Kurztitel

Zivilrechtliche Haftung für Bunkerölverschmutzungsschäden

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 118 aus 2013,

Typ

Vertrag – Multilateral

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 0

Inkrafttretensdatum

30.04.2013

Außerkrafttretensdatum

27.12.2021

Unterzeichnungsdatum

23.03.2001

Index

89/07 Umweltschutz

Langtitel

(Übersetzung)

Internationales Übereinkommen von 2001 über die zivilrechtliche Haftung für Bunkerölverschmutzungsschäden

StF: BGBl. III Nr. 118/2013 (NR: GP XXIV RV 1996 AB 2072 S. 185. BR: AB 8869 S. 816.)

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

*Ägypten römisch drei 118 aus 2013, *Albanien römisch drei 118 aus 2013, *Antigua/Barbuda römisch drei 118 aus 2013, *Aserbaidschan römisch drei 118 aus 2013, *Äthiopien römisch drei 118 aus 2013, *Australien römisch drei 118 aus 2013, *Bahamas römisch drei 118 aus 2013, *Barbados römisch drei 118 aus 2013, *Belgien römisch drei 118 aus 2013, *Belize römisch drei 118 aus 2013, *Bulgarien römisch drei 118 aus 2013, *China römisch drei 118 aus 2013, *Dänemark römisch drei 118 aus 2013, *Deutschland römisch drei 118 aus 2013, *Estland römisch drei 118 aus 2013, *Finnland römisch drei 118 aus 2013, *Frankreich römisch drei 118 aus 2013, *Griechenland römisch drei 118 aus 2013, *Iran römisch drei 118 aus 2013, *Irland römisch drei 118 aus 2013, *Italien römisch drei 118 aus 2013, *Jamaika römisch drei 118 aus 2013, *Jordanien römisch drei 118 aus 2013, *Kanada römisch drei 118 aus 2013, *Kiribati römisch drei 118 aus 2013, *Korea/DVR römisch drei 118 aus 2013, *Korea/R römisch drei 118 aus 2013, *Kroatien römisch drei 118 aus 2013, *Lettland römisch drei 118 aus 2013, *Liberia römisch drei 118 aus 2013, *Litauen römisch drei 118 aus 2013, *Luxemburg römisch drei 118 aus 2013, *Malaysia römisch drei 118 aus 2013, *Malta römisch drei 118 aus 2013, *Marokko römisch drei 118 aus 2013, *Marshallinseln römisch drei 118 aus 2013, *Mongolei römisch drei 118 aus 2013, *Montenegro römisch drei 118 aus 2013, *Neuseeland römisch drei 118 aus 2013, *Niederlande römisch drei 118 aus 2013, *Nigeria römisch drei 118 aus 2013, *Norwegen römisch drei 118 aus 2013, *Palau römisch drei 118 aus 2013, *Panama römisch drei 118 aus 2013, *Polen römisch drei 118 aus 2013, *Rumänien römisch drei 118 aus 2013, *Russische F römisch drei 118 aus 2013, *Samoa römisch drei 118 aus 2013, *Serbien römisch drei 118 aus 2013, *Sierra Leone römisch drei 118 aus 2013, *Singapur römisch drei 118 aus 2013, *Slowenien römisch drei 118 aus 2013, *Spanien römisch drei 118 aus 2013, *St. Kitts/Nevis römisch drei 118 aus 2013, *St. Vincent/Grenadinen römisch drei 118 aus 2013, *Syrien römisch drei 118 aus 2013, *Togo römisch drei 118 aus 2013, *Tonga römisch drei 118 aus 2013, *Tschechische R römisch drei 118 aus 2013, *Tunesien römisch drei 118 aus 2013, *Tuvalu römisch drei 118 aus 2013, *Ungarn römisch drei 118 aus 2013, *Vanuatu römisch drei 118 aus 2013, *Vereinigtes Königreich römisch drei 118 aus 2013, *Vietnam römisch drei 118 aus 2013, *Zypern römisch drei 118/2013

Ratifikationstext

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Beitrittsurkunde wurde am 30. Jänner 2013 beim Generalsekretär der Internationalen Maritimen Organisation hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Artikel 14, Absatz 2, für Österreich mit 30. April 2013 in Kraft.

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Beitrittsurkunde hat die Republik Österreich nachstehende Erklärung abgegeben:

(Übersetzung)

Die Entscheidungen auf den unter dieses Übereinkommen fallenden Gebieten werden, wenn sie von einem Gericht des Königreichs Belgien, der Republik Bulgarien, der Tschechischen Republik, der Bundesrepublik Deutschland, der Republik Estland, Irlands, der Hellenischen Republik, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, der Republik Zypern, der Republik Lettland, der Republik Litauen, des Großherzogtums Luxemburg, Ungarns, der Republik Malta, des Königreichs der Niederlande, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, Rumäniens, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik, der Republik Finnland, des Königreichs Schweden oder des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland erlassen werden, in der Republik Österreich gemäß den einschlägigen internen Vorschriften der Europäischen Union anerkannt und vollstreckt.

