Kurztitel

Anti-Doping-Konvention

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 451 aus 1991, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 2 aus 2008,

Typ

Vertrag – Multilateral

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 0

Inkrafttretensdatum

01.01.2008

Unterzeichnungsdatum

16.11.1989

Index

79/07 Sport

Langtitel

(Übersetzung)

ANTI-DOPING-KONVENTION

StF: BGBl. Nr. 451/1991 idF BGBl. Nr. 517/1991 (DFB) (NR: GP XVIII RV 94 AB 119 S. 27. BR: AB 4054 S. 541.)

Änderung

BGBl. Nr. 452/1991

BGBl. Nr. 94/1992

BGBl. Nr. 480/1992 (K – Geltungsbereich)

BGBl. Nr. 713/1992 (K – Geltungsbereich)

BGBl. Nr. 171/1994 (K – Geltungsbereich)

BGBl. Nr. 303/1994

BGBl. Nr. 440/1994 (K – Geltungsbereich)

BGBl. Nr. 162/1996 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 9/1997

BGBl. III Nr. 186/1997

BGBl. III Nr. 88/1998

BGBl. III Nr. 24/1999 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 90/1999

BGBl. III Nr. 108/2000

BGBl. III Nr. 157/2000 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 242/2001

BGBl. III Nr. 130/2003

BGBl. III Nr. 74/2004

BGBl. III Nr. 36/2005

BGBl. III Nr. 148/2006

BGBl. III Nr. 12/2007

BGBl. I Nr. 2/2008 (1. BVRBG) (NR: GP XXIII RV 314 AB 370 S. 41. BR: 7799 AB 7830 S. 751.)

BGBl. III Nr. 45/2008

BGBl. III Nr. 3/2009

BGBl. III Nr. 124/2009

BGBl. III Nr. 7/2011

BGBl. III Nr. 13/2012

BGBl. III Nr. 39/2012 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 40/2012 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. III Nr. 189/2012

BGBl. III Nr. 196/2013 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 18/2014

BGBl. III Nr. 169/2014

BGBl. III Nr. 229/2014

BGBl. III Nr. 190/2015

BGBl. III Nr. 233/2016

BGBl. III Nr. 128/2017 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. III Nr. 143/2017 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. III Nr. 1/2018

BGBl. III Nr. 19/2018 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. III Nr. 223/2018

BGBl. III Nr. 237/2019

BGBl. III Nr. 1/2021

BGBl. III Nr. 200/2021

BGBl. III Nr. 210/2022

BGBl. III Nr. 101/2023 (K – Geltungsbereich Z)

BGBl. III Nr. 30/2024

BGBl. III Nr. 28/2025

BGBl. III Nr. 219/2025

Sprachen

Englisch, Französisch

Vertragsparteien

*Albanien römisch drei 39 aus 2012, *Andorra römisch drei 39 aus 2012,, römisch drei 143 aus 2017, Z *Armenien römisch drei 39 aus 2012,, römisch drei 40 aus 2012, Z *Aserbaidschan römisch drei 14 aus 2005, Z, römisch drei 39 aus 2012, *Australien 162 aus 1996, *Belarus römisch drei 39 aus 2012,, römisch drei 19 aus 2018, Z *Belgien römisch drei 39 aus 2012, *Bosnien-Herzegowina 162 aus 1996,, römisch drei 40 aus 2012, Z *Bulgarien 480 aus 1992,, römisch drei 40 aus 2012, Z *Dänemark 451 aus 1991,, römisch drei 14 aus 2005, Z *Deutschland 440 aus 1994,, römisch drei 40 aus 2012, Z *Estland römisch drei 24 aus 1999,, römisch drei 14 aus 2005, Z *Finnland 451 aus 1991, *Frankreich 451 aus 1991, *Georgien römisch drei 39 aus 2012, *Griechenland 162 aus 1996, *Irland römisch drei 39 aus 2012, *Island 451 aus 1991,, römisch drei 14 aus 2005, Z *Italien 162 aus 1996,, römisch drei 101 aus 2023, Z *Jugoslawien 451 aus 1991,, 713 aus 1992, A *Kanada 162 aus 1996, *Kroatien 171 aus 1994, *Lettland römisch drei 24 aus 1999,, römisch drei 14 aus 2005, Z *Liechtenstein römisch drei 157 aus 2000,, römisch drei 40 aus 2012, Z *Litauen römisch drei 24 aus 1999,, römisch drei 14 aus 2005, Z *Luxemburg römisch drei 24 aus 1999,, römisch drei 40 aus 2012, Z *Malta römisch drei 39 aus 2012, *Marokko römisch drei 196 aus 2013, *Moldau römisch drei 39 aus 2012,, römisch drei 40 aus 2012, Z *Monaco römisch drei 14 aus 2005, Z, römisch drei 39 aus 2012, *Montenegro römisch drei 39 aus 2012, *Niederlande 162 aus 1996,, römisch drei 196 aus 2013, *Nordmazedonien 440 aus 1994, *Norwegen 451 aus 1991,, römisch drei 14 aus 2005, Z *Polen 451 aus 1991, *Portugal 440 aus 1994, *Rumänien römisch drei 24 aus 1999,, römisch drei 40 aus 2012, Z *Russische F 480 aus 1992, *San Marino 451 aus 1991, *Schweden 451 aus 1991,, römisch drei 14 aus 2005, Z *Schweiz 171 aus 1994,, römisch drei 14 aus 2005, Z *Serbien römisch drei 39 aus 2012, *Slowakei 171 aus 1994,, römisch drei 14 aus 2005, Z *Slowenien 713 aus 1992, *Spanien 480 aus 1992,, römisch drei 128 aus 2017, Z *Tschechische R 162 aus 1996,, römisch drei 14 aus 2005, Z *Tunesien römisch drei 14 aus 2005, Z, römisch drei 39 aus 2012, *Türkei 171 aus 1994, *UdSSR 451 aus 1991, *Ukraine römisch drei 14 aus 2005, Z, römisch drei 39 aus 2012, *Ungarn 452 aus 1991,, römisch drei 40 aus 2012, Z *Vereinigtes Königreich 451 aus 1991,, 171 aus 1994, *Zypern 171 aus 1994,, römisch drei 14 aus 2005, Z

