BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2014

Ausgegeben am 9. Juli 2014

Teil römisch eins

47. Bundesgesetz:

Änderung des Marktordnungsgesetzes 2007

 

Nationalrat:, Gesetzgebungsperiode römisch 25 Regierungsvorlage 142 Ausschussbericht 168 Sitzung 30. Bundesrat:, Ausschussbericht 9198 Sitzung 831.)

47. Bundesgesetz, mit dem das Marktordnungsgesetz 2007 geändert wird

Der Nationalrat hat beschlossen:

Das Marktordnungsgesetz 2007 – MOG 2007, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 55 aus 2007,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 189 aus 2013,, wird wie folgt geändert:

Novellierungsanordnung 1, In Paragraph 2, Ziffer 2, wird das Zitat „Verordnung (EG) Nr. 1290 aus 2005,, Amtsblatt Nummer L 201 vom 11.8.2005, Seite 1“ durch das Zitat „Verordnung (EU) Nr. 1306 aus 2013, über die Finanzierung, die Verwaltung und das Kontrollsystem der Gemeinsamen Agrarpolitik und zur Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nr. 352/78, (EG) Nr. 165/94, (EG) Nr. 2799/98, (EG) Nr. 814 aus 2000,, (EG) Nr. 1290 aus 2005, und (EG) Nr. 485 aus 2008,, Amtsblatt Nummer L 347 vom 20.12.2013 Seite 549“ ersetzt.

Novellierungsanordnung 2, In Paragraph 3, Absatz 3, wird das Wort „Direktzahlungen“ durch die Wortfolge „Direktzahlungen einschließlich der horizontalen Regelungen betreffend Verwaltung und Kontrolle, landwirtschaftliche Betriebsberatung und Cross Compliance“ ersetzt.

Novellierungsanordnung 3, Paragraph 6, werden folgende Absatz 4 und 5 angefügt:

  1. Absatz 4,Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft kann durch Verordnung Details zu den Pflichten und Aufgaben der Zahlstelle gemäß Artikel 7, der Verordnung (EU) Nr. 1306 aus 2013,, insbesondere wenn andere fachlich zuständige Stellen für die Abwicklung und Kontrolle der einzelnen Maßnahmen erforderliche Daten und Unterlagen zu liefern haben oder andere Stellen Teilbereiche der Zahlstellenaufgaben wahrnehmen, in dem Umfang festlegen, der erforderlich ist, damit die AMA ihre Aufgaben als Zahlstelle umfassend wahrnehmen kann.
  2. Absatz 5,Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft kann durch Verordnung für die Überprüfung von Maßnahmen im Bereich der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen gemäß Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen und zur Änderung und anschließenden Aufhebung der Richtlinien 2001/77/EG und 2003/30/EG, Amtsblatt Nummer L 140 vom 23.4.2009 Seite 16, die näheren Details zur technischen Ausgestaltung der Abwicklung und Kontrolle für den Bereich der landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe festlegen.“

Novellierungsanordnung 4, Paragraph 7, Absatz 2, dritter Satz lautet:

„Ebenso können die für die Anerkennung von Erzeugerorganisationen, deren Vereinigungen sowie Branchenverbänden erforderlichen Kriterien, die einzubeziehenden Erzeugnisse oder Erzeugnisgruppen unter Bedachtnahme auf die Produktions- und Marktgegebenheiten der betreffenden Sektoren sowie im Falle von Unregelmäßigkeiten oder Verstößen Sanktionen einschließlich des Verfahrens zur Aberkennung festgelegt werden.“

Novellierungsanordnung 5, In Paragraph 7, Absatz 3, wird das Zitat „"Art". 102 der Verordnung (EG) Nr. 1234 aus 2007,, Amtsblatt Nummer L 299 vom 16.11.2007, Seite 1“ durch das Zitat „"Art". 26 der Verordnung (EU) Nr. 1308 aus 2013, über eine gemeinsame Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse und zur Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nr. 922/72, (EWG) Nr. 234/79, (EG) Nr. 1037 aus 2001, und (EG) Nr. 1234 aus 2007,, Amtsblatt Nummer L 347 vom 20.12.2013 Seite 671“ ersetzt.

