BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2014

Ausgegeben am 30. Juni 2014

Teil römisch eins

44. Kundmachung:

Aufhebung von Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes 2003, der Strafprozeßordnung 1975 und des Sicherheitspolizeigesetzes durch den Verfassungsgerichtshof

44. Kundmachung des Bundeskanzlers über die Aufhebung von Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes 2003, der Strafprozeßordnung 1975 und des Sicherheitspolizeigesetzes durch den Verfassungsgerichtshof

Gemäß Artikel 140, Absatz 5 und 6 B-VG und gemäß Paragraph 64, Absatz 2, des Verfassungsgerichtshofgesetzes 1953, Bundesgesetzblatt Nr. 85, wird kundgemacht:

Der Verfassungsgerichtshof hat mit am 27. Juni 2014 verkündeten Erkenntnis, G 47 aus 2012,, G 59 aus 2012,, G 62 aus 2012,, G 70 aus 2012,, G 71 aus 2012,, zu Recht erkannt:

  1. Ziffer römisch eins
    Im Bundesgesetz, mit dem ein Telekommunikationsgesetz erlassen wird (Telekommunikationsgesetz 2003 – TKG 2003), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 70 aus 2003, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 27 aus 2011,, werden folgende Bestimmungen als verfassungswidrig aufgehoben:
    1. Paragraph 92, Absatz 3, Ziffer 6 b,;
    2. in Paragraph 93, Absatz 3, die Wortfolge „einschließlich Vorratsdaten“;
    3. in Paragraph 94, Absatz eins, die Wortfolge „einschließlich der Auskunft über Vorratsdaten“;
    4. in Paragraph 94, Absatz 2, die Wortfolge „einschließlich der Auskunft über Vorratsdaten“;
    5. in Paragraph 94, Absatz 4, die Wortfolgen „einschließlich der Übermittlung von Vorratsdaten,“ und „sowie die näheren Bestimmungen betreffend die Speicherung der gemäß Paragraph 102 c, angefertigten Protokolle“;
    6. in Paragraph 98, Absatz 2, die Wortfolge „, auch wenn hiefür ein Zugriff auf gemäß Paragraph 102 a, Absatz 3, Ziffer 6, Litera d, gespeicherte Vorratsdaten erforderlich ist“;
    7. in Paragraph 99, Absatz 5, Ziffer 2, die Wortfolge „, auch wenn diese als Vorratsdaten gemäß Paragraph 102 a, Absatz 2, Ziffer eins,, Absatz 3, Ziffer 6, Litera a und b oder Paragraph 102 a, Absatz 4, Ziffer eins, 2, 3 und 5 längstens sechs Monate vor der Anfrage gespeichert wurden,“
    8. in Paragraph 99, Absatz 5, Ziffer 3, die Wortfolge „, auch wenn hiefür ein Zugriff auf gemäß Paragraph 102 a, Absatz 3, Ziffer 6, Litera d, gespeicherte Vorratsdaten erforderlich ist“;
    9. in Paragraph 99, Absatz 5, Ziffer 4, die Wortfolgen „auch“ und „als Vorratsdaten gemäß Paragraph 102 a, Absatz 2, Ziffer eins, oder Paragraph 102 a, Absatz 4, Ziffer eins, 2, 3 und 5;
    10. Paragraph 102 a,;
    11. Paragraph 102 b,;
    12. Paragraph 102 c, Absatz 2, 3 und Absatz 6,;
    13. in Paragraph 109, Absatz 3, die Ziffer 22, 23, 24, 25 und 26,
  2. Ziffer römisch zwei
    Paragraph 134, Ziffer 2 a und Paragraph 135, Absatz 2 a, der Strafprozeßordnung 1975 (StPO), Bundesgesetzblatt Nr. 631 aus 1975,, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 33 aus 2011,, werden als verfassungswidrig aufgehoben.
  3. Ziffer römisch drei
    Im Bundesgesetz über die Organisation der Sicherheitsverwaltung und die Ausübung der Sicherheitspolizei (Sicherheitspolizeigesetz – SPG), Bundesgesetzblatt Nr. 566 aus 1991,, werden folgende Bestimmungen aufgehoben:
    1. Ziffer eins
      In Paragraph 53, Absatz 3 a, Ziffer 3, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 33 aus 2011,, die Wortfolge „auch wenn hiefür die Verwendung von Vorratsdaten gemäß Paragraph 99, Absatz 5, Ziffer 4, in Verbindung mit Paragraph 102 a, TKG 2003 erforderlich ist,“;
    2. Ziffer 2
      in Paragraph 53, Absatz 3 b, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 13 aus 2012,, die Wortfolge „, auch wenn hiefür die Verwendung von Vorratsdaten gemäß Paragraph 99, Absatz 5, Ziffer 3, in Verbindung mit Paragraph 102 a, TKG 2003 erforderlich ist,“;
  4. Ziffer römisch vier
    Frühere gesetzliche Bestimmungen treten nicht wieder in Kraft.“

Faymann