Kurztitel

Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 76 aus 2009,

Typ

Vertrag - Multilateral

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 0

Inkrafttretensdatum

12.02.2015

Außerkrafttretensdatum

13.12.2016

Index

79/04 Kultur- und Denkmalschutz

Langtitel

(Übersetzung)

Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes

StF: BGBl. III Nr. 76/2009 (NR: GP XXIV RV 24 AB 103 S. 17. BR: AB 8096 S. 768.)

Änderung

BGBl. III Nr. 116/2011 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 82/2014 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 20/2015 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 197/2015 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 44/2016 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 79/2016 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 133/2016 (K – Geltungsbereich)

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

*Afghanistan römisch drei 76 aus 2009, *Ägypten römisch drei 76 aus 2009, *Albanien römisch drei 76 aus 2009, *Algerien römisch drei 76 aus 2009, *Andorra römisch drei 82 aus 2014, *Antigua/Barbuda römisch drei 82 aus 2014, *Äquatorialguinea römisch drei 116 aus 2011, *Argentinien römisch drei 76 aus 2009, *Armenien römisch drei 76 aus 2009, *Aserbaidschan römisch drei 76 aus 2009, *Äthiopien römisch drei 76 aus 2009, *Bahamas römisch drei 20 aus 2015, *Bahrain römisch drei 20 aus 2015, *Bangladesch römisch drei 76 aus 2009, *Barbados römisch drei 76 aus 2009, *Belarus römisch drei 76 aus 2009, *Belgien römisch drei 76 aus 2009, *Belize römisch drei 76 aus 2009, *Benin römisch drei 82 aus 2014, *Bhutan römisch drei 76 aus 2009, *Bolivien römisch drei 76 aus 2009, *Bosnien-Herzegowina römisch drei 76 aus 2009, *Botsuana römisch drei 116 aus 2011, *Brasilien römisch drei 76 aus 2009, *Brunei römisch drei 82 aus 2014, *Bulgarien römisch drei 76 aus 2009, *Burkina Faso römisch drei 76 aus 2009, *Burundi römisch drei 76 aus 2009, *Cabo Verde römisch drei 44 aus 2016, *Chile römisch drei 76 aus 2009, *China römisch drei 76 aus 2009, *Costa Rica römisch drei 76 aus 2009, *Côte d’Ivoire römisch drei 76 aus 2009, *Dänemark römisch drei 116 aus 2011,, römisch drei 20 aus 2015, *Deutschland römisch drei 82 aus 2014, *Dominica römisch drei 76 aus 2009, *Dominikanische R römisch drei 76 aus 2009, *Dschibuti römisch drei 76 aus 2009, *Ecuador römisch drei 76 aus 2009, *El Salvador römisch drei 82 aus 2014, *Eritrea römisch drei 116 aus 2011, *Estland römisch drei 76 aus 2009, *Fidschi römisch drei 116 aus 2011, *Finnland römisch drei 82 aus 2014, *Frankreich römisch drei 76 aus 2009, *Gabun römisch drei 76 aus 2009, *Gambia römisch drei 116 aus 2011, *Georgien römisch drei 76 aus 2009, *Ghana römisch drei 44 aus 2016, *Grenada römisch drei 76 aus 2009, *Griechenland römisch drei 76 aus 2009, *Guatemala römisch drei 76 aus 2009, *Guinea römisch drei 76 aus 2009, *Guinea-Bissau römisch drei 79 aus 2016, *Haiti römisch drei 116 aus 2011, *Honduras römisch drei 76 aus 2009, *Indien römisch drei 76 aus 2009, *Indonesien römisch drei 76 aus 2009, *Irak römisch drei 116 aus 2011, *Iran römisch drei 76 aus 2009, *Irland römisch drei 44 aus 2016, *Island römisch drei 76 aus 2009, *Italien römisch drei 76 aus 2009, *Jamaika römisch drei 116 aus 2011, *Japan römisch drei 76 aus 2009, *Jemen römisch drei 76 aus 2009, *Jordanien römisch drei 76 aus 2009, *Kambodscha römisch drei 76 aus 2009, *Kamerun römisch drei 82 aus 2014, *Kasachstan römisch drei 82 aus 2014, *Katar römisch drei 76 aus 2009, *Kenia römisch drei 76 aus 2009, *Kirgisistan römisch drei 76 aus 2009, *Kolumbien römisch drei 76 aus 2009, *Komoren römisch drei 82 aus 2014, *Kongo römisch drei 82 aus 2014, *Kongo/DR römisch