Ratifikationstext

Anmerkung, letzte Anpassung durch Kundmachung Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 196 aus 2013,)

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 10. Juli 1991 beim Generalsekretär des Europarats hinterlegt; die Konvention tritt gemäß ihrem Artikel 15, Absatz 2, für Österreich mit 1. September 1991 in Kraft.

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs des Europarats haben folgende weitere Staaten die Konvention ohne Vorbehalt der Ratifikation unterzeichnet bzw. ratifiziert oder angenommen:

Dänemark, Finnland, Frankreich, Island, Jugoslawien, Norwegen, Polen, San Marino, Schweden, Sowjetunion, Ungarn, Vereinigtes Königreich.

Folgende Staaten haben anläßlich der Unterzeichnung bzw. Hinterlegung ihrer Annahmeurkunde gemäß Artikel 17, Absatz eins, Erklärungen abgegeben:

Dänemark:

Bis auf weiteres erstreckt sich die Unterzeichnung nicht auf Grönland und die Färöer Inseln.

Frankreich:

Die Konvention findet auf die europäischen und die Überseegebiete der Republik Frankreich Anwendung.

Anlässlich der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde haben folgende Staaten nachstehende Erklärung abgegeben:

Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien:

Einer weiteren Mitteilung des Generalsekretärs zufolge hat das Ministerkomitee des Europarats auf seiner 480. Tagung der Ministerdelegierten vereinbart, daß die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien nicht mehr als Vertragspartei der Konvention zu betrachten ist.

Moldau:

Bis zur vollständigen Wiederherstellung der territorialen Unversehrtheit der Republik Moldau findet das Übereinkommen nur auf das Gebiet Anwendung, das von den Behörden der Republik Moldau tatsächlich kontrolliert wird.

Niederlande:

Ferner haben die Niederlande den Geltungsbereich der Konvention mit Wirksamkeit vom 1. Jänner 2009 auf die Niederländischen Antillen ausgedehnt.

Mit Wirkung vom 10. Oktober 2010 hörten die Niederländischen Antillen auf zu bestehen. Ab diesem Tag genießen Curaçao und Sint Maarten, wie bisher schon die Niederländischen Antillen, innere Selbstverwaltung innerhalb des Königreichs. Die übrigen Inseln der Niederländischen Antillen – Bonaire, Sint Eustatius und Saba – bilden den karibischen Teil der Niederlande. Die bisher für die Niederländischen Antillen geltenden Übereinkünfte behalten ihre Gültigkeit und bleiben auch für diese Inseln in Kraft.

Russische Föderation:

Einer weiteren Mitteilung des Generalsekretärs zufolge wird Rußland als Vertragspartei dieser Konvention, der die ehemalige Sowjetunion am 12. Februar 1991 beigetreten war, angesehen.

