Verwaltungsgerichtshof
29.03.2021
Ro 2020/03/0023
Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ro 2020/03/0024
Ro 2020/03/0025
Ro 2020/03/0026
Ro 2020/03/0027
Ro 2020/03/0028
Ro 2020/03/0029
Ro 2020/03/0030
Ro 2020/03/0031
Ro 2020/03/0032
Ro 2020/03/0033
Ro 2020/03/0034
Ro 2020/03/0035
Ro 2020/03/0036
Ro 2020/03/0037
Ro 2020/03/0038
Ro 2020/03/0039
Ro 2020/03/0040
In Bezug auf den Standort der Projekte stellt die Bedachtnahme auf die Belastbarkeit der Natur, wobei es insoweit u.a. einer besonderen Berücksichtigung der "Gebiete mit hoher Bevölkerungsdichte" (Anhang römisch drei Ziffer 2, Litera c, sublit. vii UVP-RL) bedarf, ein Kriterium dar, das die Mitgliedstaaten bei der Beurteilung, ob ein Projekt einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden muss, zu berücksichtigen haben vergleiche [noch zur RL 85/337/EWG in der Fassung RL 97/11/EG] EuGH 25.7.2008, Rs C-142/07, Ecologistas en Acción-CODA, Rz. 40, zu Vorhaben im Zusammenhang mit einer Ringstraße in Madrid; vergleiche EuGH 21.3.2013, Rs C-244/12, Salzburger Flughafen GmbH, Rz. 32, zur Erweiterung der Infrastruktur des Flughafens Salzburg; vergleiche auch VwGH 9.10.2014, 2013/05/0078). Der EuGH wies in Bezug auf dieses Kriterium darauf hin, dass Städte wegen der Bevölkerungsdichte und bestehender Umweltbelastungen, aber auch hinsichtlich etwaiger Stätten von historischer, kultureller oder archäologischer Bedeutung insoweit besonders sensibel sind vergleiche EuGH 25.7.2008, Rs C-142/07, Ecologistas en Acción-CODA, Rz. 43).
ECLI:AT:VWGH:2021:RO2020030023.J04