drei 116 aus 2011, *Korea/DVR römisch drei 76 aus 2009, *Korea/R römisch drei 76 aus 2009, *Kroatien römisch drei 76 aus 2009, *Kuba römisch drei 76 aus 2009, *Kuwait römisch drei 197 aus 2015, *Laos römisch drei 116 aus 2011, *Lesotho römisch drei 76 aus 2009, *Lettland römisch drei 76 aus 2009, *Libanon römisch drei 76 aus 2009, *Litauen römisch drei 76 aus 2009, *Luxemburg römisch drei 76 aus 2009, *Madagaskar römisch drei 76 aus 2009, *Malawi römisch drei 116 aus 2011, *Malaysia römisch drei 82 aus 2014, *Mali römisch drei 76 aus 2009, *Marokko römisch drei 76 aus 2009, *Marshallinseln römisch drei 197 aus 2015, *Mauretanien römisch drei 76 aus 2009, *Mauritius römisch drei 76 aus 2009, *Mazedonien römisch drei 76 aus 2009, *Mexiko römisch drei 76 aus 2009, *Mikronesien römisch drei 82 aus 2014, *Moldau römisch drei 76 aus 2009, *Monaco römisch drei 76 aus 2009, *Mongolei römisch drei 76 aus 2009, *Montenegro römisch drei 116 aus 2011, *Mosambik römisch drei 76 aus 2009, *Myanmar römisch drei 20 aus 2015, *Namibia römisch drei 76 aus 2009, *Nauru römisch drei 82 aus 2014, *Nepal römisch drei 116 aus 2011, *Nicaragua römisch drei 76 aus 2009, *Niederlande römisch drei 82 aus 2014,, römisch drei 20 aus 2015, *Niger römisch drei 76 aus 2009, *Nigeria römisch drei 76 aus 2009, *Norwegen römisch drei 76 aus 2009, *Oman römisch drei 76 aus 2009, *Pakistan römisch drei 76 aus 2009, *Palästina römisch drei 82 aus 2014, *Palau römisch drei 82 aus 2014, *Panama römisch drei 76 aus 2009, *Papua-Neuguinea römisch drei 76 aus 2009, *Paraguay römisch drei 76 aus 2009, *Peru römisch drei 76 aus 2009, *Philippinen römisch drei 76 aus 2009, *Polen römisch drei 116 aus 2011, *Portugal römisch drei 76 aus 2009, *Ruanda römisch drei 82 aus 2014, *Rumänien römisch drei 76 aus 2009, *Sambia römisch drei 76 aus 2009, *Samoa römisch drei 82 aus 2014, *São Tomé/Príncipe römisch drei 76 aus 2009, *Saudi-Arabien römisch drei 76 aus 2009, *Schweden römisch drei 116 aus 2011, *Schweiz römisch drei 76 aus 2009, *Senegal römisch drei 76 aus 2009, *Serbien römisch drei 116 aus 2011, *Seychellen römisch drei 76 aus 2009, *Simbabwe römisch drei 76 aus 2009, *Slowakei römisch drei 76 aus 2009, *Slowenien römisch drei 76 aus 2009, *Spanien römisch drei 76 aus 2009, *Sri Lanka römisch drei 76 aus 2009, *St. Kitts/Nevis römisch drei 133 aus 2016, *St. Lucia römisch drei 76 aus 2009, *St. Vincent/Grenadinen römisch drei 116 aus 2011, *Sudan römisch drei 76 aus 2009, *Swasiland römisch drei 82 aus 2014, *Syrien römisch drei 76 aus 2009, *Tadschikistan römisch drei 116 aus 2011, *Tansania römisch drei 82 aus 2014, *Thailand römisch drei 133 aus 2016, *Togo römisch drei 76 aus 2009, *Tonga römisch drei 116 aus 2011, *Trinidad/Tobago römisch drei 116 aus 2011, *Tschad römisch drei 76 aus 2009, *Tschechische R römisch drei 76 aus 2009, *Tunesien römisch drei 76 aus 2009, *Türkei römisch drei 76 aus 2009, *Turkmenistan römisch drei 82 aus 2014, *Uganda römisch drei 76 aus 2009, *Ukraine römisch drei 76 aus 2009, *Ungarn römisch drei 76 aus 2009, *Uruguay römisch drei 76 aus 2009, *Usbekistan römisch drei 76 aus 2009, *Vanuatu römisch drei 116 aus 2011, *Venezuela römisch drei 76 aus 2009, *Vereinigte Arabische Emirate römisch drei 76 aus 2009, *Vietnam römisch drei 76 aus 2009, *Zentralafrikanische R römisch drei 76 aus 2009, *Zypern römisch drei 76/2009

Ratifikationstext

Anmerkung, letzte Anpassung durch Kundmachung Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 20 aus 2015,)

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 9. April 2009 beim Generaldirektor der Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes tritt gemäß seinem Artikel 34, für Österreich am 9. Juli 2009 in Kraft.