Novellierungsanordnung 6, Paragraph 8, samt Überschrift lautet:

„Direktzahlungen

Paragraph 8,

  1. Absatz eins,Bei der Abwicklung der Direktzahlungen im Sinne des Artikel eins, Litera a, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, mit Vorschriften über Direktzahlungen an Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe im Rahmen von Stützungsregelungen der Gemeinsamen Agrarpolitik und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 637 aus 2008, und der Verordnung (EG) Nr. 73 aus 2009,, Amtsblatt Nummer L 347 vom 20.12.2013 Seite 608, sind folgende Grundsätze maßgeblich:
    1. Ziffer eins
      Als aktive Betriebsinhaber im Sinne des Artikel 9, Absatz 4, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, sind jene Betriebsinhaber einzubeziehen, die für das Vorjahr höchstens 1 250 € an Direktzahlungen erhalten haben.
    2. Ziffer 2
      In Anwendung des Artikel 10, Absatz eins und 2 der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, werden keine Direktzahlungen gewährt, wenn die beihilfefähige Fläche des Betriebs kleiner als 1,5 Hektar ist oder, wenn der Betriebsinhaber ausschließlich gekoppelte Zahlungen gemäß Paragraph 8 f, erhält, sich ein Direktzahlungsbetrag von weniger als 150 € errechnet.
    3. Ziffer 3
      Die nach Anwendung des Artikel 11, Absatz 2, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, errechnete Basisprämie wird dem Betriebsinhaber höchstens im Ausmaß von 150 000 € gewährt.
    4. Ziffer 4
      Gemäß Artikel 22, Absatz 2, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, kann die Obergrenze für die Basisprämie um höchstens 3 % aufgestockt werden, wobei im Zuge der Auszahlungen sicherzustellen ist, dass die nationale Obergrenze nicht überschritten wird.
    5. Ziffer 5
      Gemäß Artikel 51, Absatz eins, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, dürfen die für die Zahlung an Junglandwirte verfügbaren Mittel 2 % der nationalen Obergrenze nicht überschreiten. In Verordnungen gemäß Absatz 2, kann der Prozentsatz verringert werden, wenn der für die Bedeckung notwendige Bedarf niedriger ist.
    6. Ziffer 6
      Für die Beweidung von Almen wird nach Maßgabe des Paragraph 8 f, eine gekoppelte Stützung gemäß Artikel 52, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, gewährt. Gemäß Artikel 53, Absatz eins, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, werden die für die gekoppelte Zahlung verfügbaren Mittel mit 2,1 % der nationalen Obergrenze festgesetzt.
    7. Ziffer 7
      Die Kleinerzeugerregelung gemäß Artikel 61, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, wird nach Maßgabe des Paragraph 8 g, angewendet.
  2. Absatz 2,Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft kann durch Verordnung, soweit die jeweiligen Regelungen des Marktordnungsrechts der Union eine Durchführung hinsichtlich der technischen Abwicklung bei Direktzahlungen vorsehen und soweit diese in den zugrunde liegenden Regelungen des Marktordnungsrechts der Union bestimmt, bestimmbar oder begrenzt ist, die näheren Vorschriften erlassen. Insbesondere können durch Verordnung festgelegt werden:
    1. Ziffer eins
      Kriterien für die Erhaltung der Flächen in einem für die Beweidung oder den Anbau geeigneten Zustand, für die Mindesttätigkeit, um die Flächen auf natürliche Weise in einem für die Beweidung oder den Anbau geeigneten Zustand zu erhalten, gemäß Artikel 4, Absatz eins, Litera c und Absatz 2, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013,, für die Bestimmung des Ausmaßes der beihilfefähigen Flächen bei Vorhandensein von Landschaftselementen, für die Heranziehung eines Pro-Rata-Systems für Dauergrünland, das mit nicht-beihilfefähigen Elementen und Bäumen durchsetzt ist, sowie ein Verzeichnis der Gehölzarten für Niederwald mit Kurzumtrieb gemäß Artikel 4, Absatz eins, Litera k, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013,,
