Verwaltungsgerichtshof
03.07.2007
2005/05/0368
Die Baubewilligung wird für ein durch seine Lage bestimmtes Vorhaben erteilt, sodass für jedes Verrücken des Vorhabens eine neuerliche Bewilligung erwirkt werden muss (siehe beispielsweise die hg. Erkenntnisse vom 15. Juli 2003, 2002/05/0743, vom 3. April 2003, Zl. 2002/05/1438 und vom 3. Juli 2001, Zl. 2001/05/0072). Wohl wurde auch eingeräumt, dass Einzelfälle denkbar sind, in denen durch eine geringfügige Verschiebung eines Bauwerkes nicht vom Vorliegen eines rechtlichen "Aliud" auszugehen sei; bei einer Verschiebung mit einem Drittel der Gebäudelänge kann von einer solchen Geringfügigkeit keine Rede sein, sodass schon deshalb ein Konsens zu verneinen ist und es diesbezüglich nicht darauf ankommt, dass hier mit dieser Verrückung auch eine Norm verletzt wurde, auf die Paragraph 23, Absatz eins, NÖ BauO verweist. Die zuletzt angesprochene Frage spielt allein insofern eine Rolle, als nur bei Unzulässigkeit der Bauauftrag unverzüglich erteilt werden kann, während ansonsten nach dem zweiten Unterfall des Paragraph 35, Absatz 2, Ziffer 3, NÖ BauO die Möglichkeit eines Bauansuchens eingeräumt werden muss. Unzulässig im Sinne des dort genannten Paragraph 23, Absatz eins, NÖ BauO ist ein Bauwerk, wenn ein Widerspruch zu den im Paragraph 20, Absatz eins, Ziffer eins bis 6 NÖ BauO angeführten Bestimmungen besteht. Paragraph 20, Absatz eins, Ziffer 2, NÖ BauO nennt den Bebauungsplan; ein Widerspruch zum Bebauungsplan macht ein Vorhaben wie auch ein schon bestehendes Bauwerk unzulässig. (Hier: Diese Unzulässigkeit liegt dadurch vor, dass durch die Ausführung die Baufluchtlinie um 3,80 m überschritten wurde.)