Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 93/10/0120

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14147 A/1994

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

93/10/0120

Entscheidungsdatum

24.10.1994

Index

80/02 Forstrecht

Norm

ForstG 1975 §13 Abs1;
ForstG 1975 §172 Abs6 lita;
ForstG 1975 §19 Abs2 lita;
ForstG 1975 §3 Abs4;
ForstG 1975 §31 Abs5;
ForstG 1975 §5 Abs3;
ForstG 1975 §58 Abs5;
ForstG 1975 §87 Abs2;

Rechtssatz

Zahlreiche Vorschriften des ForstG 1975 normieren Rechte und Pflichten des "Waldeigentümers" bzw "Eigentümers des Waldes". Mehrfach finden sich Regelungen, die zwischen dem "Waldeigentümer" bzw "Eigentümer des Waldes" einerseits und den an der Waldfläche (anderweitig) "dinglich Berechtigten" vergleiche Paragraph 19, Absatz 2, Litera a,, Paragraph 19, Absatz 5, Litera a und Paragraph 19, Absatz 5, Litera b, ForstG 1975), dem "Nutzungsberechtigten" vergleiche Paragraph 13, Absatz 9,, Paragraph 31, Absatz 5,, Paragraph 58, Absatz 5, ForstG 1975), dem "auf Grund einer Fruchtnießung

Verfügungsberechtigten" (Paragraph 87, Absatz eins, ForstG 1975) und "sonstigen

Verfügungsberechtigten" (Paragraph 87, Absatz 2, ForstG 1975) unterscheiden oder bestimmte Nutzungsberechtigte dem Waldeigentümer in ihren Rechten und Pflichten ausdrücklich gleichsetzen vergleiche zB Paragraph 66, Absatz eins, erster Satz, Paragraph 67, Absatz 3,, Paragraph 68, Absatz eins,, Paragraph 172, Absatz 6, erster Halbsatz ForstG 1975). Schließlich finden sich auch mehrfach Regelungen, die agrargemeinschaftliche Grundstücke bzw das Bestehen von Einforstungsnutzungsrechten oder Gemeindegutsnutzungsrechten betreffen vergleiche Paragraph 3, Absatz 4,, Paragraph 5, Absatz 3,, Paragraph 13, Absatz 9,, Paragraph 20, Absatz eins,, Paragraph 32, Absatz eins, ForstG 1975). Daraus folgt, daß dem Gesetzgeber des ForstG 1975 eine Konstellation wie die Beschränkung des Eigentums durch (gegebenenfalls ausschließliche) Nutzungsrechte, durchaus vor Augen stand; wenn er in Paragraph 13, Absatz eins, ForstG 1975 die Pflicht zur Wiederbewaldung dem Waldeigentümer auferlegt, ohne allfällige Nutzungsberechtigte oder anderweitig Berechtigte zu erwähnen, ist daraus zu folgern, daß die dem "Waldeigentümer" auferlegte Wiederbewaldungspflicht - ungeachtet des allfälligen Bestehens von Nutzungsrechten am Wald - den (zivilrechtlichen) Eigentümer von Grund und Boden trifft.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1994:1993100120.X02

Im RIS seit

20.11.2000

Dokumentnummer

JWR_1993100120_19941024X02

Rechtssatz für 96/10/0079

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14635 A/1997

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

96/10/0079

Entscheidungsdatum

17.03.1997

Index

80/02 Forstrecht

Norm

ForstG 1975 §19 Abs2 lita;
ForstG 1975 §5 Abs1;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie VwGH E 1994/10/24 93/10/0120 2

Stammrechtssatz

Zahlreiche Vorschriften des ForstG 1975 normieren Rechte und Pflichten des "Waldeigentümers" bzw "Eigentümers des Waldes". Mehrfach finden sich Regelungen, die zwischen dem "Waldeigentümer" bzw "Eigentümer des Waldes" einerseits und den an der Waldfläche (anderweitig) "dinglich Berechtigten" vergleiche Paragraph 19, Absatz 2, Litera a,, Paragraph 19, Absatz 5, Litera a und Paragraph 19, Absatz 5, Litera b, ForstG 1975), dem "Nutzungsberechtigten" vergleiche Paragraph 13, Absatz 9,, Paragraph 31, Absatz 5,, Paragraph 58, Absatz 5, ForstG 1975), dem "auf Grund einer Fruchtnießung

Verfügungsberechtigten" (Paragraph 87, Absatz eins, ForstG 1975) und "sonstigen

Verfügungsberechtigten" (Paragraph 87, Absatz 2, ForstG 1975) unterscheiden oder bestimmte Nutzungsberechtigte dem Waldeigentümer in ihren Rechten und Pflichten ausdrücklich gleichsetzen vergleiche zB Paragraph 66, Absatz eins, erster Satz, Paragraph 67, Absatz 3,, Paragraph 68, Absatz eins,, Paragraph 172, Absatz 6, erster Halbsatz ForstG 1975). Schließlich finden sich auch mehrfach Regelungen, die agrargemeinschaftliche Grundstücke bzw das Bestehen von Einforstungsnutzungsrechten oder Gemeindegutsnutzungsrechten betreffen vergleiche Paragraph 3, Absatz 4,, Paragraph 5, Absatz 3,, Paragraph 13, Absatz 9,, Paragraph 20, Absatz eins,, Paragraph 32, Absatz eins, ForstG 1975). Daraus folgt, daß dem Gesetzgeber des ForstG 1975 eine Konstellation wie die Beschränkung des Eigentums durch (gegebenenfalls ausschließliche) Nutzungsrechte, durchaus vor Augen stand; wenn er in Paragraph 13, Absatz eins, ForstG 1975 die Pflicht zur Wiederbewaldung dem Waldeigentümer auferlegt, ohne allfällige Nutzungsberechtigte oder anderweitig Berechtigte zu erwähnen, ist daraus zu folgern, daß die dem "Waldeigentümer" auferlegte Wiederbewaldungspflicht - ungeachtet des allfälligen Bestehens von Nutzungsrechten am Wald - den (zivilrechtlichen) Eigentümer von Grund und Boden trifft.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1997:1996100079.X03

Im RIS seit

07.06.2001

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2013

Dokumentnummer

JWR_1996100079_19970317X03