BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2025

Ausgegeben am 28. Mai 2025

Teil römisch zwei

98. Verordnung:

Änderung der Bankensanierungsplanverordnung

98. Verordnung der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA), mit der die Bankensanierungsplanverordnung geändert wird

Auf Grund des Paragraph 4, Absatz eins und 2 in Verbindung mit Paragraph 4, Absatz 3, des Sanierungs- und Abwicklungsgesetzes – BaSAG, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 98 aus 2014,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 112 aus 2024,, wird verordnet:

Die Bankensanierungsplanverordnung – BaSaPV, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 25 aus 2015,, geändert durch die Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 76 aus 2016,, wird wie folgt geändert:

Novellierungsanordnung 1, In Paragraph eins, Absatz eins, entfällt der Ausdruck „(Paragraph 6,)“.

Novellierungsanordnung 2, In Paragraph 2, Ziffer eins, Litera a und b wird die Wortfolge „350 Millionen Euro“ jeweils durch die Wortfolge „500 Millionen Euro“ ersetzt.

Novellierungsanordnung 3, In Paragraph 2, Ziffer 2, Litera a, Sub-Litera, b, b und c, c entfällt jeweils das Wort „nicht“.

Novellierungsanordnung 4, Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer eins, Litera b, lautet:

  1. Litera b
    Paragraph 10, Absatz eins, BaSAG ist mit der Maßgabe anzuwenden, dass der Sanierungsplan folgende Indikatoren zu enthalten hat:
    1. Sub-Litera, a, a
      harte Kernkapitalquote gemäß Artikel 92, Absatz 2, Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 575 aus 2013,,
    2. Sub-Litera, b, b
      Kernkapitalquote gemäß Artikel 92, Absatz 2, Buchstabe b der Verordnung (EU) Nr. 575 aus 2013,,
    3. Sub-Litera, c, c
      Gesamtkapitalquote gemäß Artikel 92, Absatz 2, Buchstabe c der Verordnung (EU) Nr. 575 aus 2013,,
    4. Sub-Litera, d, d
      Verschuldungsquote gemäß Artikel 429, der Verordnung (EU) Nr. 575 aus 2013,,
    5. Sub-Litera, e, e
      Liquiditätsdeckungsanforderung (Mindestliquiditätsquote) gemäß Artikel 412, der Verordnung (EU) Nr. 575 aus 2013,,
    6. Sub-Litera, f, f
      strukturelle Liquiditätsquote gemäß Artikel 413, der Verordnung (EU) Nr. 575 aus 2013,,
    7. Sub-Litera, g, g
      Gesamtkapitalrentabilität oder Eigenkapitalrentabilität,
    8. Sub-Litera, h, h
      Anstiegsrate der notleidenden Kredite.
    Entsprechen die Indikatoren gemäß Sub-Litera, a, a, b, b und c, c einander, genügt die Heranziehung des Indikators gemäß Sub-Litera, c, c,; entsprechen lediglich die Indikatoren gemäß Sub-Litera, a, a und b, b einander, genügt die Heranziehung der Indikatoren gemäß Sub-Litera, b, b und c, c; entsprechen lediglich die Indikatoren gemäß Sub-Litera, b, b und c, c einander, genügt die Heranziehung der Indikatoren gemäß Sub-Litera, a, a und cc.“

Novellierungsanordnung 5, Dem Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer eins, wird folgende Litera c, angefügt:

