Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 97/19/0421

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

97/19/0421

Entscheidungsdatum

15.10.1999

Index

19/05 Menschenrechte
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AufG 1992 §2 Abs3 Z4 idF 1995/351;
AufG 1992 §6 Abs2 idF 1995/351;
AufG Anzahl der Bewilligungen 1997 §4 Z4;
FrG 1993 §14 Abs3;
MRK Art8 Abs1;

Rechtssatz

Der Gesetzgeber der Novelle zum Aufenthaltsgesetz, BGBl Nr 1995/351, hat mit den Bestimmungen des Paragraph 2, Absatz 3, Ziffer 4, AufenthaltsG 1992 und des Paragraph 6, Absatz 2, dritter Satz AufenthaltsG 1992 in Ansehung von Angehörigen österreichischer Staatsbürger auf die durch Artikel 8, MRK geschützten Rechtsgüter Bedacht genommen. Dagegen, dass die Bundesregierung diese Verordnungsermächtigung lediglich in Ansehung von Angehörigen österreichischer Staatsbürger, die gemäß Paragraph 14, Absatz 3, FrG 1993 einreisen oder denen vor der Einreise ein gewöhnlicher Sichtvermerk erteilt wurde, genutzt hat, bestehen beim Verwaltungsgerichtshof im Hinblick darauf, dass Paragraph 4, Ziffer 4, der Verordnung BGBl Nr 1996/707 sinngemäß auch auf Angehörige österreichischer Staatsbürger, die eine Aufenthaltsbewilligung hatten, anzuwenden ist, keine Bedenken aus dem Grunde des Artikel 8, Absatz eins, MRK (Hinweis E 30.5.1997, 96/19/0785).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1999:1997190421.X02

Im RIS seit

02.05.2001

Dokumentnummer

JWR_1997190421_19991015X02