    2. Ziffer 2
      Detailvorschriften, in welcher Weise die in Artikel 9, Absatz 2, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, genannten Personen belegen können, dass sie als aktive Betriebsinhaber anzusehen sind,
    3. Ziffer 3
      Detailvorschriften, in welcher Weise die in Artikel 24, Absatz eins, dritter Unterabsatz Litera c, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, genannten Betriebsinhaber eine landwirtschaftliche Tätigkeit belegen können,
    4. Ziffer 4
      Detailvorschriften für das Verfahren der Zuweisung von Zahlungsansprüchen aus der nationalen Reserve an die in Artikel 30, Absatz 6 und 9 der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, sowie in Paragraph 8 b, Absatz 3, Ziffer eins, genannten Betriebsinhaber,
    5. Ziffer 5
      Die Anwendung von und nähere Regeln zu Vertragsklauseln, die in Anwendung des Artikel 35, Absatz eins, Litera a und Litera b, iii der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, geregelt werden und mit denen Zahlungsansprüche ganz oder teilweise anderen Betriebsinhabern übertragen werden,
    6. Ziffer 6
      Verzeichnis von Flächen, die gemäß Artikel 32, Absatz 3, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, hauptsächlich für nichtlandwirtschaftliche Tätigkeit genutzt werden, sowie Kriterien für hauptsächlich für eine landwirtschaftliche Tätigkeit genutzte Flächen,
    7. Ziffer 7
      Verzeichnis von Fällen höherer Gewalt und außergewöhnlicher Umstände, die gemäß Artikel 32, Absatz 4, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, die Beihilfefähigkeit der Flächen nicht beeinträchtigen, sowie die näheren Kriterien für das Vorliegen eines Falls höherer Gewalt und außergewöhnlicher Umstände für Zwecke der Berechnung des ursprünglichen Werts pro Einheit (Einheitswerts),
    8. Ziffer 8
      Dauergrünlandflächen, die gemäß Artikel 45, Absatz eins, erster Unterabsatz der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, als sensibles Dauergrünland anzusehen sind, sowie das Vorsehen von Maßnahmen gemäß Artikel 45, Absatz 3, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, im Falle der Abnahme des Dauergrünlandanteils um mehr als 5 %,
    9. Ziffer 9
      Verzeichnis der Verpflichtungen gemäß Artikel 28, Absatz 2, der Verordnung (EU) Nr. 1305 aus 2013, über die Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1698 aus 2005,, Amtsblatt Nummer L 347 vom 20.12.2013 Seite 487, die als gleichwertige Methoden zu den dem Klima- und Umweltschutz förderlichen Landbewirtschaftungsmethoden anzusehen sind,
    10. Ziffer 10
      Flächen, die gemäß Artikel 46, Absatz 2, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, als im Umweltinteresse genutzte Flächen anzusehen sind, einschließlich der Liste der stickstoffbindenden Pflanzen bzw. von Gehölzarten und die Zulässigkeit der landwirtschaftlichen Nutzung bestimmter Flächen sowie die Anwendung von Gewichtungsfaktoren,
    11. Ziffer 11
      Details zu Ausbildungsanforderungen gemäß Artikel 50, Absatz 3, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, für die Gewährung der Zahlung für Junglandwirte,
    12. Ziffer 12
      zusätzliche Bedingungen bei der Gewährung der gekoppelten Stützung gemäß Paragraph 8 f,, insbesondere zur Dauer der Alpung, zur Möglichkeit der Heranziehung der Daten aus der Rinderdatenbank für die Antragstellung und zur Heranziehung eines Stichtags zur Berechnung des Alters der aufgetriebenen Tiere und
    13. Ziffer 13
      nähere Vorschriften zum System der landwirtschaftlichen Betriebsberatung gemäß Titel römisch drei der Verordnung (EU) Nr. 1306 aus 2013,, insbesondere hinsichtlich der Qualifikation der Berater, einer allfälligen Weitergabe von Informationen aus der Beratungstätigkeit und eine allfällige Nennung von Begünstigten, die vorrangigen Zugang haben.“

