Kurztitel

Zivilrechtliche Haftung für Bunkerölverschmutzungsschäden

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 118 aus 2013,

Typ

Vertrag – Multilateral

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 0

Inkrafttretensdatum

07.07.2023

Außerkrafttretensdatum

15.12.2025

Unterzeichnungsdatum

23.03.2001

Index

89/07 Umweltschutz

Langtitel

(Übersetzung)

Internationales Übereinkommen von 2001 über die zivilrechtliche Haftung für Bunkerölverschmutzungsschäden

StF: BGBl. III Nr. 118/2013 (NR: GP XXIV RV 1996 AB 2072 S. 185. BR: AB 8869 S. 816.)

Änderung

BGBl. III Nr. 201/2021 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 189/2022 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 105/2023 (K – Geltungsbereich)

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

*Ägypten römisch drei 118 aus 2013, *Albanien römisch drei 118 aus 2013, *Antigua/Barbuda römisch drei 118 aus 2013, *Aserbaidschan römisch drei 118 aus 2013, *Äthiopien römisch drei 118 aus 2013, *Australien römisch drei 118 aus 2013, *Bahamas römisch drei 118 aus 2013, *Bahrain römisch drei 201 aus 2021, *Barbados römisch drei 118 aus 2013, *Belarus römisch drei 201 aus 2021, *Belgien römisch drei 118 aus 2013, *Belize römisch drei 118 aus 2013, *Bulgarien römisch drei 118 aus 2013, *China römisch drei 118 aus 2013, *Côte d’Ivoire römisch drei 201 aus 2021, *Dänemark römisch drei 118 aus 2013,, römisch drei 201 aus 2021, *Deutschland römisch drei 118 aus 2013, *Dschibuti römisch drei 201 aus 2021, *Estland römisch drei 118 aus 2013, *Fidschi römisch drei 201 aus 2021, *Finnland römisch drei 118 aus 2013, *Frankreich römisch drei 118 aus 2013, *Gabun römisch drei 201 aus 2021, *Georgien römisch drei 201 aus 2021, *Grenada römisch drei 201 aus 2021, *Griechenland römisch drei 118 aus 2013, *Guinea-Bissau römisch drei 189 aus 2022, *Guyana römisch drei 201 aus 2021, *Honduras römisch drei 189 aus 2022, *Indonesien römisch drei 201 aus 2021, *Iran römisch drei 118 aus 2013, *Irland römisch drei 118 aus 2013, *Italien römisch drei 118 aus 2013, *Jamaika römisch drei 118 aus 2013, *Japan römisch drei 201 aus 2021, *Jordanien römisch drei 118 aus 2013, *Kanada römisch drei 118 aus 2013, *Kenia römisch drei 201 aus 2021, *Kiribati römisch drei 118 aus 2013, *Komoren römisch drei 201 aus 2021, *Kongo römisch drei 201 aus 2021, *Korea/DVR römisch drei 118 aus 2013, *Korea/R römisch drei 118 aus 2013, *Kroatien römisch drei 118 aus 2013, *Lettland römisch drei 118 aus 2013, *Libanon römisch drei 201 aus 2021, *Liberia römisch drei 118 aus 2013, *Litauen römisch drei 118 aus 2013, *Luxemburg römisch drei 118 aus 2013, *Madagaskar römisch drei 201 aus 2021, *Malaysia römisch drei 118 aus 2013, *Malta römisch drei 118 aus 2013, *Marokko römisch drei 118 aus 2013, *Marshallinseln römisch drei 118 aus 2013, *Mauritius römisch drei 201 aus 2021, *Mongolei römisch drei 118 aus 2013, *Montenegro römisch drei 118 aus 2013, *Myanmar römisch drei 201 aus 2021, *Namibia römisch drei 201 aus 2021, *Nauru römisch drei 201 aus 2021, *Neuseeland römisch drei 118 aus 2013,, römisch drei 201 aus 2021, *Nicaragua römisch drei 201 aus 2021, *Niederlande römisch drei 118 aus 2013,, römisch drei 201 aus 2021, *Nigeria römisch drei 118 aus 2013, *Norwegen römisch drei 118 aus 2013, *Oman römisch drei 201 aus 2021, *Palau römisch drei 118 aus 2013, *Panama römisch drei 118 aus 2013, *Polen römisch drei 118 aus 2013, *Portugal römisch drei 201 aus 2021, *Rumänien römisch drei 118 aus 2013, *Russische F römisch drei 118 aus 2013, *Salomonen römisch drei 201 aus 2021, *Samoa römisch drei 118 aus 2013, *San Marino römisch drei 201 aus 2021, *São Tomé/Príncipe römisch drei 189 aus 2022, *Saudi-Arabien römisch drei 201 aus 2021, *Schweden römisch drei 201 aus 2021, *Schweiz römisch drei 201 aus 2021, *Serbien römisch drei 118 aus 2013, *Seychellen römisch drei 201 aus 2021, *Sierra Leone römisch drei 118 aus 2013, *Singapur römisch drei 118 aus 2013, *Slowakei römisch drei 201 aus 2021, *Slowenien römisch drei 118 aus 2013, *Spanien römisch drei 118 aus 2013, *St. Kitts/Nevis römisch drei 118 aus 2013, *St. Lucia römisch drei 201 aus 2021, *St. Vincent/Grenadinen römisch drei 118 aus 2013, *Syrien römisch drei 118 aus 2013, *Togo römisch drei 118 aus 2013, *Tonga römisch drei 118 aus 2013, *Tschechische R römisch drei 118 aus 2013, *Tunesien römisch drei 118 aus 2013, *Türkei römisch drei 201 aus 2021, *Tuvalu römisch drei 118 aus 2013, *Ungarn römisch drei 118 aus 2013, *Vanuatu römisch drei 118 aus 2013, *Vereinigte Arabische Emirate römisch drei 201 aus 2021, *Vereinigtes Königreich römisch drei 118 aus 2013,, römisch drei 201 aus 2021,, römisch drei 105 aus 2023, *Vietnam römisch drei 118 aus 2013, *Zypern römisch drei 118/2013