Nach Mitteilungen des Generaldirektors der Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen haben folgende weitere Staaten das Übereinkommen ratifiziert, angenommen, genehmigt bzw. sind ihm beigetreten:

Afghanistan, Ägypten, Albanien, Algerien, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Äthiopien, Bangladesch, Barbados, Belarus, Belgien, Belize, Bhutan, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Bulgarien, Burkina Faso, Burundi, Chile, China (einschließlich Sonderverwaltungsregion Hongkong), Costa Rica, Côte d’Ivoire, Dominica, Dominikanische Republik, Dschibuti, Ecuador, Estland, Frankreich, Gabun, Georgien, Grenada, Griechenland, Guatemala, Guinea, Honduras, Indien, Indonesien, Islamische Republik Iran, Island, Italien, Japan, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Katar, Kenia, Kirgisistan, Kolumbien, Demokratische Volksrepublik Korea, Republik Korea, Kroatien, Kuba, Lesotho, Lettland, Libanon, Litauen, Luxemburg, Madagaskar, Mali, Marokko, Mauretanien, Mauritius, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Mexiko, Moldau, Monaco, Mongolei, Mosambik, Namibia, Nicaragua, Niger, Nigeria, Norwegen, Oman, Pakistan, Panama, Papua-Neuguinea, Paraguay, Peru, Philippinen, Portugal, Rumänien, Sambia, Sao Tomé und Principe, Saudi-Arabien, Schweiz, Senegal, Seychellen, Simbabwe, Slowakei, Slowenien, Spanien, Sri Lanka, St. Lucia, Sudan, Arabische Republik Syrien, Togo, Tschad, Tschechische Republik, Tunesien, Türkei, Uganda, Ukraine, Ungarn, Uruguay, Usbekistan, Venezuela, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam, Zentralafrikanische Republik, Zypern.

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikations- bzw. Genehmigungsurkunde haben folgende Staaten nachstehende Vorbehalte erklärt bzw. Erklärungen abgegeben:

Vorbehalte und Erklärungen:

Vorbehalte und Erklärungen zu diesem Übereinkommen – mit Ausnahme derer Österreichs und territorialer Anwendungen – werden im Teil römisch drei des Bundesgesetzblattes nicht veröffentlicht. Sie sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der UNESCO unter http://portal.unesco.org/en/ev.php-URL_ID=17716&URL_DO=DO_TOPIC&URL_SECTION=201.html abrufbar:

Deutschland, Malaysia, Samoa

Argentinien: Erklärung:

Die Argentinische Republik ist gemäß Artikel 26, Absatz 2, nicht durch Absatz eins, dieses Artikels gebunden.

Vorbehalt:

Die Argentinische Republik geht davon aus, dass Artikel 33, Absatz 2 und der entsprechende Artikel 2, Absatz 5, des Übereinkommens nicht im Hinblick auf Gebiete anwendbar sind, die Gegenstand eines Souveränitätsstreites zwischen zwei Vertragsparteien des Übereinkommens sind, der von der Generalsversammlung der Vereinten Nationen anerkannt ist.

Dänemark:

Anmerkung, Erklärung betreffend Grönland mit Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 20 aus 2015, widerrufen.)

Kolumbien:

Änderungen von Artikel 5, sowie andere Änderungen, die zu einer Zeit in Kraft getreten sind, als Kolumbien Vertragspartei des Übereinkommens wurde, gemäß Artikel 38, Absatz 5 und 6, werden nur dann für Kolumbien in Kraft treten, wenn das interne Verfahren zur Annahme und Revision dieser Änderungen vor der Ratifikation beendet wurde, wie in Artikel 150, Absatz 16 und Artikel 241, Absatz 10, der Politischen Verfassung von Kolumbien vorgesehen.

Indonesien:

Die Regierung der Republik Indonesien erklärt aufgrund von Artikel 26, Absatz 2,, dass sie nicht durch Artikel 26, Absatz eins, gebunden ist.

Niederlande:

Ferner haben die Niederlande am 21. Mai 2014 den Geltungsbereich des Übereinkommens auf Sint Maarten ausgedehnt.

Saudi-Arabien:

Saudi Arabien kündigt den Beitritt und die Annahme des Internationalen Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes sowie die Bereitschaft zur Umsetzung seiner Bestimmungen an, ohne Verbindung mit Artikel 26, Absatz eins, des Übereinkommens.