Novellierungsanordnung 7, Nach Paragraph 8, werden folgende Paragraphen 8 a bis 8 i samt Überschriften eingefügt:

„Basisprämie

Paragraph 8 a,

  1. Absatz eins,Für die Erstzuweisung der Zahlungsansprüche gemäß Artikel 24, Absatz eins, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, kommen auch Betriebsinhaber in Betracht,
    1. Ziffer eins
      denen im Jahr 2014 gemäß Paragraph 8, Absatz 3, Ziffer 5, MOG 2007 in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 189 aus 2013, Zahlungsansprüche aus der nationalen Reserve zugewiesen wurden, oder
    2. Ziffer 2
      die zwar über keine Zahlungsansprüche verfügen, aber im Jahr 2013 Maßnahmen des Programms zur Förderung und Entwicklung des ländlichen Raums gemäß Verordnung (EG) Nr. 1698 aus 2005,, Amtsblatt Nummer L 277 vom 21.10.2005 Seite 1, fristgerecht beantragt haben oder durch andere geeignete Nachweise eine landwirtschaftliche Tätigkeit im Jahr 2013 belegen.
  2. Absatz 2,Für die Erstzuweisung von Zahlungsansprüchen für Almen und Hutweiden und bei der Zuweisung gemäß Artikel 30, Absatz 6 und 7 der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, werden in Anwendung des Artikel 24, Absatz 6, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, die beihilfefähigen Flächen mit einem Verringerungskoeffizienten von 80 % herangezogen.
  3. Absatz 3,Die Mindestbetriebsgröße für die Zuweisung von Zahlungsansprüchen beträgt 1,5 Hektar.
  4. Absatz 4,Der Wert pro Einheit der im Jahr 2015 zugewiesenen Zahlungsansprüche wird in Anwendung des Artikel 25, Absatz 2, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, mit fünf jährlich gleichen Schritten und einer damit jeweils verbundenen Anpassung von 20 % der Differenz des ursprünglichen Wert pro Einheit (ursprünglicher Einheitswert) je Betriebsinhaber zum österreichweit gleichen Wert pro Einheit (Einheitswert) im Jahr 2019 erhöht bzw. verringert.
  5. Absatz 5,Der ursprüngliche Einheitswert gemäß Artikel 26, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, wird auf Basis der Zahlungen im Rahmen der Betriebsprämienregelung und der gemäß Artikel 26, Absatz 6, zweiter Unterabsatz der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, ermittelten gekoppelten Stützung, die dem Betriebsinhaber im Jahr 2014 gewährt wurden, berechnet.
  6. Absatz 6,Ein unerwarteter Gewinn im Sinne des Artikel 28, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, ist dann gegeben, wenn die Erhöhung des Werts der Zahlungsansprüche mehr als 5 % und 20 € je Zahlungsanspruch beträgt. Flächen, mit denen im Zuge eines Kaufs oder einer mindestens einjährigen Pacht Zahlungsansprüche weitergegeben werden, ohne Zahlungsansprüche gepachtete Flächen, die durch Beendigung des Pachtvertrags wegfallen, die Abgabe von Flächen, die bisher nicht zur Nutzung von Zahlungsansprüchen herangezogen wurden, Flächen, die aufgrund eines Falls höherer Gewalt oder außergewöhnlicher Umstände nicht mehr zur Verfügung stehen, und aufgrund der Anwendung der Verringerungskoeffizienten gemäß Paragraph 8 a, Absatz 2, reduzierte Flächen sind bei dieser Vorgangsweise außer Betracht zu lassen. Der Anteil des Werts der Zahlungsansprüche, der die im ersten Satz genannten Grenzen übersteigt, fällt in die nationale Reserve zurück.

Vorschriften zur nationalen Reserve

Paragraph 8 b,

  1. Absatz eins,Für die Einrichtung der nationalen Reserve wird die Obergrenze der Basisprämie um 0,3 % gekürzt.
  2. Absatz 2,Der Wert der Zahlungsansprüche wird linear gekürzt, wenn die in der nationalen Reserve vorhandenen Mittel für die Zuweisung an die in Artikel 30, Absatz 6 und 9 der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, genannten Betriebsinhaber nicht ausreichen. Die Kürzung erfolgt in dem für die Bedeckung der benötigten Mittel erforderlichen Ausmaß.
  3. Absatz 3,Die Mittel der nationalen Reserve können
    1. Ziffer eins
      gemäß Artikel 30, Absatz 7, Litera c, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, zur Zuweisung von Zahlungsansprüchen an Betriebsinhaber, denen infolge höherer Gewalt oder außergewöhnlicher Umstände im Zuge der Erstzuweisung keine Zahlungsansprüche zugewiesen wurden, sowie
    2. Ziffer 2
      gemäß Artikel 30, Absatz 7, Litera e, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, zur dauerhaften linearen Erhöhung des Werts aller Zahlungsansprüche, wenn die in der nationalen Reserve vorhandenen Mittel mehr als 0,5 % betragen,
    verwendet werden.

