BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2026

Ausgegeben am 4. August 2026

Teil römisch zwei

235. Verordnung:

Änderung der Eisenbahnkreuzungsverordnung 2012

235. Verordnung des Bundesministers für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, mit der die Eisenbahnkreuzungsverordnung 2012 geändert wird

Auf Grund des Paragraph 49, Absatz eins und 3 des Eisenbahngesetzes 1957- EisbG, Bundesgesetzblatt Nr. 60 aus 1957,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 50 aus 2025,, wird verordnet:

Die Verordnung über die Sicherung von Eisenbahnkreuzungen und das Verhalten bei der Annäherung an und beim Übersetzen von Eisenbahnkreuzungen (Eisenbahnkreuzungsverordnung 2012 – EisbKrV), Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 216 aus 2012,, zuletzt geändert durch die Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 300 aus 2023,, wird wie folgt geändert:

Novellierungsanordnung 1, Im Inhaltsverzeichnis wird der Eintrag „§ 102 bis 106 Übergangsbestimmungen“ durch folgenden Eintrag ersetzt:

„§§ 102

bis 106a Übergangsbestimmungen“

Novellierungsanordnung 2, Dem Paragraph 5, wird folgender Absatz 3, angefügt:

  1. Absatz 3,Die Behörde hat in ihrer Entscheidung über die zur Anwendung kommende Sicherung einer Eisenbahnkreuzung auch eine angemessene Frist zu setzen, innerhalb der die zur Anwendung kommende Sicherung einer Eisenbahnkreuzung zu erfolgen hat. Die Behörde kann diese Frist auf rechtzeitig gestellten Antrag des Eisenbahnunternehmens verlängern.“

Novellierungsanordnung 3, Paragraph 39, Absatz 5, lautet:

  1. Absatz 5,Die Sicherung einer Eisenbahnkreuzung durch Bewachung ist unabhängig von der durch die Behörde gemäß Paragraph 5, angeordneten Sicherung und den Anforderungen des Absatz eins, Ziffer eins, und 2 zulässig:
    1. Ziffer eins
      als Maßnahme im Störungsfall gemäß Paragraph 95, und
    2. Ziffer 2
      bei Sicherungen gemäß Paragraphen 35 und 36, wenn über die Eisenbahnkreuzung Verschub erfolgt.“

Novellierungsanordnung 4, In Paragraph 87, entfallen die Absatz 7 und 9,

Novellierungsanordnung 5, Paragraph 97, Absatz 4, Ziffer 2 und 3 lauten:

  1. Ziffer 2
    vor dem letzten Andreaskreuz vor der Eisenbahnkreuzung, jedoch mindestens in einer Entfernung von 3 m vor der nächstgelegenen Schiene, oder
  2. Ziffer 3
    vor dem letzten Lichtzeichen vor der Eisenbahnkreuzung, jedoch mindestens in einer Entfernung von 3 m vor der nächstgelegenen Schiene, oder“

Novellierungsanordnung 6, Nach Paragraph 103, wird folgender Paragraph 103 a, eingefügt:

Paragraph 103 a,

  1. Absatz eins,Eisenbahnkreuzungen, die auf der Grundlage einer behördlichen Entscheidung gemäß Paragraph 49, Absatz 2, EisbG in Verbindung mit Paragraph 10, der Eisenbahn-Kreuzungsverordnung 1961 durch Bewachung gesichert sind, sind bis spätestens 1. September 2034 von der Behörde gemäß Paragraph 49, Absatz 2, EisbG zu überprüfen. Diese hat über die erforderliche Art der Sicherung gemäß dieser Verordnung unter Festsetzung einer angemessenen Ausführungsfrist, die spätestens am 1. September 2039 endet, zu entscheiden.
  2. Absatz 2,Für bestehende Lichtzeichen gemäß Paragraph 10, der Eisenbahn-Kreuzungsverordnung 1961 sind Paragraph 102, Absatz 2, und 3 sinngemäß anzuwenden.
  3. Absatz 3,Für folgende bestehende Einrichtungen zur Abgabe von Lichtzeichen ist Paragraph 104, sinngemäß anzuwenden:
    1. Ziffer eins
      Einrichtungen gemäß Paragraph 84,, die gemäß dieser Verordnung in der Fassung der Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 216 aus 2012, neu errichtet wurden; und
    2. Ziffer 2
      Einrichtungen gemäß Paragraph 84,, die gemäß dieser Verordnung in der Fassung der Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 300 aus 2023,, neu errichtet wurden.“

Novellierungsanordnung 7, Paragraph 104, lautet:

Paragraph 104,

Soferne dem die örtlichen Verhältnisse und Verkehrserfordernisse nicht entgegenstehen, können bis zum Ablauf ihrer technischen Nutzungsdauer beibehalten werden:

  1. Ziffer eins
    bestehende Lichtzeichen und Lichtzeichen mit Schranken gemäß Paragraph 4, Absatz eins, Ziffer 3 und Ziffer 4,, die gemäß dieser Verordnung in der Fassung der Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 216 aus 2012, neu errichtet wurden;
  2. Ziffer 2
    bestehende Lichtzeichen und Lichtzeichen mit Schranken gemäß Paragraph 4, Absatz eins, Ziffer 3 und Ziffer 4,, die gemäß dieser Verordnung in der Fassung der Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 300 aus 2023,, neu errichtet wurden; und
  3. Ziffer 3
    bestehende Lichtzeichen und Lichtzeichen mit Schranken gemäß Paragraph 4, Absatz eins, Ziffer 3 und Ziffer 4,, die gemäß der Eisenbahnkreuzungs-Verordnung 1961 errichtet wurden und bereits gemäß Paragraph 102, Absatz 2, angepasst wurden.“

