Verwaltungsgerichtshof
09.08.2018
Ro 2017/22/0015
Serie (erledigt im gleichen Sinn):
Ra 2017/22/0113 E 06.11.2018
Ra 2017/22/0149 E 15.10.2018
Ra 2017/22/0168 E 13.12.2018
Ra 2017/22/0217 E 07.01.2019
Ra 2018/22/0046 E 15.10.2018
Ra 2018/22/0075 E 13.12.2018
Ra 2018/22/0082 E 04.10.2018
Ro 2017/22/0011 E 15.10.2018
Ro 2017/22/0014 E 04.10.2018
Ro 2018/22/0010 E 05.03.2019
Ro 2018/22/0013 E 13.12.2018
Artikel 6, Absatz 3, ARB 1/80 begründet lediglich ein Recht der zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten zum Erlass der nationalen Vorschriften, die eventuell für die Durchführung der den türkischen Arbeitnehmern durch Artikel 6, Absatz eins und 2 verliehenen Rechte erforderlich sind vergleiche EuGH 30.9.1997, Ertanir, C-98/96). Aus Artikel 6, Absatz 3, ARB 1/80 lässt sich jedoch keine Pflicht des nationalen Gesetzgebers ableiten, die Bestimmungen des ARB 1/80 gleichsam zu inkorporieren. Eine solche Verpflichtung lässt sich auch der Rechtsprechung des EuGH nicht entnehmen. Das NAG 2005 sieht keinen spezifischen Aufenthaltstitel für türkische Staatsangehörige, die Rechte aus Artikel 6, ARB 1/80 ableiten, vor.
ECLI:AT:VWGH:2018:RO2017220015.J06