Bundesland

Vorarlberg

Kurztitel

Fischereigesetz

Kundmachungsorgan

LGBl.Nr. 47/2000

Typ

LG

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 12

Inkrafttretensdatum

19.02.2026

Index

72 Jagd und Fischerei

Text

römisch drei. Abschnitt, Ausübung der Fischerei

Paragraph 12 *,), Erlaubnis, fachliche Eignung

  1. Absatz eins,Der Fischfang in einem Fischereirevier darf, soweit er nicht vom Bewirtschafter des Fischereireviers selbst ausgeübt wird, nur aufgrund einer vom Bewirtschafter des Fischereireviers erteilten privatrechtlichen Erlaubnis ausgeübt werden.
  2. Absatz 2,Eine Erlaubnis, die länger als zwei Wochen gilt, darf nur an Personen erteilt werden, die zur Ausübung des Fischfangs fachlich geeignet sind und dies durch einen Fischerausweis nach Paragraph 14, nachweisen. An Personen mit Behinderung, die die fachliche Eignung nicht durch einen Fischerausweis nach Paragraph 14, nachweisen können, darf eine Erlaubnis unter der Voraussetzung erteilt werden, dass sie den Fischfang nur in Begleitung einer Person ausüben dürfen, die zur Ausübung des Fischfangs fachlich geeignet ist. An Personen, die das siebte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, darf keine Erlaubnis erteilt werden.
  3. Absatz 3,Die Erlaubnis hat den Namen, das Geburtsdatum und den Wohnort des Inhabers, die Bezeichnung des Bewirtschafters des Fischereireviers, den Zeitraum, für den sie gilt (bestimmte Tage, Wochen oder ein bestimmtes Kalenderjahr), sowie Angaben über das Gebiet, in dem der Fischfang ausgeübt werden darf, zu enthalten. Eine Erlaubnis, die länger als zwei Wochen gilt, hat bei Personen nach Absatz 2, zweiter Satz den Vermerk zu enthalten, dass der Fischfang nur in Begleitung einer Person ausgeübt werden darf, die zur Ausübung des Fischfangs fachlich geeignet ist.
  4. Absatz 4,Über die erteilten Erlaubnisse sind Aufzeichnungen zu führen, in die der Behörde und dem Fischereiaufseher auf Verlangen Einsicht zu gewähren ist. Die Eintragungen haben die im Absatz 3, genannten Angaben zu enthalten.
  5. Absatz 5,Bei der Ausübung des Fischfangs ist die Erlaubnis und, soweit sie kein Lichtbild enthält, ein amtlicher Lichtbildausweis mitzuführen bzw. abrufbar zu halten. Bei einer Erlaubnis, die länger als zwei Wochen gilt, ist der Fischerausweis nach Paragraph 14, mitzuführen bzw. abrufbar zu halten. Wenn die Erlaubnis einen Vermerk nach Absatz 2, zweiter Satz enthält, darf der Fischfang nur in Begleitung einer Person ausgeübt werden, die zur Ausübung des Fischfangs fachlich geeignet ist. Die Dokumente sind dem Fischereiaufseher auf Verlangen vorzuweisen.
  6. Absatz 6,Die Landesregierung kann durch Verordnung nähere Vorschriften zu Form, Voraussetzungen und Inhalt der Erlaubnisse (Absatz eins bis 3), den Aufzeichnungen der Erlaubnisse (Absatz 4,) sowie den bei Ausübung des Fischfangs mitzuführenden Dokumenten (Absatz 5,) erlassen. Sie hat jedenfalls nähere Vorschriften über die fachliche Eignung nach Absatz 2, zu erlassen und darin insbesondere auch festzulegen,
    1. Litera a
      dass die fachliche Eignung grundsätzlich durch eine Prüfung bei der Interessenvertretung der Fischer (Paragraph 28,) festzustellen ist; dies gilt nicht für die fachliche Eignung von Personen nach Litera b,,
    2. Litera b
      dass für Personen, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sowie für Personen mit Behinderung geringere Anforderungen gelten,
    3. Litera c
      dass die fachliche Eignung auch durch eine in einem anderen Bundesland, in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraumes oder in der Schweiz mit Erfolg abgelegten Prüfung nachgewiesen werden kann, soweit diese im Wesentlichen jener nach Litera a, gleichwertig ist,
    4. Litera d
      welche Prüfungen anderer Bundesländer und Staaten nach Litera c und welche anderen Ausbildungsnachweise jedenfalls als im Wesentlichen gleichwertig mit der Prüfung nach Litera a, anzusehen sind,
    5. Litera e
      dass andere als mit Verordnung nach Litera d, festgelegte Ausbildungsnachweise auf Antrag mit Bescheid der Landesregierung als Ersatz für die Prüfung nach Litera a, anzuerkennen sind, soweit sie im Wesentlichen gleichwertig sind,
    6. Litera f
      dass wesentliche Unterschiede zur Prüfung nach Litera a, durch Ablegung einer Eignungsprüfung ausgeglichen werden können.

*) Fassung LGBl.Nr. 80 aus 2016,, 12/2026

Im RIS seit

19.02.2026

Zuletzt aktualisiert am

19.02.2026

Gesetzesnummer

20000571

Dokumentnummer

LVB40045593