Übertragung von Zahlungsansprüchen

Paragraph 8 c,

Werden Zahlungsansprüche ohne Flächen an andere Betriebsinhaber übertragen, werden

  1. Ziffer eins
    bei einer mit Wirksamkeit bis einschließlich für das Kalenderjahr 2017 erfolgenden Übertragung 50 % der von der Übertragung erfassten Zahlungsansprüche und
  2. Ziffer 2
    bei einer mit Wirksamkeit ab dem Kalenderjahr 2018 erfolgenden Übertragung 30 % der von der Übertragung erfassten Zahlungsansprüche
der nationalen Reserve zugeschlagen.

Zahlungen für dem Klima- und Umweltschutz förderliche Landbewirtschaftungsmethoden

Paragraph 8 d,

  1. Absatz eins,Die in Artikel 43, Absatz 3, Litera b, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, genannten nationalen oder regionalen Umweltzertifizierungssysteme gelten nicht als gleichwertige Methoden.
  2. Absatz 2,Die jährliche Zahlung an die Betriebsinhaber für die Einhaltung der maßgeblichen, dem Klima- und Umweltschutz förderlichen Landbewirtschaftungsmethoden wird während des in Paragraph 8 a, Absatz 4, genannten Zeitraums in Anwendung des Artikel 43, Absatz 9, dritter Unterabsatz der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, in Form eines Prozentsatzes des Gesamtwerts der vom Betriebsinhaber im betreffenden Jahr aktivierten Zahlungsansprüche gewährt.
  3. Absatz 3,Die Verpflichtung zur Einhaltung des Anteils von Flächen mit Dauergrünland gemäß Artikel 45, Absatz 2, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, findet auf nationaler Ebene Anwendung.

Zahlung für Junglandwirte

Paragraph 8 e,

Die jährliche Zahlung für Junglandwirte wird gemäß Artikel 50, Absatz 8, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, berechnet, indem ein Betrag in Höhe von 25 % der nationalen Durchschnittszahlung je Hektar mit der Anzahl der im betreffenden Jahr durch den Betriebsinhaber aktivierten Zahlungsansprüche, höchstens aber 40, multipliziert wird.

Fakultative gekoppelte Stützung

Paragraph 8 f,

  1. Absatz eins,Die in Paragraph 8, Absatz eins, Ziffer 6, vorgesehene gekoppelte Stützung wird für Rinder, Schafe und Ziegen je aufgetriebene raufutterverzehrende Großvieheinheit (RGVE) gewährt.
  2. Absatz 2,Die Umrechnung in RGVE wird folgendermaßen vorgenommen:
    1. Ziffer eins
      Rinder über 24 Monate
      1,0 RGVE
       
    2. Ziffer 2
      Rinder über 6 bis 24 Monate
      0,6 RGVE
       
    3. Ziffer 3
      Kälber bis 6 Monate
      0,4 RGVE
       
    4. Ziffer 4
      Schafe und Ziegen über 12 Monate
      0,15 RGVE
       
    5. Ziffer 5
      Schafe und Ziegen bis 12 Monate
      0,07 RGVE
       
  3. Absatz 3,Die gekoppelte Stützung beträgt
    1. Ziffer eins
      je Kuh bzw. je RGVE Mutterschafe und Mutterziegen
      62 €
       
