Kurztitel

Übereinkommen von Minamata über Quecksilber

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 108 aus 2017,

Typ

Vertrag – Multilateral

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 0

Inkrafttretensdatum

23.03.2018

Außerkrafttretensdatum

31.07.2018

Unterzeichnungsdatum

10.10.2013

Index

89/07 Umweltschutz

Langtitel

(Übersetzung)

Übereinkommen von Minamata über Quecksilber

StF: BGBl. III Nr. 108/2017 (NR: GP XXV RV 1614 AB 1633 S. 181. BR: AB 9810 S. 868.)

Änderung

BGBl. III Nr. 166/2017 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 226/2017 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 37/2018 (K – Geltungsbereich)

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

*Afghanistan römisch drei 108 aus 2017, *Antigua/Barbuda römisch drei 108 aus 2017, *Argentinien römisch drei 166 aus 2017, *Armenien römisch drei 226 aus 2017, *Belgien römisch drei 37 aus 2018, *Benin römisch drei 108 aus 2017, *Bolivien römisch drei 108 aus 2017, *Botsuana römisch drei 108 aus 2017, *Brasilien römisch drei 166 aus 2017, *Bulgarien römisch drei 108 aus 2017, *Burkina Faso römisch drei 108 aus 2017, *China römisch drei 108 aus 2017, *Costa Rica römisch drei 108 aus 2017, *Dänemark römisch drei 108 aus 2017, *Deutschland römisch drei 166 aus 2017, *Dschibuti römisch drei 108 aus 2017, *Ecuador römisch drei 108 aus 2017, *El Salvador römisch drei 108 aus 2017, *Estland römisch drei 108 aus 2017, *EU römisch drei 108 aus 2017, *Finnland römisch drei 108 aus 2017, *Frankreich römisch drei 108 aus 2017, *Gabun römisch drei 108 aus 2017, *Gambia römisch drei 108 aus 2017, *Ghana römisch drei 108 aus 2017, *Guinea römisch drei 108 aus 2017, *Guyana römisch drei 108 aus 2017, *Honduras römisch drei 108 aus 2017, *Indonesien römisch drei 166 aus 2017, *Iran römisch drei 108 aus 2017, *Jamaika römisch drei 166 aus 2017, *Japan römisch drei 108 aus 2017, *Jordanien römisch drei 108 aus 2017, *Kanada römisch drei 108 aus 2017, *Kiribati römisch drei 166 aus 2017, *Kroatien römisch drei 166 aus 2017, *Kuba römisch drei 37 aus 2018, *Kuwait römisch drei 108 aus 2017, *Laos römisch drei 166 aus 2017, *Lesotho römisch drei 108 aus 2017, *Lettland römisch drei 108 aus 2017, *Libanon römisch drei 226 aus 2017, *Liechtenstein römisch drei 108 aus 2017, *Litauen römisch drei 37 aus 2018, *Luxemburg römisch drei 166 aus 2017, *Madagaskar römisch drei 108 aus 2017, *Mali römisch drei 108 aus 2017, *Malta römisch drei 108 aus 2017, *Mauretanien römisch drei 108 aus 2017, *Mauritius römisch drei 166 aus 2017, *Mexiko römisch drei 108 aus 2017, *Moldau römisch drei 108 aus 2017, *Monaco römisch drei 108 aus 2017, *Mongolei römisch drei 108 aus 2017, *Namibia römisch drei 166 aus 2017, *Nicaragua römisch drei 108 aus 2017, *Niederlande römisch drei 108 aus 2017, *Niger römisch drei 108 aus 2017, *Nigeria römisch drei 37 aus 2018, *Norwegen römisch drei 108 aus 2017, *Palau römisch drei 108 aus 2017, *Panama römisch drei 108 aus 2017, *Peru römisch drei 108 aus 2017, *Ruanda römisch drei 166 aus 2017, *Rumänien römisch drei 108 aus 2017, *Sambia römisch drei 108 aus 2017, *Samoa römisch drei 108 aus 2017, *Schweden römisch drei 108 aus 2017, *Schweiz römisch drei 108 aus 2017, *Senegal römisch drei 108 aus 2017, *Seychellen römisch drei 108 aus 2017, *Sierra Leone römisch drei 108 aus 2017, *Singapur römisch drei 166 aus 2017, *Slowakei römisch drei 108 aus 2017, *Slowenien römisch drei 108 aus 2017, *Sri Lanka römisch drei 108 aus 2017, *St. Kitts/Nevis römisch drei 108 aus 2017, *Swasiland römisch drei 108 aus 2017, *Syrien römisch drei 166 aus 2017, *Thailand römisch drei 108 aus 2017, *Togo römisch drei 108 aus 2017, *Tschad römisch drei 108 aus 2017, *Tschechische R römisch drei 108 aus 2017, *Ungarn römisch drei 108 aus 2017, *Uruguay römisch drei 108 aus 2017, *USA römisch drei 108 aus 2017, *Vereinigte Arabische Emirate römisch drei 108 aus 2017, *Vietnam römisch drei 108/2017

