Übereinkommen von Minamata über Quecksilber
Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 108 aus 2017,
Vertrag – Multilateral
Paragraph 0
24.04.2021
18.10.2022
10.10.2013
89/07 Umweltschutz
(Übersetzung)
Übereinkommen von Minamata über Quecksilber
StF: BGBl. III Nr. 108/2017 (NR: GP XXV RV 1614 AB 1633 S. 181. BR: AB 9810 S. 868.)
BGBl. III Nr. 166/2017 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 226/2017 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 37/2018 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 120/2018 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 193/2018 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 59/2019 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 160/2019 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 26/2020 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 56/2020 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 102/2020 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 4/2021 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 65/2021 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 110/2021 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 154/2021 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 193/2021 (K – Geltungsbereich)
Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch
*Afghanistan römisch drei 108 aus 2017, *Albanien römisch drei 102 aus 2020, *Antigua/Barbuda römisch drei 108 aus 2017, *Äquatorialguinea römisch drei 26 aus 2020, *Argentinien römisch drei 166 aus 2017, *Armenien römisch drei 226 aus 2017, *Australien römisch drei 193 aus 2021, *Bahamas römisch drei 26 aus 2020, *Bahrain römisch drei 110 aus 2021, *Belgien römisch drei 37 aus 2018, *Benin römisch drei 108 aus 2017, *Bolivien römisch drei 108 aus 2017, *Botsuana römisch drei 108 aus 2017, *Brasilien römisch drei 166 aus 2017, *Bulgarien römisch drei 108 aus 2017, *Burkina Faso römisch drei 108 aus 2017, *Burundi römisch drei 65 aus 2021, *Chile römisch drei 193 aus 2018, *China römisch drei 108 aus 2017, *Costa Rica römisch drei 108 aus 2017, *Côte d’Ivoire römisch drei 160 aus 2019, *Dänemark römisch drei 108 aus 2017,, römisch drei 65 aus 2021, *Deutschland römisch drei 166 aus 2017, *Dominikanische R römisch drei 108 aus 2018, *Dschibuti römisch drei 108 aus 2017, *Ecuador römisch drei 108 aus 2017, *El Salvador römisch drei 108 aus 2017, *Estland römisch drei 108 aus 2017, *Eswatini römisch drei 108 aus 2017, *EU römisch drei 108 aus 2017, *Finnland römisch drei 108 aus 2017, *Frankreich römisch drei 108 aus 2017, *Gabun römisch drei 108 aus 2017, *Gambia römisch drei 108 aus 2017, *Ghana römisch drei 108 aus 2017, *Griechenland römisch drei 102 aus 2020, *Guinea römisch drei 108 aus 2017, *Guinea-Bissau römisch drei 193 aus 2018, *Guyana römisch drei 108 aus 2017, *Honduras römisch drei 108 aus 2017, *Indien römisch drei 108 aus 2018, *Indonesien römisch drei 166 aus 2017, *Irak römisch drei 154 aus 2021, *Iran römisch drei 108 aus 2017, *Irland römisch drei 59 aus 2019, *Island römisch drei 108 aus 2018, *Italien römisch drei 65 aus 2021, *Jamaika römisch drei 166 aus 2017, *Japan römisch drei 108 aus 2017, *Jordanien römisch drei 108 aus 2017, *Kambodscha römisch drei 65 aus 2021, *Kamerun römisch drei 65 aus 2021, *Kanada römisch drei 108 aus 2017, *Katar römisch drei 4 aus 2021, *Kiribati römisch drei 166 aus 2017, *Kolumbien römisch drei 160 aus 2019, *Komoren römisch drei 160 aus 2019, *Kongo römisch drei 160 aus 2019, *Korea/R römisch drei 26 aus 2020, *Kroatien römisch drei 166 aus 2017, *Kuba römisch drei 37 aus 2018, *Kuwait römisch drei 108 aus 2017, *Laos römisch drei 166 aus 2017, *Lesotho römisch drei 108 aus 2017, *Lettland römisch drei 108 aus 2017, *Libanon römisch drei 226 aus 2017, *Liechtenstein römisch drei 108 aus 2017, *Litauen römisch drei 37 aus 2018, *Luxemburg römisch drei 166 aus 2017, *Madagaskar römisch drei 108 aus 2017, *Mali römisch drei 108 aus 2017, *Malta römisch drei 108 aus 2017, *Marshallinseln römisch drei 59 aus 2019, *Mauretanien römisch