Verwaltungsgerichtshof
13.12.1994
94/07/0039
Bis zum Inkrafttreten der Artikel 10 bis 15 B-VG am 1.10.1925 galt die bisherige aus der Monarchie stammende Zuständigkeitsverteilung zwischen Staat und Ländern weiter. Es waren dies die Paragraph 11 und Paragraph 12, des Gesetzes vom 21.12.1867, RGBl Nr 141, wodurch das Grundgesetz über die Reichsvertretung vom 26.2.1861 abgeändert wird, sowie die Landesordnungen (Hinweis:
Kelsen-Fröhlich-Merkl, Die Verfassungsgesetze der Republik Österreich, 05te Teil, 320 ff). Nach Paragraph 18, Absatz eins, Ziffer eins, der Landesordnung für Steiermark gehörten zu den in die Gesetzgebung des Landes fallenden Landesangelegenheiten "alle Anordnungen im Betreff der Landeskultur". Zur "Landeskultur" zählten auch die Angelegenheiten der Servitutenregulierung vergleiche Mayrhofer-Pace, Handbuch für den politischen Verwaltungsdienst/5, 1900, Bd römisch sechs, 1 ff).