Sonstige Textteile

Ratifikationstext

Anmerkung, letzte Anpassung durch Kundmachung Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 37 aus 2018,)

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 12. Juni 2017 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Artikel 31, Absatz 2, für Österreich mit 10. September 2017 in Kraft.

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunde hat die Republik Österreich nachstehende Erklärung abgegeben:

(Übersetzung)

Erklärung der Republik Österreich

„Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 25 Absatz 2 des Übereinkommens, dass sie in Bezug auf jede Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens beide der in Absatz 2 angeführten Mittel zur Streitbeilegung als obligatorisch gegenüber jeder Partei anerkennt, welche dieselbe Verpflichtung übernimmt.“

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben dieses Übereinkommen weiters ratifiziert, angenommen, genehmigt oder sind ihm beigetreten:

Afghanistan, Antigua und Barbuda, Benin, Bolivien, Botsuana, Bulgarien, Burkina Faso, China (einschließlich der Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao), Costa Rica, Dänemark (ohne Färöer und Grönland), Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Estland, Europäische Union, Finnland, Frankreich, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guyana, Honduras, Islamische Republik Iran, Japan, Jordanien, Kanada, Kuwait, Lesotho, Lettland, Liechtenstein, Madagaskar, Mali, Malta, Mauretanien, Mexiko, Moldau, Monaco, Mongolei, Nicaragua, Niederlande (für den europäischen Teil der Niederlande), Niger, Norwegen, Palau, Panama, Peru, Rumänien, Sambia, Samoa, Schweden, Schweiz, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Slowakei, Slowenien, Sri Lanka, St. Kitts und Nevis, Swasiland, Thailand, Togo, Tschad, Tschechische Republik, Ungarn, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten, Vietnam.

Vorbehalte und Erklärungen anderer Staaten sowie Einsprüche und Einwendungen sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER römisch 27 .17]:

Argentinien, Armenien, Deutschland, Europäische Union, Iran, Jamaika, Kanada, Kuba, Mauritius, Moldau, Namibia, Niederlande, Norwegen, Peru, Seychellen, Thailand, Tschechische Republik, Vereinigte Staaten

Präambel/Promulgationsklausel

Der Nationalrat hat beschlossen:

  1. Ziffer eins
    Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Artikel 50, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG genehmigt.
  2. Ziffer 2
    Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Artikel 50, Absatz 2, Ziffer 4, B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.

