BUNDESGESETZBLATT
FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2005

Ausgegeben am 4. Februar 2005

Teil römisch drei

13. Übereinkommen über die Privilegien und Immunitäten des Internationalen Strafgerichtshofs samt Erklärung

Nationalrat:, Gesetzgebungsperiode römisch 22 Regierungsvorlage 199 Ausschussbericht 228 Sitzung 35. Bundesrat:, Ausschussbericht 6880 Sitzung 702.)

13.

Der Nationalrat hat beschlossen:

Der Abschluss des nachstehenden Staatsvertrages samt Erklärung wird genehmigt.

Gemäß Artikel 49 Absatz 2 B-VG sind die arabischen, chinesischen, französischen, russischen und spanischen Sprachfassungen1 durch Auflage im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten kundzumachen.

Übereinkommen über die Privilegien und Immunitäten des Internationalen Strafgerichtshofs samt Erklärung

[deutscher Vertragstext (Übersetzung) siehe Anlagen]

[englischer Vertragstext siehe Anlagen]

Declaration

In accordance with Article 23 of the Agreement, the Republic of Austria declares that persons referred to in this article who are Austrian nationals or permanent residents of Austria shall, in the territory of the Republic of Austria, enjoy only the privileges and immunities referred to in this article.

(Übersetzung)

Erklärung

Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 23, des Übereinkommens, dass die in diesem "Art". bezeichneten Personen, die österreichische Staatsbürger sind oder in der Republik Österreich ihren ständigen Aufenthalt haben, im Gebiet der Republik Österreich nur die in diesem "Art". bezeichneten Privilegien und Immunitäten genießen.

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 17. Dezember 2003 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen ist gemäß seinem Artikel 35, Absatz eins, mit 22. Juli 2004 in Kraft getreten.

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben folgende weitere Staaten das Übereinkommen ratifiziert, angenommen bzw. sind ihm beigetreten:

Deutschland

Estland

Finnland

Frankreich

Island

Serbien und Montenegro

Kanada

Kroatien

Lettland

Liechtenstein

Litauen

Mali

Namibia

Neuseeland (ohne Tokelau)

Norwegen

Panama

Schweden

Slowakei

Slowenien

Trinidad und Tobago

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunde haben nachstehende Staaten folgende Erklärung abgegeben:

Deutschland

Deutschland erklärt gemäss Artikel 23, des Übereinkommens, dass die in den Artikel 15, 16, 18, 19 und 21 bezeichneten Personen, die deutsche Staatsangehörige sind oder ihren ständigen Aufenthalt in Deutschland haben, in Deutschland nur die für die unabhängige Ausübung ihrer Aufgaben oder ihr Erscheinen oder ihre Zeugenaussage vor dem Gerichtshof erforderlichen Privilegien und Immunitäten, wie in Artikel 23, festgelegt, genießen.

Kanada

Kanada erklärt gemäss Artikel 23, des Übereinkommens, dass die in den Artikel 15, 16, 18, 19 und 21 des Übereinkommens bezeichneten Personen, die kanadische Staatsangehörige sind oder ihren ständigen Aufenthalt in Kanada haben, in Kanada nur die für die unabhängige Ausübung ihrer Aufgaben oder ihr Erscheinen oder ihre Zeugenaussage vor dem Gerichtshof erforderlichen Privilegien und Immunitäten, wie in Artikel 23, festgelegt, genießen.

Kroatien

Die Republik Kroatien erklärt gemäss Artikel 23, des Übereinkommens, dass die in diesem "Art". bezeichneten Personen, die kroatische Staatsangehörige sind oder ihren ständigen Aufenthalt in der Republik Kroatien haben, im Gebiet der Republik Kroatien nur die in diesem "Art". festgelegten Privilegien und Immunitäten genießen.

Litauen

In Übereinstimmung mit Artikel 23, des Übereinkommens erklärt die Republik Litauen, dass die in diesem "Art". bezeichneten Personen, die litauische Staatsangehörige sind oder ihren ständigen Aufenthalt in der Republik Litauen haben, im Gebiet der Republik Litauen nur die in diesem "Art". festgelegten Privilegien und Immunitäten genießen.

Neuseeland

Neuseeland erklärt gemäss Artikel 23, des Übereinkommens, dass die in den Artikel 15, 16, 18, 19 und 21 des Übereinkommens bezeichneten Personen, die neuseeländische Staatsangehörige sind oder ihren ständigen Aufenthalt in Neuseeland haben, in Neuseeland nur die für die unabhängige Ausübung ihrer Aufgaben oder ihr Erscheinen oder ihre Zeugenaussage vor dem Gerichtshof erforderlichen Privilegien und Immunitäten, wie in Artikel 23, festgelegt, genießen.

Neuseeland erklärt weiter, dass sich im Hinblick auf den verfassungsrechtlichen Status von Tokelau die Ratifikation dieses Übereinkommens durch Neuseeland bis zur Abgabe einer entsprechenden weiteren Erklärung der Regierung Neuseelands nach Konsultation mit Tokelau nicht auf dieses Gebiet erstreckt.

Slowakei

Die slowakische Republik erklärt, dass die in den Artikel 15, 16, 18, 19 und 21 des Übereinkommens bezeichneten Personen, die slowakische Staatsangehörige sind oder ihren ständigen Aufenthalt in der Slowakei haben, in der slowakischen Republik nur die in Artikel 23, Buchstabe a des Übereinkommens genannten Privilegien und Immunitäten genießen. Die in den Artikel 20 und 22 des Übereinkommens bezeichneten Personen, die slowakische Staatsangehörige sind oder ihren ständigen Aufenthalt in der Slowakei haben, genießen in der slowakischen Republik nur die in Artikel 23, Buchstabe b des Übereinkommens genannten Privilegien und Immunitäten.

Schüssel

1 Die Sprachfassungen werden auch in den Anlagen veröffentlicht.