  1. Litera c
    Abweichend von Litera b, ist Paragraph 10, Absatz eins, BaSAG für CRR-Wertpapierfirmen gemäß Paragraph 2, Ziffer 3, BaSAG, die Unternehmen der Kategorie 1 sind, mit der Maßgabe anzuwenden, dass der Sanierungsplan folgende Indikatoren zu enthalten hat:
    1. Sub-Litera, a, a
      harte Kernkapitalquote gemäß Artikel 9, Absatz eins, Buchstabe a der Verordnung (EU) 2019 aus 2033,,
    2. Sub-Litera, b, b
      Kernkapitalquote gemäß Artikel 9, Absatz eins, Buchstabe b der Verordnung (EU) Nr. 2019 aus 2033,,
    3. Sub-Litera, c, c
      Gesamtkapitalquote gemäß Artikel 9, Absatz eins, Buchstabe c der Verordnung (EU) Nr. 2019 aus 2033,,
    4. Sub-Litera, d, d
      Liquiditätsanforderung gemäß Artikel 43, Absatz eins, der Verordnung (EU) Nr. 2019 aus 2033,,
    5. Sub-Litera, e, e
      Gesamtkapitalrentabilität oder Eigenkapitalrentabilität,
    6. Sub-Litera, f, f
      Anstiegsrate der Wertminderungen von wesentlichen Vermögenswerten,
    7. Sub-Litera, g, g
      Veränderungen von Risikopositionen aus Geschäftsmodellrisiken, welche zu wesentlichen Ergebnisverschlechterungen führen können.
    Entsprechen die Indikatoren gemäß Sub-Litera, a, a, b, b und c, c einander, genügt die Heranziehung des Indikators gemäß Sub-Litera, c, c,; entsprechen lediglich die Indikatoren gemäß Sub-Litera, a, a und b, b einander, genügt die Heranziehung der Indikatoren gemäß Sub-Litera, b, b und c, c; entsprechen lediglich die Indikatoren gemäß Sub-Litera, b, b und c, c einander, genügt die Heranziehung der Indikatoren gemäß Sub-Litera, a, a und cc.“

Novellierungsanordnung 6, Dem Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 2, wird folgende Litera c, angefügt:

  1. Litera c
    Abweichend von Litera b, ist Paragraph 10, Absatz eins, BaSAG für CRR-Wertpapierfirmen gemäß Paragraph 2, Ziffer 3, BaSAG, die Unternehmen der Kategorie 2 sind, mit der Maßgabe anzuwenden, dass der Sanierungsplan die Indikatoren gemäß Ziffer eins, Litera c, zu enthalten hat.“

Novellierungsanordnung 7, In Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 3, Litera b, entfällt der Ausdruck „Liquidität,“.

Novellierungsanordnung 8, Dem Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 3, wird folgende Litera c, angefügt:

  1. Litera c
    Abweichend von Litera b, ist Paragraph 10, Absatz eins, BaSAG für CRR-Wertpapierfirmen gemäß Paragraph 2, Ziffer 3, BaSAG, die Unternehmen der Kategorie 3 sind, mit der Maßgabe anzuwenden, dass der Sanierungsplan die Indikatoren gemäß Ziffer eins, Litera c, sowie jeweils einen weiteren Indikator aus den Bereichen Profitabilität und Qualität der Aktiva zu enthalten hat.“

Novellierungsanordnung 9, Die Paragraphen 4 bis 6 samt Überschriften lauten:

„Zeitpunkt der erstmaligen Übermittlung des Sanierungsplans

Paragraph 4,

Unternehmen haben den Sanierungsplan spätestens sechs Monate ab Rechtskraft der Erteilung der Konzession erstmals zu erstellen und an die FMA zu übermitteln. Sobald ein geprüfter Jahresabschluss vorliegt, ist der Sanierungsplan beruhend auf diesen Zahlen

  1. Ziffer eins
    im Fall von Unternehmen der Kategorien 1, 2 und 3 spätestens bis zum auf den Abschluss des Geschäftsjahres folgenden 31. Dezember und
  2. Ziffer 2
    im Fall von Unternehmen der Kategorie 4 spätestens bis zum auf den Abschluss des Geschäftsjahres folgenden 30. September
zu aktualisieren und an die FMA zu übermitteln. Ab Übermittlung eines auf den Zahlen ausweislich des letzten geprüften Jahresabschlusses beruhenden Sanierungsplans ist der Sanierungsplan entsprechend Paragraph 5, zu aktualisieren und an die FMA zu übermitteln.

