BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2006

Ausgegeben am 23. Juni 2006

Teil römisch eins

86. Bundesgesetz:

Änderung des Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetzes

Nationalrat:, Gesetzgebungsperiode römisch 22 Regierungsvorlage 1349 Ausschussbericht 1487 Sitzung 153. Bundesrat:, Ausschussbericht 7580 Sitzung 735.)

86. Bundesgesetz, mit dem das Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz geändert wird

Der Nationalrat hat beschlossen:

Das Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz (IESG), Bundesgesetzblatt Nr. 324 aus 1977,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 114 aus 2005, und die Kundmachung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 139 aus 2005,, wird wie folgt geändert:

Nach Paragraph 18, wird folgender Paragraph 19, samt Überschrift angefügt:

„Sonderbestimmungen

Paragraph 19,

  1. Absatz eins,Die Höhe der Zuschläge gemäß Paragraph 12, Absatz eins, Ziffer 4, für jene Anlassfälle, auf die gemäß Artikel 139, Absatz 6, B-VG die auf Grund des Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofes vom 13. Oktober 2005, G 39/05, V 25-31/05-12, G 40/05, V 32-37/05-10, G 82/05, V 56-63/05-9, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 380 aus 2005,, aufgehobenen Verordnungen nicht mehr anzuwenden sind, wird wie folgt festgesetzt:
    1. Ziffer eins
      für das Jahr 2000 ab Beginn der Beitragsperiode 2000 mit 0,4 vH,
    2. Ziffer 2
      für das Jahr 2001 ab Beginn der Beitragsperiode 2001 mit 0,4 vH,
    3. Ziffer 3
      für das Jahr 2002 ab Beginn der Beitragsperiode 2002 mit 0,4 vH,
    4. Ziffer 4
      für das Jahr 2003 ab Beginn der Beitragsperiode 2003 mit 0,6 vH,
    5. Ziffer 5
      für das Jahr 2004 ab Beginn der Beitragsperiode 2004 mit 0,7 vH,
    6. Ziffer 6
      für das Jahr 2005 ab Beginn der Beitragsperiode 2005 mit 0,7 vH.
  2. Absatz 2,Die Differenz zwischen den auf Grund der Verordnungen Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 511 aus 1999,, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 410 aus 2000,, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 452 aus 2001,, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 454 aus 2002,, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 560 aus 2003, und Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 503 aus 2004, eingehobenen Zuschlägen von jeweils 0,7 vH und den für die jeweilige Beitragsperiode gemäß Absatz eins, für die Anlassfälle festgesetzten Zuschlägen zuzüglich gesetzlicher Zinsen in der Höhe von 4 vH ist den betroffenen Dienstgebern für die jeweils betroffenen Teile dieser Beitragsperioden rückzuerstatten.
  3. Absatz 3,Die Träger der Krankenversicherung haben die Rückerstattungen nach Absatz 2, innerhalb von drei Monaten, nachdem ihnen der neu erlassene Bescheid zugestellt wurde, zu leisten.
  4. Absatz 4,Die Träger der Krankenversicherung sind berechtigt, die rückerstatteten Zuschläge einschließlich der gesetzlichen Zinsen von der Summe der an den Insolvenz-Ausfallgeld-Fonds abzuführenden Zuschläge abzuziehen.“

Fischer

Schüssel