Verwaltungsgerichtshof
06.03.2026
Ra 2025/21/0042
Der Gesinnungswandel eines Straftäters ist grundsätzlich daran zu messen, ob und wie lange er sich - nach dem Vollzug einer Haftstrafe - in Freiheit wohlverhalten hat. Dieser Zeitraum ist umso länger anzusetzen, je nachdrücklicher sich die Gefährlichkeit des Fremden in der Vergangenheit manifestiert hat, wobei dies selbst für den Fall einer erfolgreich absolvierten Therapie gilt (VwGH 10.4.2025, Ra 2025/21/0036).
ECLI:AT:VWGH:2026:RA2025210042.L02