    2. Ziffer 2
      je sonstige RGVE
      31 €.
       
  4. Absatz 4,Die Anzahl der im jeweiligen Antragsjahr förderfähigen RGVE darf 290 000 nicht übersteigen.

Kleinerzeugerregelung

Paragraph 8 g,

  1. Absatz eins,Dem an der Kleinerzeugerregelung teilnehmenden Betriebsinhaber wird ein jährlicher Zahlungsbetrag gemäß Artikel 63, Absatz 2, Litera a, der Verordnung (EU) Nr. 1307 aus 2013, gewährt. Dieser Betrag darf jedoch 1 250 € nicht übersteigen.
  2. Absatz 2,Betriebsinhaber, die im Antragsjahr 2015 höchstens 1 250 € Direktzahlungen erhalten, werden in die Kleinerzeugerregelung einbezogen, wenn sie nicht bis 15. Oktober 2015 bekanntgeben, aus der Kleinerzeugerregelung ausscheiden zu wollen. Sonstige Betriebsinhaber, die an der Kleinerzeugerregelung teilnehmen wollen, haben dies bis 15. Oktober 2015 zu beantragen. Ein Ausscheiden aus der Kleinerzeugerregelung nach dem Antragsjahr 2015 ist bis zum Ende der Frist zur Einreichung des Mehrfachantrags bekanntzugeben und erfolgt mit Wirksamkeit ab diesem Antragsjahr.

Kürzung der Zahlungsansprüche im Jahr 2014

Paragraph 8 h,

Zahlungsansprüche, die im Jahr 2013 von Betriebsinhabern aktiviert wurden, die höchstens 5 000 € an Direktzahlungen beantragt haben, sind von der linearen Kürzung gemäß Artikel 40, Absatz 2, der Verordnung (EG) Nr. 73 aus 2009, mit gemeinsamen Regeln für Direktzahlungen im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik und mit bestimmten Stützungsregelungen für Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 1290 aus 2005,, (EG) Nr. 247 aus 2006,, (EG) Nr. 378 aus 2007, sowie zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1782 aus 2003,, Amtsblatt Nummer L 30 vom 31.01.2009 Seite 16, zuletzt geändert durch die Verordnung (EU) Nr. 1310 aus 2013,, Amtsblatt Nummer L 347 vom 20.12.2013 Seite 865, ausgenommen.

Regelung für Auftreiber auf gemeinschaftlich genutzte Futterflächen

Paragraph 8 i,

  1. Absatz eins,Betriebsinhabern, die auf gemeinschaftlich genutzte Almen und Weiden Tiere auftreiben, wird die beihilfefähige Fläche entsprechend dem Anteil der von ihnen jeweils aufgetriebenen Tiere zugerechnet. Gemäß Artikel 73, Absatz eins, der Verordnung (EG) Nr. 1122 aus 2009, mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 73 aus 2009, hinsichtlich der Einhaltung anderweitiger Verpflichtungen, der Modulation und des integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems im Rahmen der Stützungsregelungen für Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe gemäß der genannten Verordnung und mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1234 aus 2007, hinsichtlich der Einhaltung anderweitiger Verpflichtungen im Rahmen der Stützungsregelung für den Weinsektor, Amtsblatt Nummer L 316 vom 30.11.2009 Seite 1, finden Kürzungen und Ausschlüsse keine Anwendung, wenn für den auftreibenden Betriebsinhaber keine Umstände erkennbar waren, die ihn an der Zuverlässigkeit des Antragstellers der Alm- oder Weidefutterflächen zweifeln lassen hätten können.
  2. Absatz 2,Absatz eins, findet auch auf rechtskräftig abgeschlossene Antragsjahre Anwendung, wenn ein Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens eingebracht wird und der Bescheid längstens innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren vor Inkrafttreten dieser Bestimmung in Rechtskraft erwachsen ist. Der Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens ist binnen zwei Wochen nach Inkrafttreten dieser Bestimmung bei der AMA einzubringen, die darüber zu entscheiden hat.“

Novellierungsanordnung 8, In Paragraph 11, Absatz eins, wird das Zitat „§§ 7 und 8“ durch das Zitat „§§ 7 bis 8h“ ersetzt.

