Verwaltungsgerichtshof
25.01.1996
92/06/0105
Eine Sauna bzw ein Gymnastikraum ist nicht erst dann nach wohnbauförderungsrechtlichen Vorschriften zur Wohnnutzfläche zu zählen, wenn sie "zu einem Wohnraum" würden, somit zu "einem Raum, der nach seiner technischen Ausstattung und Belichtung zu Wohnzwecken benützbar ist". Schon begrifflich kann nämlich eine Sauna bzw ein Gymnastikraum, aber auch ein Hobbyraum bzw Bastelraum nicht ein Wohnraum im üblichen Sinn sein. Die Abgrenzung nach Paragraph 2, Ziffer 7, WFG 1984 stellt vielmehr darauf ab, daß Kellerräume und Dachbodenräume dann bei der Berechnung der Nutzfläche zu berücksichtigen sind, wenn sie zwar nicht selbst Wohnraum sind, wohl aber für "WohnZWECKE" oder GeschäftsZWECKE (und zwar offensichtlich gemeint im weiteren Sinn) geeignet sind.