Seychellen:

Die Republik Seychellen ratifiziert aufgrund des vorliegenden Instruments das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur unter Vorbehalt des Rechts, durch Artikel 26, Absatz eins, nicht gebunden zu sein.

Präambel/Promulgationsklausel

Der Nationalrat hat beschlossen:

  1. Ziffer eins
    Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Artikel 50, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG genehmigt.
  2. Ziffer 2
    Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Artikel 50, Absatz 2, Ziffer 3, B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.
  3. Ziffer 3
    Die arabische, chinesische, französische, russische und spanische Sprachfassung1 dieses Staatsvertrages sind gemäß Artikel 49, Absatz 2, B-VG dadurch kundzumachen, dass sie zur öffentlichen Einsichtnahme im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten aufliegen.

Die Generalkonferenz der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, im Folgenden als „UNESCO“ bezeichnet, die vom 29. September bis 17. Oktober 2003 in Paris zu ihrer 32. Tagung zusammengetreten ist,

unter Bezugnahme auf die bestehenden internationalen Menschenrechtsübereinkünfte, insbesondere auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948, auf den Internationalen Pakt von 1966 über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte und auf den Internationalen Pakt von 1966 über bürgerliche und politische Rechte;

angesichts der Bedeutung des immateriellen Kulturerbes als Quelle kultureller Vielfalt und Garant der nachhaltigen Entwicklung, wie dies in der Empfehlung der UNESCO von 1989 über die Erhaltung der traditionellen Kultur und der Volkskultur, der Allgemeinen Erklärung der UNESCO von 2001 über die kulturelle Vielfalt und der vom Dritten Runden Tisch der Kulturminister angenommenen Erklärung von Istanbul von 2002 hervorgehoben wird;

angesichts der tief reichenden wechselseitigen Abhängigkeit zwischen dem immateriellen Kulturerbe und dem materiellen Kultur- und Naturerbe;

in Anerkennung der Tatsache, dass die Prozesse der Globalisierung und des gesellschaftlichen Wandels neben den Voraussetzungen, die sie für einen neuerlichen Dialog zwischen den Gemeinschaften schaffen, auch – wie das Phänomen der Intoleranz – große Gefahren für den Verfall, den Verlust und die Zerstörung des immateriellen Kulturerbes mit sich bringen, insbesondere, weil Mittel zur Erhaltung dieses Erbes fehlen;

im Bewusstsein des allgemeinen Willens und des gemeinsamen Anliegens, das immaterielle Kulturerbe der Menschheit zu erhalten;

in Anerkennung der Tatsache, dass Gemeinschaften, insbesondere indigene Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Einzelpersonen eine wichtige Rolle bei der Schaffung, Erhaltung, Pflege und Neugestaltung des immateriellen Kulturerbes spielen und auf diese Weise einen Beitrag zur Bereicherung der kulturellen Vielfalt und der menschlichen Kreativität leisten;

eingedenk der weit reichenden Folgen der Tätigkeiten der UNESCO zur Schaffung maßgeblicher Übereinkünfte für den Schutz des Kulturerbes, insbesondere des Übereinkommens von 1972 zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt;

weiterhin eingedenk der Tatsache, dass bis heute keine verbindliche mehrseitige Übereinkunft zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes besteht;

angesichts der Tatsache, dass die bestehenden internationalen Übereinkünfte, Empfehlungen und Entschließungen über das Kultur- und Naturerbe durch neue Bestimmungen zum immateriellen Kulturerbe wirksam bereichert und ergänzt werden sollten;

angesichts der Notwendigkeit, ein stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung des immateriellen Kulturerbes und seine Erhaltung zu entwickeln, insbesondere bei den jungen Generationen;

angesichts der Tatsache, dass die internationale Gemeinschaft zusammen mit den Vertragsstaaten dieses Übereinkommens im Geiste der Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung zur Erhaltung dieses Erbes beitragen sollte;

unter Hinweis auf die Programme der UNESCO betreffend das immaterielle Kulturerbe, insbesondere auf die Proklamation der Meisterwerke des mündlich überlieferten und immateriellen Erbes der Menschheit;

angesichts der unschätzbaren Bedeutung des immateriellen Kulturerbes als Mittel zur Förderung von Annäherung, Austausch und Verständnis zwischen den Menschen -

nimmt dieses Übereinkommen am 17. Oktober 2003 an.

_________________________________

1 Die Sprachfassungen werden auch in den Anlagen veröffentlicht.

Schlagworte

e-rk3,

Ratifikationsurkunde

Zuletzt aktualisiert am

14.08.2025

Gesetzesnummer

20006432

Dokumentnummer

NOR40168788