5. Kundmachung der Bundeskanzlerin über die Aufhebung von Bestimmungen des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes und des Bundesgesetzes über die Prüfung lohnabhängiger Abgaben und Beiträge durch den Verfassungsgerichtshof
Gemäß Art. 140 Abs. 5 und 6 B-VG und gemäß § 64 Abs. 2 des Verfassungsgerichtshofgesetzes 1953 – VfGG, BGBl. Nr. 85/1953, wird kundgemacht:Gemäß Artikel 140, Absatz 5 und 6 B-VG und gemäß Paragraph 64, Absatz 2, des Verfassungsgerichtshofgesetzes 1953 – VfGG, Bundesgesetzblatt Nr. 85 aus 1953,, wird kundgemacht:
Der Verfassungsgerichtshof hat mit am 13. Dezember 2019 mündlich verkündetem Erkenntnis, G 78-81/2019-56 ua., der Bundeskanzlerin zugestellt am 30. Dezember 2019, zu Recht erkannt:
§ 41a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 9. September 1955 über die Allgemeine Sozialversicherung (Allgemeines Sozialversicherungsgesetz – ASVG), BGBl. I Nr. 189/1955 idF BGBl. I Nr. 98/2018, wird als verfassungswidrig aufgehoben.Paragraph 41 a, Absatz eins, des Bundesgesetzes vom 9. September 1955 über die Allgemeine Sozialversicherung (Allgemeines Sozialversicherungsgesetz – ASVG), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 189 aus 1955, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 98 aus 2018,, wird als verfassungswidrig aufgehoben.
Im Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG), BGBl. Nr. 189/1955 idF BGBl. I Nr. 100/2018, werden als verfassungswidrig aufgehoben:Im Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG), Bundesgesetzblatt Nr. 189 aus 1955, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2018,, werden als verfassungswidrig aufgehoben:
§ 30a Abs. 2 zweiter und dritter Satz, § 30b Abs. 3 zweiter und dritter Satz und § 30c Abs. 3 zweiter und dritter Satz;Paragraph 30 a, Absatz 2, zweiter und dritter Satz, Paragraph 30 b, Absatz 3, zweiter und dritter Satz und Paragraph 30 c, Absatz 3, zweiter und dritter Satz;
die Wortfolge „samt erfolgreich absolviertem Eignungstest“ in § 420 Abs. 6 Z 5 sowie § 420 Abs. 7 und Abs. 8;die Wortfolge „samt erfolgreich absolviertem Eignungstest“ in Paragraph 420, Absatz 6, Ziffer 5, sowie Paragraph 420, Absatz 7 und Absatz 8,;
die Wortfolge „entsprechend den Weisungen nach § 444 Abs. 5“ in § 441f Abs. 1 sowie § 444 Abs. 5 Z 3 und Abs. 5 letzter Satz;die Wortfolge „entsprechend den Weisungen nach Paragraph 444, Absatz 5, in Paragraph 441 f, Absatz eins, sowie Paragraph 444, Absatz 5, Ziffer 3 und Absatz 5, letzter Satz;
die Wortfolge „sowie Beschlüsse, deren finanzielle Auswirkungen ein Ausmaß von 10 Millionen Euro innerhalb eines Kalenderjahres oder innerhalb von fünf Kalenderjahren übersteigen“ in § 449 Abs. 2;die Wortfolge „sowie Beschlüsse, deren finanzielle Auswirkungen ein Ausmaß von 10 Millionen Euro innerhalb eines Kalenderjahres oder innerhalb von fünf Kalenderjahren übersteigen“ in Paragraph 449, Absatz 2,;
§ 449 Abs. 4 vorletzter und letzter Satz;Paragraph 449, Absatz 4, vorletzter und letzter Satz;
§ 456a Abs. 2 zweiter Satz und;Paragraph 456 a, Absatz 2, zweiter Satz und;
§ 538v Abs. 1 vierter Satz und fünfter Satz sowie Abs. 3 vierter Satz.Paragraph 538 v, Absatz eins, vierter Satz und fünfter Satz sowie Absatz 3, vierter Satz.