Ratifikationstext

Anmerkung, letzte Anpassung durch Kundmachung Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 105 aus 2023,)

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Beitrittsurkunde wurde am 30. Jänner 2013 beim Generalsekretär der Internationalen Maritimen Organisation hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Artikel 14, Absatz 2, für Österreich mit 30. April 2013 in Kraft.

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Beitrittsurkunde hat die Republik Österreich nachstehende Erklärung abgegeben:

(Übersetzung)

Die Entscheidungen auf den unter dieses Übereinkommen fallenden Gebieten werden, wenn sie von einem Gericht des Königreichs Belgien, der Republik Bulgarien, der Tschechischen Republik, der Bundesrepublik Deutschland, der Republik Estland, Irlands, der Hellenischen Republik, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, der Republik Zypern, der Republik Lettland, der Republik Litauen, des Großherzogtums Luxemburg, Ungarns, der Republik Malta, des Königreichs der Niederlande, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, Rumäniens, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik, der Republik Finnland, des Königreichs Schweden oder des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland erlassen werden, in der Republik Österreich gemäß den einschlägigen internen Vorschriften der Europäischen Union anerkannt und vollstreckt.

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Internationalen Maritimen Organisation haben folgende weitere Staaten das Übereinkommen ratifiziert, angenommen oder sind diesem beigetreten:

Ägypten, Albanien, Antigua und Barbuda, Aserbaidschan, Äthiopien, Australien, Bahamas, Barbados, Belgien, Belize, Bulgarien, China (einschließlich der Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao), Cook Inseln, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Islamische Republik Iran, Irland, Italien, Jamaika, Jordanien, Kanada, Kiribati, Demokratische Volksrepublik Korea, Republik Korea, Kroatien, Lettland, Liberia, Litauen, Luxemburg, Malaysia, Malta, Marokko, Marshallinseln, Mongolei, Montenegro, Niederlande, Nigeria, Niue, Norwegen, Palau, Panama, Polen, Rumänien, Russische Föderation, Samoa, Serbien, Sierra Leone, Singapur, Slowenien, Spanien, St. Kitts und Nevis, St. Vincent und die Grenadinen, Arabische Republik Syrien, Togo, Tonga, Tschechische Republik, Tunesien, Tuvalu, Ungarn, Vanuatu, Vereinigtes Königreich (einschließlich der Insel Man, Gibraltar, Bermuda und den Cayman-Inseln), Vietnam und Zypern

Vorbehalte und Erklärungen zu diesem Übereinkommen – mit Ausnahme derer Österreichs und territorialer Anwendungen – werden im Teil römisch drei des Bundesgesetzblattes nicht veröffentlicht. Sie sind in englischer Sprache auf der Webseite der IMO unter http://www.imo.org/en/About/Conventions/StatusOfConventions/Pages/Default.aspx abrufbar.