drei 108 aus 2017, *Mauritius römisch drei 166 aus 2017, *Mexiko römisch drei 108 aus 2017, *Moldau römisch drei 108 aus 2017, *Monaco römisch drei 108 aus 2017, *Mongolei römisch drei 108 aus 2017, *Montenegro römisch drei 160 aus 2019, *Namibia römisch drei 166 aus 2017, *Nicaragua römisch drei 108 aus 2017, *Niederlande römisch drei 108 aus 2017, *Niger römisch drei 108 aus 2017, *Nigeria römisch drei 37 aus 2018, *Nordmazedonien römisch drei 56 aus 2020, *Norwegen römisch drei 108 aus 2017, *Oman römisch drei 102 aus 2020, *Pakistan römisch drei 4 aus 2021, *Palästina römisch drei 59 aus 2019, *Palau römisch drei 108 aus 2017, *Panama römisch drei 108 aus 2017, *Paraguay römisch drei 108 aus 2018, *Peru römisch drei 108 aus 2017, *Philippinen römisch drei 4 aus 2021, *Polen römisch drei 154 aus 2021, *Portugal römisch drei 193 aus 2018, *Ruanda römisch drei 166 aus 2017, *Rumänien römisch drei 108 aus 2017, *Sambia römisch drei 108 aus 2017, *Samoa römisch drei 108 aus 2017, *São Tomé/Príncipe römisch drei 193 aus 2018, *Saudi-Arabien römisch drei 59 aus 2019, *Schweden römisch drei 108 aus 2017, *Schweiz römisch drei 108 aus 2017, *Senegal römisch drei 108 aus 2017, *Seychellen römisch drei 108 aus 2017, *Sierra Leone römisch drei 108 aus 2017, *Simbabwe römisch drei 154 aus 2021, *Singapur römisch drei 166 aus 2017, *Slowakei römisch drei 108 aus 2017, *Slowenien römisch drei 108 aus 2017, *Spanien römisch drei 193 aus 2021, *Sri Lanka römisch drei 108 aus 2017, *St. Kitts/Nevis römisch drei 108 aus 2017, *St. Lucia römisch drei 59 aus 2019, *Südafrika römisch drei 59 aus 2019, *Suriname römisch drei 193 aus 2018, *Syrien römisch drei 166 aus 2017, *Tansania römisch drei 4 aus 2021, *Thailand römisch drei 108 aus 2017, *Togo römisch drei 108 aus 2017, *Tonga römisch drei 193 aus 2018, *Tschad römisch drei 108 aus 2017, *Tschechische R römisch drei 108 aus 2017, *Tuvalu römisch drei 160 aus 2019, *Uganda römisch drei 59 aus 2019, *Ungarn römisch drei 108 aus 2017, *Uruguay römisch drei 108 aus 2017, *USA römisch drei 108 aus 2017, *Vanuatu römisch drei 193 aus 2018, *Vereinigte Arabische Emirate römisch drei 108 aus 2017, *Vereinigtes Königreich römisch drei 108 aus 2018, *Vietnam römisch drei 108 aus 2017, *Zentralafrikanische R römisch drei 65 aus 2021, *Zypern römisch drei 56/2020
Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 12. Juni 2017 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Artikel 31, Absatz 2, für Österreich mit 10. September 2017 in Kraft.
Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunde hat die Republik Österreich nachstehende Erklärung abgegeben:
„Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 25 Absatz 2 des Übereinkommens, dass sie in Bezug auf jede Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens beide der in Absatz 2 angeführten Mittel zur Streitbeilegung als obligatorisch gegenüber jeder Partei anerkennt, welche dieselbe Verpflichtung übernimmt.“
Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben dieses Übereinkommen weiters ratifiziert, angenommen, genehmigt oder sind ihm beigetreten:
Afghanistan, Antigua und Barbuda, Benin, Bolivien, Botsuana, Bulgarien, Burkina Faso, China (einschließlich der Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao), Costa Rica, Dänemark (ohne Färöer und Grönland), Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Estland, Europäische Union, Finnland, Frankreich, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guyana, Honduras, Islamische Republik Iran, Japan, Jordanien, Kanada, Kuwait, Lesotho, Lettland, Liechtenstein, Madagaskar, Mali, Malta, Mauretanien, Mexiko, Moldau, Monaco, Mongolei, Nicaragua, Niederlande (für den europäischen Teil der Niederlande), Niger, Norwegen, Palau, Panama, Peru, Rumänien, Sambia, Samoa, Schweden, Schweiz, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Slowakei, Slowenien, Sri Lanka, St. Kitts und Nevis, Swasiland, Thailand, Togo, Tschad, Tschechische Republik, Ungarn, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten, Vietnam.
