73. Bundesgesetz, mit dem das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, das Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz und das Bauern-Sozialversicherungsgesetz geändert werden
Der Nationalrat hat beschlossen:
Artikel 1
Änderung des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes
Das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz – ASVG, BGBl. Nr. 189/1955, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 54/2020, wird wie folgt geändert:Das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz – ASVG, Bundesgesetzblatt Nr. 189 aus 1955,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 54 aus 2020,, wird wie folgt geändert:
1.Novellierungsanordnung 1, Im § 292 Abs. 8 dritter Satz wird der Ausdruck „13%“ durch den Ausdruck „10%“ ersetzt.Im Paragraph 292, Absatz 8, dritter Satz wird der Ausdruck „13%“ durch den Ausdruck „10%“ ersetzt.
2.Novellierungsanordnung 2, Nach § 738 wird folgender § 739 samt Überschrift angefügt:Nach Paragraph 738, wird folgender Paragraph 739, samt Überschrift angefügt:
„Schlussbestimmungen zu Art. 1 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 73/2020„Schlussbestimmungen zu Artikel eins, des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 73 aus 2020,
§ 739.Paragraph 739,
(1)Absatz eins,§ 292 Abs. 8 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 73/2020 tritt rückwirkend mit 1. Jänner 2020 in Kraft.Paragraph 292, Absatz 8, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 73 aus 2020, tritt rückwirkend mit 1. Jänner 2020 in Kraft.
(2)Absatz 2,In Fällen, in denen durch die Absenkung des Prozentsatzes nach § 292 Abs. 8 von 13% auf 10% durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 73/2020 ein Anspruch auf Ausgleichszulage entsteht, gebührt diese abweichend von § 296 Abs. 2 mit Erfüllung der Voraussetzungen, frühestens ab 1. Jänner 2020, wenn der Antrag auf Ausgleichszulage im Jahr 2020 gestellt wird.“In Fällen, in denen durch die Absenkung des Prozentsatzes nach Paragraph 292, Absatz 8, von 13% auf 10% durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 73 aus 2020, ein Anspruch auf Ausgleichszulage entsteht, gebührt diese abweichend von Paragraph 296, Absatz 2, mit Erfüllung der Voraussetzungen, frühestens ab 1. Jänner 2020, wenn der Antrag auf Ausgleichszulage im Jahr 2020 gestellt wird.“
Artikel 2
Änderung des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes
Das Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz – GSVG, BGBl. Nr. 560/1978, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 31/2020, wird wie folgt geändert:Das Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz – GSVG, Bundesgesetzblatt Nr. 560 aus 1978,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 31 aus 2020,, wird wie folgt geändert:
1.Novellierungsanordnung 1, Im § 149 Abs. 7 dritter Satz wird der Ausdruck „13 %“ durch den Ausdruck „10%“ ersetzt.Im Paragraph 149, Absatz 7, dritter Satz wird der Ausdruck „13 %“ durch den Ausdruck „10%“ ersetzt.
2.Novellierungsanordnung 2, Nach § 378 wird folgender § 379 samt Überschrift angefügt:Nach Paragraph 378, wird folgender Paragraph 379, samt Überschrift angefügt:
„Schlussbestimmungen zu Art. 2 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 73/2020„Schlussbestimmungen zu Artikel 2, des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 73 aus 2020,
§ 379.Paragraph 379,
(1)Absatz eins,§ 149 Abs. 7 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 73/2020 tritt rückwirkend mit 1. Jänner 2020 in Kraft.Paragraph 149, Absatz 7, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 73 aus 2020, tritt rückwirkend mit 1. Jänner 2020 in Kraft.
(2)Absatz 2,In Fällen, in denen durch die Absenkung des Prozentsatzes nach § 149 Abs. 7 von 13% auf 10% durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 73/2020 ein Anspruch auf Ausgleichszulage entsteht, gebührt diese abweichend von § 153 Abs. 2 mit Erfüllung der Voraussetzungen, frühestens ab 1. Jänner 2020, wenn der Antrag auf Ausgleichszulage im Jahr 2020 gestellt wird.“In Fällen, in denen durch die Absenkung des Prozentsatzes nach Paragraph 149, Absatz 7, von 13% auf 10% durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 73 aus 2020, ein Anspruch auf Ausgleichszulage entsteht, gebührt diese abweichend von Paragraph 153, Absatz 2, mit Erfüllung der Voraussetzungen, frühestens ab 1. Jänner 2020, wenn der Antrag auf Ausgleichszulage im Jahr 2020 gestellt wird.“
Artikel 3
Änderung des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes
Das Bauern-Sozialversicherungsgesetz – BSVG, BGBl. Nr. 559/1978, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 31/2020, wird wie folgt geändert:Das Bauern-Sozialversicherungsgesetz – BSVG, Bundesgesetzblatt Nr. 559 aus 1978,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 31 aus 2020,, wird wie folgt geändert:
1.Novellierungsanordnung 1, Im § 23 Abs. 6 Z 1 wird nach dem Ausdruck „ermittelt wird“ der Ausdruck „ , in der Pensionsversicherung jedoch die Hälfte dieser Beitragsgrundlage, wenn die nach § 2 Abs. 1 Z 2 pflichtversicherte Person das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet hat“ eingefügt.Im Paragraph 23, Absatz 6, Ziffer eins, wird nach dem Ausdruck „ermittelt wird“ der Ausdruck „ , in der Pensionsversicherung jedoch die Hälfte dieser Beitragsgrundlage, wenn die nach Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer 2, pflichtversicherte Person das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet hat“ eingefügt.