Ägypten, Bahamas, Belgien, Bulgarien, China, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Kroatien, Luxemburg, Malta, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden, Singapur, Slowakei, Spanien, Syrien, Tunesien, Türkei, Vereinigtes Königreich, Zypern

Dänemark

Einer weiteren Mitteilung des Generalsekretärs zufolge hat Dänemark die anlässlich der Hinterlegung seiner Ratifikationsurkunde am 23. Juli 2008 abgegebene Erklärung betreffend den Ausschluss der territorialen Anwendung des Übereinkommens in Bezug auf die Färöer-Inseln mit Wirksamkeit vom 9. Jänner 2019 zurückgenommen. Der Ausschluss der Anwendung in Bezug auf Grönland bleibt weiterhin aufrecht.

Am 18. März 2011 hat Dänemark eine Erklärung bezüglich der Anerkennung und Vollstreckung von Urteilen in Angelegenheiten, die unter das Übereinkommen fallen, abgegeben.

Niederlande

Ferner haben die Niederlande den Geltungsbereich des Übereinkommens mit Wirksamkeit vom 1. Oktober 2021 auf den karibischen Teil der Niederlande (die Inseln Bonaire, Sint Eustatius und Saba) ausgedehnt.

Vereinigtes Königreich

Das Vereinigte Königreich hat den Geltungsbereich des Übereinkommens mit Wirksamkeit vom 9. September 2013 auf die Britischen Jungferninseln ausgedehnt.

Das Vereinigte Königreich hat mit Wirksamkeit vom 12. Jänner 2023 die Anwendung auf die Vogtei Guernsey ausgedehnt.

Präambel/Promulgationsklausel

Der Nationalrat hat beschlossen:

Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Artikel 50, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG genehmigt.

Die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens –

im Hinblick auf Artikel 194 des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen von 1982, der vorsieht, dass die Staaten alle Maßnahmen ergreifen, die notwendig sind, um die Verschmutzung der Meeresumwelt zu verhüten, zu verringern und zu überwachen,

ferner im Hinblick auf Artikel 235 jenes Übereinkommens, der vorsieht, dass die Staaten bei der Weiterentwicklung einschlägiger Vorschriften des Völkerrechts zusammenarbeiten, um eine umgehende und angemessene Entschädigung für alle durch Verschmutzung der Meeresumwelt verursachten Schäden zu gewährleisten,

in Anbetracht des Erfolgs des Internationalen Übereinkommens von 1992 über die zivilrechtliche Haftung für Ölverschmutzungsschäden und des Internationalen Übereinkommens von 1992 über die Errichtung eines Internationalen Fonds zur Entschädigung für Ölverschmutzungsschäden, mit denen gewährleistet wird, dass Personen, die Schäden erleiden, die durch Verschmutzung infolge des Ausfließens oder Ablassens von als Bulkladung von Schiffen auf See befördertem Öl verursacht werden, Entschädigung erhalten,

ferner in Anbetracht der Annahme des Internationalen Übereinkommens von 1996 über Haftung und Entschädigung für Schäden bei der Beförderung gefährlicher und schädlicher Stoffe auf See mit dem Ziel, eine angemessene, umgehende und wirksame Entschädigung für Schäden vorzusehen, die durch Ereignisse im Zusammenhang mit der Beförderung gefährlicher und schädlicher Stoffe auf See verursacht werden,

in Anerkennung der Bedeutung einer Gefährdungshaftung für alle Formen der Ölverschmutzung, verbunden mit einer angemessenen Haftungsbeschränkung,

in der Erwägung, dass ergänzende Maßnahmen notwendig sind, um die Zahlung einer angemessenen, umgehenden und wirksamen Entschädigung für Schäden zu gewährleisten, die durch Verschmutzung infolge des Ausfließens oder Ablassens von Bunkeröl aus Schiffen verursacht werden,

in dem Wunsch, einheitliche internationale Vorschriften und Verfahren zur Regelung von Haftungsfragen und einer angemessenen Entschädigung in solchen Fällen anzunehmen –

sind wie folgt übereingekommen:

Zuletzt aktualisiert am

16.01.2026

Gesetzesnummer

20008384

Dokumentnummer

NOR40253953