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Internationalen Maritimen Organisation haben folgende weitere Staaten das Übereinkommen ratifiziert, angenommen oder sind diesem beigetreten:

Ägypten1, Albanien, Antigua und Barbuda, Aserbaidschan, Äthiopien, Australien, Bahamas1, Barbados, Belgien1, Belize, Bulgarien1, China1 (einschließlich der Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao), Cook Inseln, Dänemark, Deutschland1, Estland1, Finnland1, Frankreich1, Griechenland, Islamische Republik Iran, Irland1, Italien, Jamaika, Jordanien, Kanada, Kiribati, Demokratische Volksrepublik Korea, Republik Korea, Kroatien1, Lettland, Liberia, Litauen, Luxemburg1, Malaysia, Malta1, Marokko, Marshallinseln, Mongolei, Montenegro, Niederlande, Nigeria, Niue, Norwegen1, Palau, Panama, Polen1, Rumänien, Russische Föderation, Samoa, Serbien, Sierra Leone, Singapur1, Slowenien, Spanien1, St. Kitts und Nevis, St. Vincent und die Grenadinen, Arabische Republik Syrien1, Togo, Tonga, Tschechische Republik, Tunesien1, Tuvalu, Ungarn, Vanuatu, Vereinigtes Königreich1 (einschließlich der Insel Man, Gibraltar, Bermuda und den Cayman-Inseln), Vietnam und Zypern1

________________

1 Vorbehalte und Erklärungen: Vorbehalte und Erklärungen zu diesem Übereinkommen – mit Ausnahme derer Österreichs und territorialer Anwendungen – werden im Teil römisch drei des Bundesgesetzblattes nicht veröffentlicht. Sie sind in englischer Sprache auf der Webseite der IMO unter http://www.imo.org/ abrufbar.

Präambel/Promulgationsklausel

Der Nationalrat hat beschlossen:

Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Artikel 50, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG genehmigt.

Die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens –

im Hinblick auf Artikel 194 des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen von 1982, der vorsieht, dass die Staaten alle Maßnahmen ergreifen, die notwendig sind, um die Verschmutzung der Meeresumwelt zu verhüten, zu verringern und zu überwachen,

ferner im Hinblick auf Artikel 235 jenes Übereinkommens, der vorsieht, dass die Staaten bei der Weiterentwicklung einschlägiger Vorschriften des Völkerrechts zusammenarbeiten, um eine umgehende und angemessene Entschädigung für alle durch Verschmutzung der Meeresumwelt verursachten Schäden zu gewährleisten,

in Anbetracht des Erfolgs des Internationalen Übereinkommens von 1992 über die zivilrechtliche Haftung für Ölverschmutzungsschäden und des Internationalen Übereinkommens von 1992 über die Errichtung eines Internationalen Fonds zur Entschädigung für Ölverschmutzungsschäden, mit denen gewährleistet wird, dass Personen, die Schäden erleiden, die durch Verschmutzung infolge des Ausfließens oder Ablassens von als Bulkladung von Schiffen auf See befördertem Öl verursacht werden, Entschädigung erhalten,

ferner in Anbetracht der Annahme des Internationalen Übereinkommens von 1996 über Haftung und Entschädigung für Schäden bei der Beförderung gefährlicher und schädlicher Stoffe auf See mit dem Ziel, eine angemessene, umgehende und wirksame Entschädigung für Schäden vorzusehen, die durch Ereignisse im Zusammenhang mit der Beförderung gefährlicher und schädlicher Stoffe auf See verursacht werden,

in Anerkennung der Bedeutung einer Gefährdungshaftung für alle Formen der Ölverschmutzung, verbunden mit einer angemessenen Haftungsbeschränkung,

in der Erwägung, dass ergänzende Maßnahmen notwendig sind, um die Zahlung einer angemessenen, umgehenden und wirksamen Entschädigung für Schäden zu gewährleisten, die durch Verschmutzung infolge des Ausfließens oder Ablassens von Bunkeröl aus Schiffen verursacht werden,

in dem Wunsch, einheitliche internationale Vorschriften und Verfahren zur Regelung von Haftungsfragen und einer angemessenen Entschädigung in solchen Fällen anzunehmen –

sind wie folgt übereingekommen:

Zuletzt aktualisiert am

16.01.2026

Gesetzesnummer

20008384

Dokumentnummer

NOR40149853