Die Vertragsparteien dieses Übereinkommens –

in der Erkenntnis, dass Quecksilber aufgrund seines weiträumigen Transports in der Atmosphäre, seiner Persistenz in der Umwelt, wenn es einmal anthropogen eingeführt worden ist, seiner Fähigkeit zur Bioakkumulation in Ökosystemen und seiner erheblichen negativen Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt eine weltweit besorgniserregende Chemikalie darstellt,

unter Hinweis auf den Beschluss 25/5 des Verwaltungsrats des Umweltprogramms der Vereinten Nationen vom 20. Februar 2009 zur Einleitung internationaler Maßnahmen für eine effiziente, wirksame und kohärente Behandlung von Quecksilber,

auch unter Hinweis auf Absatz 221 des Ergebnisdokuments der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung mit dem Titel „Die Zukunft, die wir wollen“, in dem ein erfolgreiches Ergebnis der Verhandlungen über eine globale rechtsverbindliche Übereinkunft über Quecksilber gefordert wird, die die Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt behandelt,

ferner unter Hinweis auf die von der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung bekräftigten Grundsätze der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung, unter anderem die gemeinsamen, wenngleich unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, sowie in Anerkennung der jeweiligen Gegebenheiten und Fähigkeiten der Staaten sowie der Notwendigkeit weltweiter Maßnahmen,

im Bewusstsein der Sorgen um die Gesundheit, besonders in Entwicklungsländern, zu denen die Quecksilberexposition von schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen, insbesondere von Frauen und Kindern und damit von künftigen Generationen, Anlass gibt,

in Anbetracht des besonderen Schutzbedürfnisses arktischer Ökosysteme und indigener Gemeinschaften aufgrund der Biomagnifikation von Quecksilber und der Verunreinigung von traditionellen Lebensmitteln sowie im allgemeineren Sinne in Sorge um indigene Gemeinschaften in Bezug auf die Auswirkungen von Quecksilber,

in Erkenntnis der aus der Minamata-Krankheit gezogenen wichtigen Lehren, insbesondere der schwerwiegenden Auswirkungen der Verschmutzung durch Quecksilber auf Gesundheit und Umwelt, sowie der Notwendigkeit, eine sachgerechte Behandlung von Quecksilber sicherzustellen und derartige Ereignisse in der Zukunft zu verhindern,

unter Hervorhebung der Bedeutung von finanzieller, technischer und technologischer Hilfe sowie von Hilfe beim Kapazitätsaufbau, insbesondere für Entwicklungsländer und Länder mit im Übergang befindlichen Wirtschaftssystemen, um die staatlichen Fähigkeiten im Bereich der Behandlung von Quecksilber zu stärken und die wirksame Durchführung des Übereinkommens zu fördern,

in Anerkennung der Tätigkeiten der Weltgesundheitsorganisation zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Quecksilber sowie der Rolle einschlägiger mehrseitiger Umweltübereinkünfte, insbesondere des Basler Übereinkommens über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung und des Rotterdamer Übereinkommens über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel im internationalen Handel,

in der Erkenntnis, dass sich dieses Übereinkommen und andere völkerrechtliche Übereinkünfte in den Bereichen Umwelt und Handel wechselseitig unterstützen,

nachdrücklich darauf hinweisend, dass dieses Übereinkommen nicht dazu bestimmt ist, die Rechte und Pflichten einer Vertragspartei aus geltenden völkerrechtlichen Übereinkünften zu berühren,

mit der Maßgabe, dass der vorstehende Beweggrund nicht dazu bestimmt ist, eine Hierarchie zwischen diesem Übereinkommen und anderen internationalen Rechtsinstrumenten zu schaffen,

unter Hinweis darauf, dass dieses Übereinkommen eine Vertragspartei nicht daran hindert, im Bemühen um den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor einer Quecksilberexposition zusätzliche mit diesem Übereinkommen vereinbare innerstaatliche Maßnahmen im Einklang mit den sonstigen Verpflichtungen dieser Vertragspartei nach dem anzuwendenden Völkerrecht zu ergreifen –

sind wie folgt übereingekommen:

Zuletzt aktualisiert am

28.04.2026

Gesetzesnummer

20009933

Dokumentnummer

NOR40200657