Novellierungsanordnung 8, Paragraph 105, lautet:

Paragraph 105,

Soferne dem die örtlichen Verhältnisse und Verkehrserfordernisse nicht entgegenstehen, können beibehalten werden:

  1. Ziffer eins
    bestehende Sicherungen gemäß Paragraph 4, Absatz eins, Ziffer eins und Ziffer 2,, die gemäß dieser Verordnung in der Fassung der Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 216 aus 2012, neu eingerichtet wurden; und
  2. Ziffer 2
    bestehende Sicherungen gemäß Paragraph 4, Absatz eins, Ziffer eins und Ziffer 2,, die gemäß dieser Verordnung in der Fassung der Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 300 aus 2023,, neu eingerichtet wurden.“

Novellierungsanordnung 9, Nach Paragraph 106, wird folgender Paragraph 106 a, eingefügt:

Paragraph 106 a,

  1. Absatz eins,Sind öffentliche Eisenbahnen oder Streckenteile einer öffentlichen Eisenbahn gemäß Paragraph 28, EisbG vorübergehend oder dauernd eingestellt und ist sichergestellt, dass im Bereich der zugehörigen Eisenbahnkreuzungen keine Fahrten stattfinden, sind die zugehörigen Eisenbahnkreuzungen von der Entscheidung über ihre erforderliche Art der Sicherung gemäß Paragraph 102, Absatz eins bis 3, Paragraph 103 und Paragraph 103 a, Absatz eins, ausgenommen.
  2. Absatz 2,Vor einer Weiterführung des Betriebes der im Absatz eins, angeführten öffentlichen Eisenbahnen oder Streckenteile einer öffentlichen Eisenbahn hat die Behörde die Überprüfungen der zugehörigen Eisenbahnkreuzungen gemäß Paragraph 102, Absatz eins bis Absatz 3,, Paragraph 103 und Paragraph 103 a, Absatz eins, nachzuholen.
  3. Absatz 3,Vor einer Weiterführung des Betriebes der im Absatz eins, angeführten öffentlichen Eisenbahnen oder Streckenteile einer öffentlichen Eisenbahn hat das Eisenbahnunternehmen die zugehörigen Eisenbahnkreuzungen nach Maßgabe dieser Verordnung unabhängig davon, in welchem Ausmaß das Eisenbahnunternehmen und der Träger der Straßenbaulast die hieraus erwachsenden Kosten zu tragen haben, zu sichern.
  4. Absatz 4,Die Absatz eins bis 3 gelten sinngemäß auch für nicht-öffentliche Eisenbahnen oder Streckenteile einer nicht-öffentlichen Eisenbahn, die gemäß Paragraph 19 b, EisbG aus Sicherheitsgründen eingestellt wurden.“

Novellierungsanordnung 10, Dem Paragraph 109, wird folgender Absatz 4, angefügt:

  1. Absatz 4,Das Inhaltsverzeichnis, Paragraph 5, Absatz 3,, Paragraph 39, Absatz 5,, Paragraph 87,, Paragraph 97, Absatz 4, Ziffer 2 und 3, Paragraph 103 a,, Paragraph 104,, Paragraph 105,, Paragraph 106 a,, sowie Ziffer 2, Litera a,, Ziffer 3, Litera a,, Ziffer 4, Litera a und Ziffer 5, Litera a, der Anlage 1 in der Fassung der Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 235 aus 2026, treten mit dem auf die Kundmachung folgenden Tag in Kraft.“

Novellierungsanordnung 11, Ziffer 2, Litera a, der Anlage 1 lautet:

  1. Litera a
    Die Sperrstrecke d für Fahrzeugverkehr beginnt an jener Stelle, an welcher Straßenbenützer gemäß Paragraph 97, Absatz 4, vor der Eisenbahnkreuzung anzuhalten haben, und endet 2 m nach der letzten Schiene jenes Gleises, das in die Berechnung der erforderlichen Annäherungszeit einbezogen ist.“

Novellierungsanordnung 12, Ziffer 3, Litera a, der Anlage 1 lautet:

  1. Litera a
    Der Teil d1 der Sperrstrecke d bei Fahrzeugverkehr beginnt an jener Stelle, an welcher Straßenbenützer gemäß Paragraph 97, Absatz 4, vor der Eisenbahnkreuzung anzuhalten haben, und endet nach dem Zufahrtsschranken.“

Novellierungsanordnung 13, Ziffer 4, Litera a, der Anlage 1 lautet:

  1. Litera a
    Die Sperrstrecke d beginnt bei Fahrzeugverkehr an jener Stelle, an welcher Straßenbenützer gemäß Paragraph 97, Absatz 4, vor der Eisenbahnkreuzung anzuhalten haben, und endet nach dem nach der letzten Schiene angeordneten Schrankenbaum.“

Novellierungsanordnung 14, Ziffer 5, Litera a, der Anlage 1 lautet:

  1. Litera a
    Die Sperrstrecke d beginnt an jener Stelle, an welcher Straßenbenützer gemäß Paragraph 97, Absatz 4, vor der Eisenbahnkreuzung anzuhalten haben und endet 2 m nach der letzten Schiene jenes Gleises, das in die Berechnung der erforderlichen Annäherungszeit einbezogen ist. Eine Berechnung der Sperrstrecke d ist nur zulässig, wenn der Verlauf der Straße einschließlich eines Straßenstückes beiderseits der Bahn mit einer Länge von jeweils etwa 25 m (gemessen jeweils von der nächstgelegenen Schiene) sowie der Verlauf der Bahn im Bereich der Eisenbahnkreuzung geradlinig ist. Erforderlichenfalls dürfen unterschiedliche Werte, die sich aus den Verkehrsrichtungen der Straße ergeben, berücksichtigt werden.“

Hanke