Verwaltungsgerichtshof
06.12.1983
2999/80
GRS wie 82/11/0142 E 12. April 1983 RS 1
Bei so genannten Ungehorsamsdelikten ist es Sache des Beschuldigten, initiativ alles darzulegen, was für seine Entlastung spricht (Hinweis E 10.6.1980, 3463/78 und E 30.3.1982, 81/11/0080). Die Verschiebung der Beweislast iSd zweiten Satzes des Paragraph 5, Absatz eins, VStG bedeutet nicht, dass das zum Nachweis der Schuldlosigkeit unterbreitete Tatsachenvorbringen schon bis ins letzte Detail vollständig sein muss. (Hinweis E VS 28.11.1967, 323/66, 7227 A/1978 und 10.6.1980, 3463/78). Wenn auch im Rahmen der Umkehr der Beweislast in der Regel gefordert wird, dass der Beschuldigte konkrete Beweismittel für seine Schuldlosigkeit erbringt (Hinweis E 30.6.1955, 1644/51 und E 12.11.1963, 1600/62) bedarf es doch hiefür im Hinblick auf Paragraph 25, Absatz 2, VStG keines förmlichen Beweisantrages (Hinweis E 15.2.1979, 2721/77).