Vorbehalte und Erklärungen anderer Staaten sowie Einsprüche und Einwendungen sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER römisch 27 .17]:
Argentinien, Armenien, Deutschland, Europäische Union, Indien, Iran, Jamaika, Kanada, Kuba, Mauritius, Moldau, Namibia, Niederlande, Norwegen, Peru, Seychellen, Suriname, Thailand, Tschechische Republik, Vereinigte Staaten
Dänemark hat am 10. Februar 2021 seine Erklärung über den Ausschluss der territorialen Anwendung auf Grönland zurückgenommen.
Der Nationalrat hat beschlossen:
Die Vertragsparteien dieses Übereinkommens –
in der Erkenntnis, dass Quecksilber aufgrund seines weiträumigen Transports in der Atmosphäre, seiner Persistenz in der Umwelt, wenn es einmal anthropogen eingeführt worden ist, seiner Fähigkeit zur Bioakkumulation in Ökosystemen und seiner erheblichen negativen Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt eine weltweit besorgniserregende Chemikalie darstellt,
unter Hinweis auf den Beschluss 25/5 des Verwaltungsrats des Umweltprogramms der Vereinten Nationen vom 20. Februar 2009 zur Einleitung internationaler Maßnahmen für eine effiziente, wirksame und kohärente Behandlung von Quecksilber,
auch unter Hinweis auf Absatz 221 des Ergebnisdokuments der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung mit dem Titel „Die Zukunft, die wir wollen“, in dem ein erfolgreiches Ergebnis der Verhandlungen über eine globale rechtsverbindliche Übereinkunft über Quecksilber gefordert wird, die die Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt behandelt,
ferner unter Hinweis auf die von der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung bekräftigten Grundsätze der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung, unter anderem die gemeinsamen, wenngleich unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, sowie in Anerkennung der jeweiligen Gegebenheiten und Fähigkeiten der Staaten sowie der Notwendigkeit weltweiter Maßnahmen,
im Bewusstsein der Sorgen um die Gesundheit, besonders in Entwicklungsländern, zu denen die Quecksilberexposition von schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen, insbesondere von Frauen und Kindern und damit von künftigen Generationen, Anlass gibt,
in Anbetracht des besonderen Schutzbedürfnisses arktischer Ökosysteme und indigener Gemeinschaften aufgrund der Biomagnifikation von Quecksilber und der Verunreinigung von traditionellen Lebensmitteln sowie im allgemeineren Sinne in Sorge um indigene Gemeinschaften in Bezug auf die Auswirkungen von Quecksilber,
in Erkenntnis der aus der Minamata-Krankheit gezogenen wichtigen Lehren, insbesondere der schwerwiegenden Auswirkungen der Verschmutzung durch Quecksilber auf Gesundheit und Umwelt, sowie der Notwendigkeit, eine sachgerechte Behandlung von Quecksilber sicherzustellen und derartige Ereignisse in der Zukunft zu verhindern,
unter Hervorhebung der Bedeutung von finanzieller, technischer und technologischer Hilfe sowie von Hilfe beim Kapazitätsaufbau, insbesondere für Entwicklungsländer und Länder mit im Übergang befindlichen Wirtschaftssystemen, um die staatlichen Fähigkeiten im Bereich der Behandlung von Quecksilber zu stärken und die wirksame Durchführung des Übereinkommens zu fördern,
in Anerkennung der Tätigkeiten der Weltgesundheitsorganisation zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Quecksilber sowie der Rolle einschlägiger mehrseitiger Umweltübereinkünfte, insbesondere des Basler Übereinkommens über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung und des Rotterdamer Übereinkommens über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel im internationalen Handel,
in der Erkenntnis, dass sich dieses Übereinkommen und andere völkerrechtliche Übereinkünfte in den Bereichen Umwelt und Handel wechselseitig unterstützen,
nachdrücklich darauf hinweisend, dass dieses Übereinkommen nicht dazu bestimmt ist, die Rechte und Pflichten einer Vertragspartei aus geltenden völkerrechtlichen Übereinkünften zu berühren,
mit der Maßgabe, dass der vorstehende Beweggrund nicht dazu bestimmt ist, eine Hierarchie zwischen diesem Übereinkommen und anderen internationalen Rechtsinstrumenten zu schaffen,
unter Hinweis darauf, dass dieses Übereinkommen eine Vertragspartei nicht daran hindert, im Bemühen um den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor einer Quecksilberexposition zusätzliche mit diesem Übereinkommen vereinbare innerstaatliche Maßnahmen im Einklang mit den sonstigen Verpflichtungen dieser Vertragspartei nach dem anzuwendenden Völkerrecht zu ergreifen –
sind wie folgt übereingekommen:
28.04.2026
20009933
NOR40233165