2.Novellierungsanordnung 2, Im § 23 Abs. 9 lit. b wird nach dem Ausdruck „ein Drittel“ der Ausdruck „ , in der Pensionsversicherung für Personen, die das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, die Hälfte“ eingefügt.Im Paragraph 23, Absatz 9, Litera b, wird nach dem Ausdruck „ein Drittel“ der Ausdruck „ , in der Pensionsversicherung für Personen, die das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, die Hälfte“ eingefügt.
3.Novellierungsanordnung 3, § 23 Abs. 10 lit. a sublit. aa und ab lautet:Paragraph 23, Absatz 10, Litera a, Sub-Litera, a, a und ab lautet:
in der Kranken- und Pensionsversicherung den Betrag nach § 5 Abs. 2 ASVG (Mindestbeitragsgrundlage),in der Kranken- und Pensionsversicherung den Betrag nach Paragraph 5, Absatz 2, ASVG (Mindestbeitragsgrundlage),
in der Unfallversicherung 824,51 € (Mindestbeitragsgrundlage);“
4.Novellierungsanordnung 4, § 23 Abs. 10 lit. a sublit. bb lautet:Paragraph 23, Absatz 10, Litera a, Sub-Litera, b, b, lautet:
in der Krankenversicherung den Betrag nach § 5 Abs. 2 ASVG (Mindestbeitragsgrundlage) und in der Unfallversicherung 1 549,35 € (Mindestbeitragsgrundlage).“in der Krankenversicherung den Betrag nach Paragraph 5, Absatz 2, ASVG (Mindestbeitragsgrundlage) und in der Unfallversicherung 1 549,35 € (Mindestbeitragsgrundlage).“
5.Novellierungsanordnung 5, § 24c samt Überschrift wird aufgehoben.Paragraph 24 c, samt Überschrift wird aufgehoben.
6.Novellierungsanordnung 6, § 29a samt Überschrift wird aufgehoben.Paragraph 29 a, samt Überschrift wird aufgehoben.
7.Novellierungsanordnung 7, Im § 140 Abs. 7 dritter Satz wird der Ausdruck „13 %“ durch den Ausdruck „10%“ ersetzt.Im Paragraph 140, Absatz 7, dritter Satz wird der Ausdruck „13 %“ durch den Ausdruck „10%“ ersetzt.
8.Novellierungsanordnung 8, Nach § 372 wird folgender § 373 samt Überschrift angefügt:Nach Paragraph 372, wird folgender Paragraph 373, samt Überschrift angefügt:
„Schlussbestimmungen zu Art. 3 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 73/2020„Schlussbestimmungen zu Artikel 3, des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 73 aus 2020,
§ 373.Paragraph 373,
(1)Absatz eins,Die §§ 23 Abs. 6 Z 1, Abs. 9 lit. b und Abs. 10 lit. a sublit. aa, ab und bb sowie 140 Abs. 7 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 73/2020 treten rückwirkend mit 1. Jänner 2020 in Kraft.Die Paragraphen 23, Absatz 6, Ziffer eins,, Absatz 9, Litera b und Absatz 10, Litera a, Sub-Litera, a, a,, ab und bb sowie 140 Absatz 7, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 73 aus 2020, treten rückwirkend mit 1. Jänner 2020 in Kraft.
(2)Absatz 2,Die §§ 24c samt Überschrift und 29a samt Überschrift treten rückwirkend mit Ablauf des 31. Dezember 2019 außer Kraft.Die Paragraphen 24 c, samt Überschrift und 29a samt Überschrift treten rückwirkend mit Ablauf des 31. Dezember 2019 außer Kraft.
(3)Absatz 3,Jener Teil des Pensionsversicherungsbeitrages für Pflichtversicherte nach § 2 Abs. 1 Z 2, der sich aus der Erhöhung der Beitragsgrundlage nach § 23 Abs. 6 Z 1 durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 73/2020 von einem Drittel auf die Hälfte der Beitragsgrundlage des Betriebsführers/der Betriebsführerin ergibt, ist abweichend von § 24 Abs. 2 und 3 allein aus Mitteln des Bundes zu tragen.Jener Teil des Pensionsversicherungsbeitrages für Pflichtversicherte nach Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer 2,, der sich aus der Erhöhung der Beitragsgrundlage nach Paragraph 23, Absatz 6, Ziffer eins, durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 73 aus 2020, von einem Drittel auf die Hälfte der Beitragsgrundlage des Betriebsführers/der Betriebsführerin ergibt, ist abweichend von Paragraph 24, Absatz 2 und 3 allein aus Mitteln des Bundes zu tragen.
(4)Absatz 4,In Fällen, in denen durch die Absenkung des Prozentsatzes nach § 140 Abs. 7 von 13% auf 10% durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 73/2020 ein Anspruch auf Ausgleichszulage entsteht, gebührt diese abweichend von § 144 Abs. 2 mit Erfüllung der Voraussetzungen, frühestens ab 1. Jänner 2020, wenn der Antrag auf Ausgleichszulage im Jahr 2020 gestellt wird.“In Fällen, in denen durch die Absenkung des Prozentsatzes nach Paragraph 140, Absatz 7, von 13% auf 10% durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 73 aus 2020, ein Anspruch auf Ausgleichszulage entsteht, gebührt diese abweichend von Paragraph 144, Absatz 2, mit Erfüllung der Voraussetzungen, frühestens ab 1. Jänner 2020, wenn der Antrag auf Ausgleichszulage im Jahr 2020 gestellt wird.“
Van der Bellen
Kurz