Zeitpunkt und Häufigkeit der Aktualisierung des Sanierungsplans

Paragraph 5,

Unbeschadet des Paragraph 11, Absatz eins, zweiter Satz BaSAG gelten für die Häufigkeit der Aktualisierung des Sanierungsplans folgende Bestimmungen:

  1. Ziffer eins
    Die Unternehmen der Kategorie 1 haben den Sanierungsplan alle drei Jahre spätestens bis 31. Dezember zu aktualisieren und an die FMA zu übermitteln.
  2. Ziffer 2
    Die Unternehmen der Kategorien 2 und 3 haben den Sanierungsplan alle zwei Jahre spätestens bis 31. Dezember zu aktualisieren und an die FMA zu übermitteln.
  3. Ziffer 3
    Die Unternehmen der Kategorie 4 haben den Sanierungsplan einmal jährlich spätestens bis 30. September zu aktualisieren und an die FMA zu übermitteln.

Verweise

Paragraph 6,

Soweit im Einzelnen nichts anderes angeordnet ist, gilt für Verweise auf Rechtsakte in dieser Verordnung Folgendes:

  1. Ziffer eins
    Soweit auf Bestimmungen des Sanierungs- und Abwicklungsgesetzes – BaSAG, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 98 aus 2014, verwiesen wird, ist dieses in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 112 aus 2024, anzuwenden;
  2. Ziffer 2
    soweit auf Bestimmungen der Verordnung (EU) Nr. 1024 aus 2013, verwiesen wird, bezieht sich dies auf die Verordnung (EU) Nr. 1024 aus 2013, zur Übertragung besonderer Aufgaben im Zusammenhang mit der Aufsicht über Kreditinstitute auf die Europäische Zentralbank, Amtsblatt Nummer L 287 vom 29.10.2013 Seite 63, in der Fassung der Berichtigung Amtsblatt Nummer L 218 vom 19.08.2015 Seite 82;
  3. Ziffer 3
    soweit auf Bestimmungen der Verordnung (EU) Nr. 575 aus 2013, verwiesen wird, bezieht sich dies auf die Verordnung (EU) Nr. 575 aus 2013, über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 648 aus 2012,, Amtsblatt Nummer L 176 vom 27.06.2013 Seite 1, in der Fassung der Verordnung (EU) 2024/2987, ABl. Nr. L 2024/2987 vom 04.12.2024;
  4. Ziffer 4
    soweit auf Bestimmungen der Verordnung (EU) 2019 aus 2033, verwiesen wird, bezieht sich dies auf die Verordnung (EU) 2019 aus 2033, über Aufsichtsanforderungen an Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnungen (EU) Nr. 1093 aus 2010,, (EU) Nr. 575 aus 2013,, (EU) Nr. 600 aus 2014, und (EU) Nr. 806 aus 2014,, Amtsblatt Nummer L 314 vom 05.12.2019 Seite 1, in der Fassung der Verordnung (EU) 2023/2869, ABl. Nr. L 2023/2869 vom 20.12.2023.“

Novellierungsanordnung 10, Dem Paragraph 7, wird folgender Absatz 3, angefügt:

  1. Absatz 3,Paragraph eins, Absatz eins,, Paragraph 2, Ziffer eins, Litera a und b, Paragraph 2, Ziffer 2, Litera a, Sub-Litera, b, b, und cc, Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer eins, Litera b und c, Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 2, Litera c,, Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 3, Litera b und c sowie die Paragraphen 4 bis 6 samt Überschriften in der Fassung der Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 98 aus 2025, treten mit Ablauf des Tages der Kundmachung in Kraft. Abweichend von Paragraph 5, Ziffer eins und 2 haben Unternehmen der Kategorien 1, 2 und 3, die bereits vor dem 1. Jänner 2025 einen Sanierungsplan zu übermitteln hatten, diesen im Fall von Unternehmen der Kategorien 1 und 2 erstmals bis spätestens 31. Dezember 2026, im Fall von Unternehmen der Kategorie 3 erstmals bis spätestens 31. Dezember 2025 wieder zu aktualisieren und zu übermitteln.“

Ettl     Müller