag eines Fremden mit Bescheid festzustellen ist, ob stichhaltige Gründe für die Annahme bestehen, dass dieser Fremde in einem von ihm bezeichneten Staat gemäß Paragraph 57, Absatz eins, oder 2 leg. cit. bedroht ist - einem von der Abschiebung bedrohten Fremden eine "wirksame Beschwerde" iS des Artikel 13, MRK eingeräumt werden soll, sich gegen eine vermeintliche unmenschliche Behandlung iS des Artikel 3, MRK zur Wehr zu setzen. Auch die Erläuterungen zu Paragraph 57, FrG 1997 nehmen ausdrücklich auf Artikel 3, MRK Bezug (aaO., 79).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2003:2000200208.X01

Im RIS seit

03.02.2004

Dokumentnummer

JWR_2000200208_20031217X01

Rechtssatz für 2001/21/0137

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2001/21/0137

Entscheidungsdatum

23.09.2004

Index

19/05 Menschenrechte
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AsylG 1997 §8;
FrG 1997 §57 Abs1;
FrG 1997 §57 Abs2;
FrG 1997 §57;
FrG 1997 §75;
MRK Art13;
MRK Art3;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2000/01/0443 E 21. August 2001 RS 2 (hier nur erster Satz)

Stammrechtssatz

Bei Beantwortung der Frage, welche Umstände eine "unmenschliche Behandlung" iS des Paragraph 57, Absatz eins, FrG 1997 - im konkreten Fall im Zusammenhang mit Paragraph 8, AsylG 1997 - bewirken können, ist davon auszugehen, dass die genannte Bestimmung - soweit darin nicht von der Todesstrafe die Rede ist - der Konkretisierung des durch Artikel 3, MRK ("Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.") verfassungsgesetzlich gewährleisteten Rechtes dient (Hinweis E 26.6.1997, 95/21/0294, zur gleich lautenden Bestimmung des Paragraph 37, Absatz eins, FrG 1993). In diesem Sinn sprechen die Erläuterungen zur Regierungsvorlage zu Paragraph 75, FrG 1997 (685 BlgNR 20. Gesetzgebungsperiode 82) davon, dass mit dieser Bestimmung - der zufolge auf Antrag eines Fremden mit Bescheid festzustellen ist, ob stichhaltige Gründe für die Annahme bestehen, dass dieser Fremde in einem von ihm bezeichneten Staat gemäß Paragraph 57, Absatz eins, oder 2 leg. cit. bedroht ist - einem von der Abschiebung bedrohten Fremden eine "wirksame Beschwerde" iS des Artikel 13, MRK eingeräumt werden soll, sich gegen eine vermeintliche unmenschliche Behandlung iS des Artikel 3, MRK zur Wehr zu setzen. Auch die Erläuterungen zu Paragraph 57, FrG 1997 nehmen ausdrücklich auf Artikel 3, MRK Bezug (aaO., 79).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2004:2001210137.X01

Im RIS seit

12.11.2004

Dokumentnummer

JWR_2001210137_20040923X01