Vereinigtes Königreich:

Einer weiteren Mitteilung des Generalsekretärs zufolge hat das Vereinigte Königreich am 1. Oktober 1993 den Geltungsbereich der Konvention auf die Insel Man ausgedehnt.

Präambel/Promulgationsklausel

Der Nationalrat hat beschlossen:

Ziffer eins Der Abschluß der Anti-Doping-Konvention wird genehmigt.

Ziffer 2 Dieser Staatsvertrag samt Anhang ist im Sinne des Artikel 50, Absatz 2, B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.

Präambel

DIE MITGLIEDSTAATEN des Europarates, die anderen Unterzeichnerstaaten des Europäischen Kulturabkommens und die anderen Unterzeichnerstaaten dieses Übereinkommens,

IN ANBETRACHT DESSEN, daß das Ziel des Europarates darin besteht, eine größere Einheit seiner Mitglieder zum Zweck des Schutzes und der Förderung der Ideale und Prinzipien, die ihr gemeinsames Erbe darstellen, und zum Zweck der Erleichterung des wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts zu erreichen;

IM BEWUSSTSEIN DESSEN, daß Sport eine wichtige Rolle im Bereich der Erhaltung der Gesundheit, der moralischen und körperlichen Erziehung und der Förderung der internationalen Verständigung spielen sollte;

BESORGT über den zunehmenden Gebrauch von Dopingmitteln und -methoden durch Sportler und Sportlerinnen im gesamten Sportbereich und die sich daraus ergebenden Folgen für die Gesundheit der Sportler und die Zukunft des Sports;

IN DER ERWÄGUNG, daß dieses Problem die ethischen Prinzipien und erzieherischen Werte, wie sie in der Olympischen Charta, in der Internationalen Charta für Sport und Leibeserziehung der UNESCO und in der Entschließung (76) 41 des Ministerkomitees des Europarates, auch bekannt als die „Europäische Charta Sport für Alle“, enthalten sind, gefährdet;

EINGEDENK der Anti-Doping-Bestimmungen, Grundsätze und Erklärungen der internationalen Sportorganisationen;

IN DEM BEWUSSTSEIN, daß die staatlichen Behörden und die freiwilligen Sportorganisationen einander ergänzende Verantwortlichkeiten im Kampf gegen Doping im Sport haben. Sie tragen insbesondere die Verantwortung dafür, daß Sportveranstaltungen ordnungsgemäß und auf der Grundlage des Prinzips des Fair Play durchgeführt werden, und daß die Gesundheit derjenigen, die an diesen Sportveranstaltungen teilnehmen, geschützt wird;

IN DER ERKENNTNIS, daß diese Behörden und Organisationen zu diesem Zweck auf allen entsprechenden Ebenen zusammenarbeiten müssen;

UNTER HINWEIS auf die Entschließungen über Doping, die von der Europäischen Sportministerkonferenz angenommen wurden und insbesondere unter Hinweis auf die Entschließung Nr. 1, die auf der 6. Konferenz in Reykjavik 1989 angenommen wurde;

UNTER HINWEIS DARAUF, daß das Ministerkomitee des Europarates bereits die Entschließung (67) 12 bezüglich Doping von Sportlern, Empfehlung Nr. R (79) 8 bezüglich Doping im Sport und die Empfehlung Nr. 8 (84) 19 über die Europäische Anti-Doping-Charta sowie die Empfehlung Nr. R (88) 12 über die Einrichtung von unangekündigten Dopingkontrollen außerhalb von Wettkämpfen angenommen hat;

UNTER HINWEIS auf die Empfehlung Nr. 5 zum Thema Doping, die auf der UNESCO – Konferenz der für Sport und Leibeserziehung zuständigen Minister und Hohen Beamten in Moskau (1988) verabschiedet wurde;

jedoch IN DEM ENTSCHLUSS, weiter und stärker zusammenzuarbeiten, um das Problem des Dopings im Sport zu verringern und schließlich auszumerzen, wobei als Grundlage die ethischen Werte und praktischen Maßnahmen gelten sollen, die in diesen Dokumenten enthalten sind;

SIND WIE FOLGT ÜBEREINGEKOMMEN:

Anmerkung

1. vergleiche Zusatzprotokoll (Z), Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 14 aus 2005,

2. Vorbehalte, Erklärungen etc. der Vertragsparteien wurden mit Stichtag 24.7.2013 eingearbeitet.

Schlagworte

e-rk3,

Dopingmethode

Zuletzt aktualisiert am

20.01.2026

Gesetzesnummer

10009768

Dokumentnummer

NOR30006956