Novellierungsanordnung 9, Nach Paragraph 11, wird folgender Paragraph 11 a, samt Überschrift eingefügt:

„Vertragsbeziehungen

Paragraph 11 a,

Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft kann durch Verordnung, soweit die jeweiligen Regelungen des Marktordnungsrechts der Union für einzelne Sektoren der gemeinsamen Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse eine Durchführung hinsichtlich der technischen Abwicklung bei Vertragsbeziehungen vorsehen und soweit diese in den zugrunde liegenden Regelungen des Marktordnungsrechts der Union bestimmt, bestimmbar oder begrenzt ist, die näheren Vorschriften erlassen. In einer derartigen Verordnung kann auch der Abschluss schriftlicher Verträge vorgeschrieben werden.“

Novellierungsanordnung 10, Paragraph 12, samt Überschrift lautet:

„Cross Compliance Vorschriften

Paragraph 12,

  1. Absatz eins,Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft kann durch Verordnung, soweit die jeweiligen Regelungen der Cross Compliance Vorschriften gemäß Titel römisch sechs der Verordnung (EU) Nr. 1306 aus 2013, eine Durchführung hinsichtlich deren technischer Abwicklung vorsehen und soweit diese in den zugrunde liegenden Regelungen bestimmt, bestimmbar oder begrenzt ist, die näheren Vorschriften erlassen. Insbesondere können für die technische Ausgestaltung des Frühwarnsystems gemäß Artikel 99, Absatz 2, der Verordnung (EU) Nr. 1306 aus 2013, notwendige Detailregelungen durch Verordnung festgelegt werden.
  2. Absatz 2,Die gemäß Artikel 94, in Verbindung mit Anhang römisch zwei im Bereich Umweltschutz, Klimawandel, guter landwirtschaftlicher Zustand der Flächen der Verordnung (EU) Nr. 1306 aus 2013, einzuhaltenden Standards für die Erhaltung von Flächen in gutem landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand sind durch Verordnung festzulegen.
  3. Absatz 3,Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft kann durch Verordnung bestimmen, dass die Kontrolle der Cross Compliance Vorschriften durch die AMA erfolgt, sofern die durch die AMA durchgeführten Kontrollen mindestens ebenso wirksam sind wie bei der Durchführung durch die sachlich zuständigen Behörden. Für eine Übertragung der Kontrollaufgaben im Bereich Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze, Hauptgegenstände Lebensmittelsicherheit, Kennzeichnung und Registrierung von Tieren und Tierseuchen, sowie im Bereich Tierschutz des Anhangs römisch zwei der Verordnung (EU) Nr. 1306 aus 2013, ist das Einvernehmen mit dem Bundesminister für Gesundheit herzustellen.“

Novellierungsanordnung 11, In Paragraph 19, Absatz 2 und Paragraph 20, wird jeweils das Zitat „§§ 7, 8 und 10“ durch das Zitat „§§ 7, 8 bis 8h und 10“ ersetzt.

Novellierungsanordnung 12, Paragraph 21, erhält die Absatzbezeichnung (1) und folgender Absatz 2, wird angefügt:

  1. Absatz 2,Soweit Vorgaben der Europäischen Union die Zahlung von Zinsen verlangen, sind Auszahlungen, die erst nach Ablauf der in Regelungen des Marktordnungsrechts der Union vorgegebenen Fristen vorgenommen und bei denen die verspätete Zahlung nicht vom Begünstigten zu verantworten ist, sowie Rückzahlungen von Beträgen, die aufgrund ungültiger Regelungen des Marktordnungsrechts der Union zu erfolgen haben, vom letzten Tag der Zahlungsfrist beziehungsweise vom Tag der erfolgten Zahlung an mit 2vH über dem Basiszinssatz zu verzinsen.“

Novellierungsanordnung 13, Paragraph 26 a, samt Überschrift lautet:

„Veröffentlichung von Informationen

Paragraph 26 a,

  1. Absatz eins,Die Veröffentlichung von Informationen gemäß Artikel 111, der Verordnung (EU) Nr. 1306 aus 2013, ist durch die AMA vorzunehmen.
  2. Absatz 2,Das Zollamt Salzburg Zahlstelle Ausfuhrerstattung hat der AMA die Daten mit den zu veröffentlichenden Informationen betreffend Ausfuhrerstattungen gemäß Teil römisch drei Kapitel römisch sechs der Verordnung (EU) Nr. 1308 aus 2013, zu übermitteln.
  3. Absatz 3,Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft kann – hinsichtlich des Absatz 2, auch im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen – durch Verordnung nähere Vorschriften erlassen, soweit dies zur technischen Abwicklung erforderlich oder geboten ist.“