Im Bundesgesetz über die Prüfung lohnabhängiger Abgaben und Beiträge (PLABG), BGBl. I Nr. 98/2018, werden als verfassungswidrig aufgehoben:Im Bundesgesetz über die Prüfung lohnabhängiger Abgaben und Beiträge (PLABG), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 98 aus 2018,, werden als verfassungswidrig aufgehoben:
die Wort- und Zeichenfolge „die Sozialversicherungsprüfung gemäß § 41a des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes – ASVG, BGBl. Nr. 189/1955,“ in § 4 Z 2;die Wort- und Zeichenfolge „die Sozialversicherungsprüfung gemäß Paragraph 41 a, des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes – ASVG, Bundesgesetzblatt Nr. 189 aus 1955,,“ in Paragraph 4, Ziffer 2,;
die Wort- und Zeichenfolge „und gemäß § 42 und § 43 ASVG“ in § 5 Abs. 1;die Wort- und Zeichenfolge „und gemäß Paragraph 42 und Paragraph 43, ASVG“ in Paragraph 5, Absatz eins,;
die Wort- und Zeichenfolge „§ 42 und § 43 ASVG“ in § 5 Abs. 2;die Wort- und Zeichenfolge „§ 42 und Paragraph 43, ASVG“ in Paragraph 5, Absatz 2,;
die Wortfolge „der Österreichischen Gesundheitskasse“ in § 5 Abs. 2 Z 2;die Wortfolge „der Österreichischen Gesundheitskasse“ in Paragraph 5, Absatz 2, Ziffer 2,;
der zweite Spiegelstrich in § 6 Z 1;der zweite Spiegelstrich in Paragraph 6, Ziffer eins,;
die Ziffern 3 und 4 in § 7 Abs. 2 sowie § 7 Abs. 4 zweiter Satz;die Ziffern 3 und 4 in Paragraph 7, Absatz 2, sowie Paragraph 7, Absatz 4, zweiter Satz;
§ 8 Abs. 2;Paragraph 8, Absatz 2,;
die Wort- und Zeichenfolge „, die Österreichische Gesundheitskasse“ in § 10 Abs. 3;die Wort- und Zeichenfolge „, die Österreichische Gesundheitskasse“ in Paragraph 10, Absatz 3,;
die Wortfolge „auf Anforderung der Österreichischen Gesundheitskasse eine Sozialversicherungsprüfung oder“ in § 11;die Wortfolge „auf Anforderung der Österreichischen Gesundheitskasse eine Sozialversicherungsprüfung oder“ in Paragraph 11,;
die Wort- und Zeichenfolge „, die Österreichische Gesundheitskasse hinsichtlich der Sozialversicherungsprüfung“ in § 12 Abs. 1;die Wort- und Zeichenfolge „, die Österreichische Gesundheitskasse hinsichtlich der Sozialversicherungsprüfung“ in Paragraph 12, Absatz eins,;
die Wortfolge „Österreichische Gesundheitskasse und die“ in § 12 Abs. 2;die Wortfolge „Österreichische Gesundheitskasse und die“ in Paragraph 12, Absatz 2,;
die Wort- und Zeichenfolge „, von der Österreichischen Gesundheitskasse alle für das Versicherungsverhältnis und die Beitragsentrichtung“ in § 12 Abs. 3;die Wort- und Zeichenfolge „, von der Österreichischen Gesundheitskasse alle für das Versicherungsverhältnis und die Beitragsentrichtung“ in Paragraph 12, Absatz 3,;
die §§ 15, 16, 17, 18, 19, 20 und 21 sowie die Wortfolge „und der so-zialversicherungsrechtlichen Vorschriften“ in § 22.die Paragraphen 15, 16, 17, 18, 19, 20 und 21 sowie die Wortfolge „und der so-zialversicherungsrechtlichen Vorschriften“ in Paragraph 22,
Die Aufhebungen zu den Punkten I. und III. treten mit Ablauf des 30. Juni 2020 in Kraft.Die Aufhebungen zu den Punkten römisch eins. und römisch drei. treten mit Ablauf des 30. Juni 2020 in Kraft.
Frühere gesetzliche Bestimmungen treten nicht wieder in Kraft.“
Bierlein