Novellierungsanordnung 14, Paragraph 27, Absatz eins, Ziffer 3 bis 4 lauten:

  1. Ziffer 3
    von den Zuckerunternehmen gemäß Artikel 137, der Verordnung (EU) Nr. 1308 aus 2013, einzelbetriebliche Daten zu Liefervertrag, gelieferte Zuckerrübenmenge, Zuckergehalt und Zuckerrübenabrechnung,
  2. Ziffer 3 a
    von den Naturschutzbehörden der Länder für Zwecke der Einbeziehung in das System zur Identifizierung landwirtschaftlicher Parzellen gemäß Artikel 70, der Verordnung (EU) Nr. 1306 aus 2013, alle Daten betreffend Natura 2000-Gebiete, die für die Einstufung als sensibles Dauergrünland sowie für die Kontrolle der Einhaltung der Cross Compliance-Vorschriften erforderlich sind,
  3. Ziffer 4
    von den zur Vollziehung der von Artikel 93, der Verordnung (EU) Nr. 1306 aus 2013, erfassten Rechtsnormen zuständigen Behörden alle Informationen, die für die Auswahl der Kontrollstichprobe erforderlich sind,“

Novellierungsanordnung 15, In Paragraph 27, Absatz 3, entfällt die Wortfolge „im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik“.

Novellierungsanordnung 16, In Paragraph 28, Absatz 3, wird das Zitat „"Art". 14 der Verordnung (EG) Nr. 73/2009“ durch das Zitat „Titel römisch fünf Kapitel römisch zwei der Verordnung (EU) Nr. 1306/2013“ ersetzt.

Novellierungsanordnung 17, Paragraph 30, Absatz eins, Ziffer 2, lautet:

  1. Ziffer 2
    einer nach Paragraph 7,, Paragraph 8,, Paragraph 9,, Paragraph 10,, Paragraph 11,, Paragraph 12,, Paragraph 13, Absatz 2,, Paragraph 15, Absatz 4, Ziffer 3, oder Paragraph 22, erlassenen Verordnung, soweit sie für einen bestimmten Tatbestand auf diese Strafbestimmung verweist, zuwiderhandelt oder“

Novellierungsanordnung 18, Paragraph 32, werden folgende Absatz 8 bis 10 angefügt:

  1. Absatz 8,Die
    1. Ziffer eins
      Paragraph 2, Ziffer 2,, Paragraph 6, Absatz 4 und 5, Paragraph 7, Absatz 2 und 3, Paragraph 8 h,, Paragraph 11 a,, Paragraph 26 a,, Paragraph 27, Absatz eins, Ziffer 3 und Ziffer 3 a und Paragraph 27, Absatz 3, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 47 aus 2014, treten mit 1. Jänner 2014,
    2. Ziffer 2
      Paragraph 3, Absatz 3,, Paragraph 8,, Paragraph 8 a,, Paragraph 8 b,, Paragraph 8 c,, Paragraph 8 d,, Paragraph 8 e,, Paragraph 8 f,, Paragraph 8 g,, Paragraph 11, Absatz eins,, Paragraph 12,, Paragraph 19, Absatz 2,, Paragraph 20,, Paragraph 21,, Paragraph 27, Absatz eins, Ziffer 4,, Paragraph 28, Absatz 3 und Paragraph 30, Absatz eins, Ziffer 2, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 47 aus 2014, treten mit 1. Jänner 2015 und
    3. Ziffer 3
      Paragraph 8 i, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 47 aus 2014, tritt mit dem der Verlautbarung dieses Bundesgesetzes folgenden Tag
    in Kraft.
  2. Absatz 9,Verordnungen gemäß Paragraph 8, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 47 aus 2014, können ab dem Tag der Verlautbarung dieses Bundesgesetzes erlassen werden. Sie treten jedoch frühestens mit 1. Jänner 2015 in Kraft.
  3. Absatz 10,Auf Sachverhalte, die sich bis zum 31. Dezember 2014 verwirklicht haben, ist Paragraph 8, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 189 aus 2013, weiterhin anzuwenden.“

Fischer

Faymann